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OpenAI will mit eigenen Geräten in Zukunft auch Apple stärker Konkurrenz machen, fängt sich nun aber erst einmal eine Klage ein

Apple vermutet Industriespionage beim ChatGPT-Konzern

NTG24 - OpenAI will mit eigenen Geräten in Zukunft auch Apple stärker Konkurrenz machen, fängt sich nun aber erst einmal eine Klage ein

 

Bisher traten Apple und OpenAI noch als Partner auf. Kann Siri die Anfrage eines Nutzers mal nicht beantworten, so erfolgt auf Wunsch eine Weiterleitung zu ChatGPT. OpenAI profitiert von der massiven Nutzerbasis des iPhones und Apple steht nicht ganz so bloß da, wie es ohne die Nutzung externer Dienste der Fall wäre. Die beiden Unternehmen ergänzen sich in dieser Hinsicht also.

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Doch hinter den Kulissen brodelt es. OpenAI bastelt hinter verschlossenen Türen an einem Gerät, das speziell für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz ausgelegt ist und äußerlich vermutlich nicht allzu weit von einem Smartphone entfernt sein dürfte. Mit anderen Worten ist es absehbar, dass OpenAI in Zukunft zu einem direkten Konkurrenten von Apple (US0378331005) aufsteigt.

 

 

 

Um mit diesem Vorhaben auch erfolgreich zu sein, lockte der KI-Konzern einige Mitarbeiter von Apple zu sich. Dazu gehören der ehemalige Design-Chef Jony Ive und Tang Tan, der heute als Hardware-Chef von OpenAI in Erscheinung tritt. Apple vermutet nun, dass Apple-Mitarbeiter vielleicht ein paar zu viele Informationen ihres vorherigen Arbeitgebers mitgenommen haben und zieht gegen OpenAI vor Gericht, wie unter anderem die „FAZ“ berichtet.

 

Wurden Apple Firmengeheimnisse gestohlen?

 

Vorgeworfen wird OpenAI, sich gezielt Firmengeheimnisse von Apple beschafft zu haben. Im Fokus steht dabei vor allem Tang Tan, der nach Ansicht des iPhone-Konzerns eigene Mitarbeiter in Bewerbungsgesprächen bei OpenAI zur Mitnahme von Bauteilen aufgefordert haben soll. Ein weiterer ehemaliger Apple-Mitarbeiter soll außerdem über einen mitgenommenen Computer Zugang zu vertraulichen Daten seines früheren Arbeitgebers gehabt haben.

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Apple vermutet hinter solchen und weiteren Vorgängen eine konkrete Strategie, mit der OpenAI sich Zugang zu Firmengeheimnissen verschaffen möchte. Eine Reaktion auf die Klage steht bisher noch aus. Zu vermuten steht jedoch, dass die Gegenseite die Angelegenheit etwas anders einschätzen dürfte. Grundsätzlich ist die Abwerbung von Personal nichts Verbotenes und gerade im Tech-Segment weitgehend normal. Daten, Design-Muster und dergleichen mehr müssen aber natürlich bei der Firma bleiben, wo sie auch entwickelt wurden und welche die entsprechenden Patente in Händen hält.

Der Ausgang des Verfahrens ist vollkommen offen und aus der Ferne lässt sich auch nicht beurteilen, welche der beiden Parteien nun im Recht sein mag. Bei Anlegern kommt aber in jedem Fall das Signal an, dass die Beziehung zwischen Apple und OpenAI abkühlt. Wohl nicht ohne Grund haben Tim Cook und seine Vorstandskollegen in Cupertino sich für Google und Gemini als hauptsächlichen Partner für zukünftige KI-Anwendungen entschieden. OpenAI scheint derweil unzufrieden mit der bisherigen Partnerschaft zu sein und soll Gerüchten zufolge genau deshalb selbst über eine Klage gegen Apple mit dem Vorwurf des Vertragsbruch in Erwägung gezogen haben.

 

Apple wehrt sich

 

Apple verdient bis heute mit Abstand das meiste Geld mit iPhone-Verkäufen, auch wenn digitale Dienste stark gewachsen sind. Daran wird sich in absehbarer Zukunft vermutlich nicht allzu viel ändern. Drängen die KI-Konzerne nun in den Hardware-Bereich, ist das daher ein direkter Angriff auf das Kern-Geschäftsmodell von Apple. Daher ist es nur verständlich, dass der Konzern sich genau dagegen zu wehren versucht.

Gegen die grundsätzliche Entwicklung von KI-Hardware kann Apple freilich nichts tun. Dass eigene Technologie und Designs dafür verwendet werden, muss jedoch nicht einfach hingenommen werden. Ob eine Klage der richtige Weg sein mag, sei dahingestellt. Die Reaktionen im Netz lassen allerdings vermuten, dass die meisten Nutzer eher auf der Seite von Apple stehen und mit der Klage sogar Sympathiepunkte gesammelt werden können. Die Anleger bleiben bisher entspannt und die Apple-Aktie hielt sich in der vergangenen Wochen auch in einem unfreundlichen Marktumfeld auf hohem Niveau.

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13.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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