Der bereits etwas betagte AMD Ryzen 5800X3D scheint sich nach seiner Wiedereinführung zum Bestseller zu mausern
AMD scheint einen Nerv getroffen zu haben
Der AMD Ryzen 5800X3D ist eigentlich bereits überholt und bedient mit dem Sockel AM4 eine bereits ausgelaufene Plattform. Zum zehnten Jubiläum von AM4 veröffentlichte AMD den Prozessor dennoch neu, und das scheint im aktuellen Umfeld viel Anklang zu finden. Die Hardware scheint sich binnen kürzester Zeit zu einem Verkaufserfolg zu entwickeln.
Darüber berichtete das Portal „ComputerBase“. Jenes erkennt im eigenen Preisvergleich ein hohes Interesse und sieht sich beim Blick auf die Händler bestätigt. Bei Mindfactory etwa kommen schon wenige Wochen nach Release über 1.200 verkaufte Exemplare zusammen. Bei Amazon Deutschland schafft der 5800X3D von AMD (US0079031078) es auf den zweiten Platz in der Kategorie Prozessoren.
Auch anderswo scheint das Interesse hoch zu sein. Der US-Händler Newegg listet den wiedereingeführten AMD-Prozessor zur Stunde als Bestseller im Segment. Erklären lässt sich die hohe Nachfrage vermutlich damit, dass viele Nutzer die hohen Preise für ein Upgrade auf AM5 scheuen. Für einen solchen Schritt wäre auch neuer Arbeitsspeicher notwendig, der aktuell so teuer wie nie zuvor ist.
Hinsichtlich der Leistung bekleckert sich AMD mit dem ursprünglich im Jahr 2022 veröffentlichten Chip nicht unbedingt mit Ruhm. Natürlich gibt es heute weitaus bessere Hardware und selbst preislich ist der Re-Release keine Sensation. Noch immer gute Dienste leistet der 5800X3D jedoch insbesondere beim Thema Gaming, so dort keine Rekorde bei der Bildrate aufgestellt werden sollen. In wirtschaftlich angespannten Zeiten nimmt mancher Gamer ein vergleichsweise kostengünstiges Upgrade ohne aufwendigen Plattform-Tausch offenbar gerne mit.
AMD: Resterampe für Verbraucher?
Begeistert sieht längst nicht jeder das hohe Interesse an der alten CPU. Im Netz wirft manch einer AMD vor, die Verbraucher mit alter Hardware abzuspeisen, während aktuelle Chips Kunden aus der Datacenter-Sparte vorbehalten bleiben. So direkt wird AMD das freilich nicht formulieren. Den Anlegern allerdings gefällt die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren. Genau jene ist der Hauptgrund dafür, dass die AMD-Aktie es sich zuletzt bei 548,13 US-Dollar und damit gut 150 Prozent über den Kursen vom Jahresbeginn bequem machte.
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15.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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