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Update Strategiedepot Aktien Spekulativ

Update zum Strategiedepot Aktien Spekulativ 08.12.2019

 

Die abgelaufene Handelswoche war an den globalen Aktienmärkten im Zuge erneuter Belastungen der US-chinesischen Handelgespräche (Grund: USA-Unterstützung der Hongkonger Protestdemonstrationen gegen die dortige chinafreundliche Regierung) wie auch aufgrund neuer Strafzoll-Ankündigungen der USA gegen Frankreich (geplante Einführung einer Digitalsteuer in Frankreich) wiederum von einem leichten Abgabedruck gekennzeichnet.

Trotz dieses moderat negativen Umfelds konnte das Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV im Wochenverlauf um + 0,6 % zulegen. Die Performance seit Depotauflegung am 26.02.2019 beläuft sich somit nun aktuell auf + 9,1 % (alle Angaben jeweils auf EURO-Basis).

Größere Kursverluste verzeichneten im Wochenverlauf lediglich die Positionen der österreichischen IMMOFINANZ AG (AT0000A21KS2; - 3,9 %) und des US-amerikanischen Spezialisten für Software- und Elektronik- Design- und Testungsverfahren, KEYSIGHT TECHNOLOGIES (US49338L1035; - 3,6 %)

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Die Immofinanz AG legte zuletzt zwar hervorragende 9 Monats-Zahlen vor. So konnte bei einem Anstieg der Mieteinnahmen um 16 % der Reingewinn vor Steuern (FFO) gleich um 50 % ausgebaut werden. Anhaltend belastend wirkte jedoch die am 26.11. bekanntgegebene Absage der geplanten Fusion mit dem größten österreichischen Immobilienverwaltungs-Konkurrenten S IMMO. Grund des Scheiterns war die nicht zustande gekommene Einigung über das Aktienumtausch-Verhältnis beider Konzerne. Da aktuell bereits wechselseitige Beteiligungen beider Konzerne bestehen (Immofinanz: 29 % an S IMMO; S IMMO: 12 % an Immofinanz) ist nach der Fusionsabsage strategisch derzeit offen, wie beide Gesellschaften künftig mit ihren jeweiligen Anteilen zu verfahren gedenken. Wir beobachten diese Entwicklung weiter, behalten allerdings unseren relativ eng bei 22,90 EUR gesetzten Stop-Kurs für die Immofinanz-Aktie bei.

Der aktuell in einer extremen Wachstumsphase befindliche Softwaredesign- und -testungsspezialist Keysight Technologies überzeugte mit glänzenden Ergebniszahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr 2018/19 (per 30.09.), als bei einem 10 %-igen Umsatzanstieg der Nettogewinn sogar vervierfacht werden konnte. Wir halten die letztwöchige Kurskorrektur daher aktuell lediglich für eine temporäre technische Konsolidierung und behalten die Position weiter mit einem Stop Loss bei 88,40 USD bei.

Die weit überwiegende und performancemäßig stärkere Liste der Depotgewinner wurde in der letzten Woche von MTU (DE000A0D9PT0; + 6,3 %) und STRÖER (DE0007493991; + 4,4 %) angeführt.

MTU, deren Vorstand bereits vor 2 Wochen einen sehr zuversichtlichen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 abgegben hatte, profitierte in besonderem Maße von einer Einigung mit der weit größeren französischen SAFRAN (FR0000073272) über eine künftige Kampfjet-Triebwerksproduktion „auf Augenhöhe“, wozu in 2021 auch extra ein deutsch-französisches Joint Venture-Unternehmen gegründet werden soll. Dies hatten wir bereits am 06.12. ausführlich kommentiert und knüpft damit auch nahtlos an unser „Börsenduell MTU/SAFRAN“ vom 10.11. am, in dem wir explizit auf das zunehmende und strategisch sehr begrüßenswerte, perspektivische Zusammenrücken beider in Teilbereichen sehr ähnlich agierenden Gesellschaften hingewiesen hatten.

Die Aktie des führenden deutschen Plakatwerbungs-Spezialisten Ströer wurde vor allem durch eine bestätigende Kaufanalyse von JP Morgan mit einem Kursziel von 106 Euro begünstigt, was das Analysehaus vor allem mit der hochgradigen Managementqualität des Unternehmens sowie der in Vorbereitung befindlichen, wegweisenden Kooperation von Ströer in der künftigen umfassenden Nutzung von Google's weltführender digitaler Werbungsplattform begründete. Auf das gerade hierin liegende, zusätzliche hohe perspektivische Gewinnpotenzial von Ströer hatten wie ebenfalls bereits in unserer Analyse vom 15.11. hingewiesen.

 

09.12.2019 - Matthias Reiner - mr@ntg24.de