Ericsson schrumpft weiter, Drägerwerk verdreifacht Gewinn und Traton konkretisiert Q2 - BÖRSE TO GO
Ericsson kommt auf keinen grünen Zweig - Kontraktion im 2. Quartal auf allen Ebenen
Ericsson kommt nicht aus der Kontraktion heraus. Auch im 2. Quartal blieb die Gewinn- und Verlustrechnung im Rückwärtsgang. Drägerwerk verdreifachte seinen operativen Gewinn im 1. Halbjahr. Eine Margenausweitung und ein Einmaleffekt sind die wichtigsten Katalysatoren. Traton konkretisiert das 2. Quartal. Dank eines Einmaleffekts aus Zollforderungen in den USA stieg das operative Ergebnis deutlich.
Die Stimmung in Asien hellt sich am Dienstagmorgen auf. Alle Benchmarks in der Region können im Verlauf der Sitzung steigen, wobei der Nikkei 225 Index zeitweise mehr als 0,45 % höher gehandelt wird und der KOSPI mehr als 0,50 %. Der Terminmarkt ist jedoch noch skeptisch. Der DAX-Future (September) wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse -0,54 % bei 25.063,00 Punkten gesehen.
Die Börse Frankfurt ignorierte zum Wochenauftakt das Wiederaufflammen des Krieges im Iran und den Verkaufsdruck im südkoreanischen Technologiesektor. Alle deutschen Benchmarks konnten sich verbessern, wobei der SDAX die Führung übernahm und 0,87 % höher bei 18.286,12 Punkten schloss. Größter Gewinner des Tages waren die Aktien von SMA Solar Technology (DE000A0DJ6J9), die um 5,54 % auf 57,15 Euro sprangen. Der TecDAX folgte dicht auf mit einem Gewinn von 0,82 % auf 3.870,03 Punkte, während der MDAX (+0,20 %) und der DAX (+0,19 %) die Schlusslichter am Montag bildeten.
Genau die gegenteilige Entwicklung zeigte New York am Montag. Hier sanken alle Benchmarks und wurden dabei vom Nasdaq 100 Index tiefer geführt, der um -1,88 % auf 29.264,10 Punkte rutschte. Der größte Verlierer im Technologieindex war Applovin (US03831W1080), deren Kurs um -12,65 % auf 442,85 US-Dollar fiel. Auch der S&P 500 Index verlor, aber die Verluste konnten hier auf -0,79 % begrenzt werden und der Dow Jones Industrial Average gab nur um -0,26 % auf 52.498,64 Punkte nach.
Ericsson: Weiter in der Kontraktion
Die Schweden kommen auf keinen grünen Zweig. Die heutigen Zahlen von Ericsson (SE0000108656) signalisieren, dass der Zulieferer für die Mobilfunkbranche anhaltend unter Druck steht und weiterhin keinen Weg findet, um neues Wachstum zu generieren. Der Umsatz schrumpfte im 2. Quartal um -6 % auf 52,7 Mrd. Schweden Kronen (SEK) (ca. 4,77 Mrd. Euro), im Wesentlichen aufgrund geringerer Umsätze aus Lizenzen. Diese Kontraktion weitet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus, je näher man zum Saldo kommt. Auf „bereinigter“ Basis konnte man ein EBITA (ohne D) von 6,88 Mrd. SEK vorlegen, was marginal über dem Konsens (6,82 Mrd. SEK) liegt, was aber den Aktien nicht hilft. Der Gewinn nach Steuern schrumpfte um -12 % auf 4,1 Mrd. SEK und der freie Cashflow vor M&A brach um -0,85 % von 2,6 Mrd. SEK auf nur noch 0,4 Mrd. SEK ein.
Drägerwerk verdreifacht operativen Gewinn
Die vorläufigen Halbjahreszahlen von Dräger (DE0005550636) sind ausgesprochen positiv ausgefallen. Man konnte den Umsatz währungsbereinigt um 7,7 % auf 1,60 Mrd. Euro steigern, wobei beide Segmente (Medizin- und Sicherheitstechnik) zulegen konnten. Sehr stark entwickelte sich das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit einer Verdreifachung von 20,4 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro. Hierin war allerdings ein Einmaleffekt in Höhe von 7,8 Mio. Euro enthalten. Enttäuschend fiel hingegen der Auftragseingang aus, der währungsbereinigt nur um 1,8 % auf 1,75 Mrd. Euro verbessert werden konnte, da die Medizintechnik einen Rückgang um -5,4 % erlebte. Dieses Problem vertiefte sich im 2. Quartal zudem. Für das Gesamtjahr prognostiziert die Geschäftsführung nun einen währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes um 2,0 % bis 6,0 %. Dank der gestiegenen Margen und der erhaltenen Zollrückzahlungen wird die Prognosespanne für die EBIT-Marge von bisher 5,0 % bis 7,5 % auf 5,5 % bis 7,5 % leicht am unteren Ende angehoben.
Traton konkretisiert 2. Quartal
Bereits in der vergangenen Woche hatte Traton (DE000TRAT0N7) die Absatzzahlen für das Juni-Quartal (+4 %) offengelegt. Nach Börsenschluss am Montag gab das Unternehmen nun noch zusätzlich eine Eingruppierung des operativen Ergebnisses bekannt, das im 2. Quartal 957 Mio. Euro (Konsens: 763 Mio. Euro) erreichte. Eine deutliche Verbesserung zum 1. Quartal, als Traton auf ein operatives Ergebnis von 582 Mio. Euro kam. Allerdings ist der jüngste Abschluss durch einmalige Zollforderungen bei der International Motors verzerrt. Traton ging nicht auf die Höhe des Einmaleffektes ein, betonte aber, dass die Forderung zwar entstanden ist, aber kein entsprechender Cashflow geflossen ist. Das sieht man auch deutlich im operativen Cashflow, der bei -18 Mio. Euro (Konsens: +283 Mio. Euro) lag nach -250 Mio. Euro im 1. Quartal.
Tagestermine
Die Börse wartet heute mit großer Spannung auf die amerikanischen Inflationszahlen für den Monat Juni, die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung anstehen. Die Prognose der Ökonomen ist, dass sich der Anstieg der Preisteuerung von 4,2 % auf 3,8 % reduziert hat und im Vergleich zum Mai um -0,1 % gesunken ist. Die Kernrate wird allerdings unverändert hoch bei 2,9 % gesehen und hier soll sich im Vergleich zum Mai ein Anstieg um 0,2 % ergeben haben.
Applovin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Applovin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Applovin-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Applovin - hier weiterlesen...
14.07.2026 - Mikey Fritz

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)





13.02.2026
10.02.2026
10.02.2026
15.01.2026