Die Allianz schreibt Rekordgewinne, die Deutsche Telekom profitiert weiter von der US-Tochter T-Mobile und Freenet enttäuscht mit schwachen Gewinnen – BÖRSE TO GO
Die Berichtssaison bringt weiterhin Überraschungen mit sich
Die Stimmung an den Märkten bleibt weiterhin etwas angespannt. Trotz hervorragender Zahlen von Nvidia wollen dezente Zweifel an der KI-Story nicht recht verschwinden und bei CoreWeave begegneten die Anleger einer veritablen Kostenexplosion mit sichtlichen Zweifeln. Darüber hinaus bleibt auch die Geopolitik im Fokus mit weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie dem Konflikt in der Ukraine.
Angesichts der noch immer herrschenden Unsicherheiten zeigte der DAX sich am Donnerstag recht widerstandsfähig und ging mit einem leichten Plus aus dem Handel. Die positive Tendenz wollte sich kurz nach Handelsbeginn am Freitag zwar noch nicht fortsetzen. Immerhin hält der Index sich aber wieder recht stabil über der wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels standen 25.260 Punkte auf dem Ticker.
Auch beim Dow Jones reichte es gestern nur für ein Mini-Plus von ganzen 0,03 Prozent und der Punktestand blieb mit 49.499 Zählern unterhalb der Marke von 50.000. Belastend wirken weiterhin Zollunsicherheiten, nachdem der Oberste Gerichtshof Trumps Zölle weitgehend für illegal erklärte. Sorgen um einen Konflikt mit dem Iran sind ebenfalls ein Thema und KI-Sorgen wollen trotz guter Zahlen von Nvidia nicht einfach verschwinden. Der Nasdaq 100 gab um 0,7 Prozent auf 25.150 Punkte nach.
Die Schwäche im Tech-Bereich macht sich auch in Asien ein wenig bemerkbar, wird dort aber offenbar etwas entspannter verfolgt. Das lässt sich unter anderem am japanischen Nikkei ablesen, der trotz Seitwärtsbewegung in den letzten Tagen auf den größten Monatsgewinn seit vier Monaten zusteuert. Seit Jahresbeginn ging es hier um 13,5 Prozent aufwärts. Bemerkbar machen sich dabei noch immer Hoffnungen darauf, dass die noch recht frische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi für positive Impulse sorgen kann.
Die Allianz schreibt munter Rekorde
Hierzulande richten sich die Blicke momentan auf die laufende Berichtssaison, die sowohl positive als auch eher enttäuschende Neuigkeiten mit sich bringt. Klar auf der Seite der Sieger landet die Allianz (DE0008404005), welche für das vergangenen Jahr Rekordgewinne vermelden konnte. Dadurch bedingt soll die Dividende um elf Prozent ansteigen und ganz nebenbei kündigte der Versicherer das bisher größte Aktienrückkaufprogramm seiner Unternehmensgeschichte an. Der Aktie verhilft dies zu weiterem Rückenwind, wenn auch in einem letztlich eher überschaubaren Tempo. Sehen lassen kann sich ein Kurs von 383 Euro am Freitagmorgen aber allemal und der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 396 Euro fällt noch überschaubar aus.
T-Mobile bleibt die Vorzeigetochter der Telekom
Die Deutsche Telekom (DE0005557508) profitiert derweil weiter von hervorragenden Entwicklungen bei der US-Tochter T-Mobile. Jene konnte ihren Umsatz im letzten Jahr um weitere 4,1 Prozent steigern und den operativen Gewinn um sieben Prozent verbessern. Die Konkurrenz sieht da nur noch die Rücklichter. Die Deutsche Telekom denkt nun darüber nach, ihre Anteile an der schwer erfolgreichen Tochter zu erhöhen. Aktuell hält man ungefähr 53 Prozent an T-Mobile US. Auf dem Heimatmarkt tut man sich hingegen eher schwer, was einem Höhenflug der eigenen Aktie immer mehr im Weg zu stehen scheint.
Freenet sorgt für Ernüchterung
Weniger erfolgreich lief es bei Freenet (DE000A0Z2ZZ5), wo der Preiskampf im Mobilfunk tiefe Spuren hinterließ und leider keine internationale Tochter für einen Ausgleich sorgte. Gemeldet wurden um 1,5 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro geschrumpfte Erlöse. Der operative Gewinn lag mit 515,4 Millionen Euro unterhalb des Werts aus dem Vorjahr. Analysten zeigten sich davon enttäuscht und auch die Anleger waren sichtlich unzufrieden. Die Freenet-Aktie brach am Donnerstag um rund 13 Prozent ein, ehe sie am Freitagmorgen an einer kleinen Erholung bastelte. Letztere konnte die Verluste des Vortages allerdings bislang nicht ausgleichen.
Tagestermine
Die Blicke dürften sich heute nach Japan richten, wo frische Daten zum Verbraucherpreisindex anstehen. Damit wird auch ein Stück weit ein Benchmark für die Regierung geliefert, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, galoppierende Lebensmittelpreise einzudämmen. Derweil geht die Berichtssaison weiter, unter anderem mit Ergebnissen von BASF, TKMS und Swiss Re. Langeweile dürfte da weiterhin nicht aufkommen.
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27.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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