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Trump will 66 % mehr für Rüstung, Klagewelle gegen Strafzölle rollt und Implenia gewinnt Großauftrag - BÖRSE TO GO

Trump will den Verteidungsetat massiv um 66 % bis 2027 ausweiten

NTG24 - Trump will 66 % mehr für Rüstung, Klagewelle gegen Strafzölle rollt und Implenia gewinnt Großauftrag - BÖRSE TO GO

 

Trump will 66 % mehr Geld für Rüstung. Der amerikanische Rüstungsetat soll ab 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar ausgeweitet werden. Derweil rollt eine Klagewelle gegen die Strafzölle der US-Regierung. Mehr als 900 Unternehmen verlangen in den USA die Rückzahlung der geleisteten Strafzölle. Implenia sichert sich einen Großauftrag in der Schweiz. Die Bahnstrecke Zürich - Winterthur soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIn Asien dominieren am Donnerstag die Verluste. Nahezu alle Benchmarks in der Region geben heute früh ab. Der Nikkei 225 Index schloss -1,59 % tiefer bei 51.136,00 Punkten und der Hang Seng Index wird zwischenzeitlich mehr als -1,2 % tiefer gesehen. Der KOSPI konnte den Vortagesschlusskurs halten und beendete den Handel bei 4.552,37 Punkten (+0,03 %). Der Terminmarkt ist jedoch rot gefärbt vor Eröffnung des europäischen Handels. Der DAX-Future (März) wird bei 25.219,30 Punkten (-0,06 %) gehandelt.

Frankfurt verzeichnete am Mittwoch einen weiteren starken Tag. Ganz vorne mit dabei war erneut die zweite Reihe vertreten durch den SDAX, der um 1,58 % auf 18.002,30 Punkte sprang. Der größte Gewinner war dabei der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB (DE0006292030). Die Aktien erreichten einen Schlusskurs von 1.025,00 Euro (+5,67 %). Der MDAX steigerte sich ebenfalls deutlich um 1,24 % auf 32.064,64 Punkte, dicht gefolgt vom TecDAX, der um 1,18 % auf 3.795,71 Punkte stieg. Der DAX bildete das Schlusslicht mit einem Tagesgewinn von 0,92 %, konnte aber erstmals über der Marke von 25.000 Punkten schließen. 

Die Wall Street gab hingegen im Verlauf der Sitzung ab. Allen voran fiel der Dow Jones Industrial Average Index um -0,94 % auf 48.996,08 Punkte. Die größten Verluste zog dabei Caterpillar (US1491231015) auf sich, die um -4,26 % auf 596,52 US-Dollar abgaben. Auch der S&P 500 Index gab ab und sank um -0,34 % auf 6.920,93 Punkte, während der Nasdaq 100 Index in der Nähe des Schlusskurses vom Dienstag bei 25.653,90 Punkten (+0,06 %) schloss. 

 

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Trump will 66 % mehr für Rüstung

 

Die Trump Administration hat in der Nacht neue Forderungen an den Kongress gestellt. Die Ausgaben für den Verteidigungshaushalt sollen dramatisch erhöht werden. Konkret um 66 % von den heutigen 901 Mrd. US-Dollar pro Jahr auf 1,5 Billionen US-Dollar. Dieser Anstieg soll bereits für das kommende Jahr beschlossen werden. Das heutige Budget für die Verteidigung der USA ist bereits das mit Abstand größte der Welt. Eine Ausweitung um zwei Drittel würde den Haushalt erheblich belasten, was jedoch in Kauf genommen würde, wenn es um höhere Ziele geht. Im gleichen Atemzug stellte das Weiße Haus auch die Forderung auf, dass amerikanische Rüstungsunternehmen keine Aktienrückkäufe und Dividendenauszahlungen vornehmen dürfen, wenn sie nicht bereit sind, erheblich in die Vorfinanzierung von neuen Fabriken und Produktionskapazitäten zu gehen. Präsident Trump attackiert hier insbesondere Raytheon (US75513E1010) und drohte dem Rüstungskonzern mit einem Ausschluss von neuen Verträgen mit dem Kriegsministerium, wenn man sich in Zukunft nicht stärker für die Verteidigung des Landes engagiere. 

 

 

Klagewelle gegen Strafzölle rollt

 

In den USA hat sich eine regelrechte Klagewelle gegen die Strafzölle der Trump Administration aufgebaut. Die juristische Rechtfertigung für die Strafzölle gegenüber ausländischen Unternehmen wurde auf einem Notfallgesetz aus dem Jahr 1977 aufgebaut. Ein Schritt, der sich zunächst einmal für die US-Regierung gelohnt hat, die bis Mitte Dezember rund 133 Mrd. US-Dollar aus den neuen Strafzöllen einnehmen konnte. Geld, das aus den Kassen von tausenden Unternehmen stammt. Seit November haben nun inzwischen mehr als 900 Unternehmen in den USA geklagt, um diese Strafzölle zurückzubekommen. Die Erwartung ist, dass der Supreme Court in diesem Jahr über die Rechtmäßigkeit der Strafzölle entscheiden wird. Unklar ist jedoch, wann genau eine Entscheidung kommen wird, denn der Oberste Gerichtshof gibt dazu nie im Vorfeld eine Auskunft. Doch die juristischen Streitigkeiten wären nicht beendet, selbst wenn der Supreme Court das Notfallgesetz als unzulässige Gesetzesgrundlage einstuft, denn man würde mit hoher Wahrscheinlichkeit an die jeweiligen Gerichte zurückverweisen, um über die Höhe der Rückzahlungen zu entscheiden. 

 

Großauftrag für Implenia 

 

In der Schweiz hat Implenia (CH0023868554) sich zusammen mit Marti einen Großauftrag der SBB über 1,7 Mrd. Franken gesichert. Etwa die Hälfte des Auftragsvolumens entfällt auf Implenia. Im Kern geht es um den Ausbau der Schienenverbindung zwischen Zürich und Winterthur. Das Projekt MehrSpur fokussiert sich dabei auf Engpässe zwischen den beiden Städten, die Erweiterung und den Umbau mehrerer Bahnhöfe wie Winterthur Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen. Der anspruchsvollste Teil ist die Ausweitung der Kapazitäten im 8,3 km langen Brüttenertunnel zwischen Dietlikon und Winterthur. Das Projekt sieht einen Doppelspurausbau für beide Fahrtrichtungen, die mit Einspurtunneln erreicht werden sollen. Die Tunnelbohrungen sollen ab 2029 beginnen. 

 

Tagestermine

 

Überraschend starke Zahlen aus Deutschland. Der Auftragseingang in der Industrie kletterte im November um 5,6 % im Vergleich zum Oktober. Das Wachstum im Vormonat wurde zudem von 1,5 % auf 1,6 % nach oben revidiert. Die Ökonomen hatten hingegen im November mit einer Kontraktion des Niveaus der Auftragseingänge um -0,9 % gerechnet. 

 

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08.01.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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