als .pdf Datei herunterladen

Rheinmetall, Leonardo – Wo geht es mit den Rüstungswerten noch hin?

Münchener Sicherheitskonferenz plant umfassende Investitionen in die europäische Rüstung

NTG24 - Rheinmetall, Leonardo – Wo geht es mit den Rüstungswerten noch hin?

 

Münchener Sicherheitskonferenz sorgt für Euphorie bei den Rüstungswerten. Selbst bei einem baldigen Frieden im Ukraine-Krieg könnten diese Rüstungstitel weiter profitieren.

Die geopolitische Lage ist global weiterhin angespannt. Größter Fokus liegt dabei auf Verteidigungsbereitschaft von Europa gegen die drohende Gefahr aus dem Osten. Gerade durch die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, die Ukraine weder finanziell noch materiell weiter unterstützen zu wollen, war auf der Sicherheitskonferenz in München dieses Jahr das Hauptaugenmerk auf den zukünftigen Kurs der Europäischen Union gelegt. Während die USA höhere Investitionen der Natostaaten in die Rüstungsausgaben fordert, legt auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula van der Leyen in ihrer Rede den Fokus auf die Eigenständigkeit von Europa.

Anzeige:

Banner Zürcher Börsenbriefe

 

Die Sicherheitskonferenz hat auch bereits durch die Eröffnungsrede von van der Leyen die Aktienmärkte bewegen können. Denn die sicheren Profiteure sind die internationalen Rüstungskonzerne. Während die Verteidigungsausgaben der Nato-Mitgliedstaaten in diesem Jahr bei rund 1,2 Billionen US-Dollar liegen sollen diese bis 2026 auf 1,8 Billionen US-Dollar gesteigert werden. Um dies auch zu gewährleisten, kündigte van der Leyen an, dass sie zur Debatte stellen möchte, den sogenannten Stabilitätspakt der EU-Staaten auszusetzen. Der Stabilitätspakt beschränkt dabei das jährliche Haushaltsdefizit der EU-Staaten. Die Idee hinter dieser umstrittenen Debatte ist die einfache Gleichung, dass mehr Schulden proportional zu mehr Sicherheit stehen.

Die Kritiker könnten allerdings aufgrund der drohenden Gefahr aus Richtung Westen, dann doch noch einknicken. Denn die Beziehung USA-Europa ist bereits wenige Woche nach Amtsantritt von Donald Trump nicht mehr so harmonisch wie sie noch unter den Vorgänger Joe Biden war. Trump fordert von der EU endlich mehr Initiative bei der eigenen Verteidigung zu ergreifen und sich nicht auf den großen Freund aus dem Westen zu verlassen. Sollten seine konkreten Investitionsziele nicht eingehalten werden, droht Trump mit Abschottung und weiteren Strafzöllen.

Zu den Profiteuren dieser Pläne dürften vor allem internationale Konzerne wie Rheinmetall (DE0007030009) gelten. Rheinmetall hat sich als Primus im Bereich Munition und gepanzerte Fahrzeuge auch international positionieren können und überzeugte in den letzten Jahren mit einem starken Umsatzwachstum. Dieses wurde nur dadurch gebremst, dass man nicht schneller die verfügbaren Produktionskapazitäten ausbauen konnte. Dies sollte sich spätestens 2026 ändern, denn in den letzten beiden Jahren hat Rheinmetall mit dem Bau zahlreicher neuer Fabriken in Deutschland und auch anderen Teilen Europas begonnen.

Ein weiteres bekanntes Unternehmen ist der italienische Rüstungskonzern Leonardo (US52661A1088). Das Unternehmen hat sich auf den Bereich Luftfahrt und auf die Entwicklung von Kommunikationstechnologien fokussiert. Dabei ist das Unternehmen auch einer der weltweit führenden Hersteller von privaten und militärischen Hubschraubern.

Die Aktienkurse beider Unternehmen sind seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine in die Höhe geschossen. Der Aktienkurs von Rheinmetall kann eine Performance von rund +850 % vorweisen, während sich die Aktie von Leonardo immerhin um das fünffache verteuerte. Bei beiden Unternehmen sind hohe Erwartungen in die Aktienkurse aktuell eingepreist, doch die Auftragsbücher sind über die nächsten Jahre prall gefüllt und die Regierungsaufträge stehen für sicheren Cashflow, daher ist auch das Verlustrisiko bei beiden Unternehmen aus langfristiger Sicht eher gering.

Anzeige:

Banner Zürcher Goldbrief

 

Rheinmetall AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Rheinmetall AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Rheinmetall AG - hier weiterlesen...

 

25.02.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)