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Nikola Motors, NIO und Tesla – Kommt nach der Korrektur nun endlich die Erholung?

NIO veröffentlicht erste Expansionspläne und Nikola erhält Großauftrag

 

Nikola Motors (US6541101050), ein Hersteller von brennstoffzellenangetriebenen Fahrzeugen, konnte am heutigen Tag die Börsianer mit einer brisanten Meldung überzeugen. Nikola konnte einen Großauftrag über die Bestellung von 100 Sattelschleppern verkünden. Empfänger der Fahrzeuge ist die kalifornische Lkw-Transport-Gesellschaft Total Transportation. Die Sattelschlepper sollen einen Teil dazu beitragen, die Emissionen des Logistikbetriebes im Hafen von LA stark zu reduzieren.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings, denn Total Transportation bindet den Vertrag an das Erhalten einer millionenschweren Subvention der US-Regierung.

Um 15.30 Uhr gab das in Kalifornien beheimatete Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene erste Quartal 2021 bekannt. Diese waren wenig überraschend hundsmiserabel. Der Nettoverlust lag bei 0,31 US-Dollar pro Aktie und der Umsatz konnte erneut nicht gesteigert werden. Genauer gesagt existiert immer noch kein Umsatz, da das Unternehmen faktisch kein einziges Fahrzeug ausgeliefert hatte. Ende 2021 will Nikola allerdings mit der Auslieferung vom Truck Tre beginnen. Der Truck One und auch der Truck Two existieren nur als Prototypen und wurden lediglich für den Dreh einiger Werbevideos verwendet. Trotz der miserablen Zahlen gewann der Kurs von Nikola 11,8 % im heutigen Handel dazu, sodass die Aktie zur Zeit bei 9,44 € pro Anteil notiert. Der Kurs hat mittlerweile 85 % von dem Emissionskurs des im Juni 2020 per SPAC an die Börse gegangenen Unternehmens verloren.

 

 

Die Betrugs- und Manipulationsvorwürfe von Hindenburg Research konnten immer noch nicht entkräftet werden und ob der Auftrag von 100 Sattelschleppern, zumal an unsichere Bedingungen gebunden, ein Zeichen für eine Kurserholung ist, bleibt abzuwarten und ist doch sehr unwahrscheinlich. Eine Unternehmensbewertung von 3,297 Milliarden US-Dollar bei keinem erwähnenswerten Umsatz und das heutige Kursplus ist völlig irrational und Aktionäre sollten das Gebot der Skepsis wahren.

 

NIO treibt Expansion weiter voran

 

Der chinesische Hersteller von E-Autos bietet mittlerweile nicht nur ein Auto zum Kauf an. Vielmehr wirbt NIO (US62914V1061) mit einem Lifestylepaket. Zu der Produktpalette gehören unter anderem Kredite, Lebensmittel, Kleidung und seit neusten sogar eine App speziell für die Vernetzung der Kunden untereinander. In China ist das Unternehmen mittlerweile sehr beliebt und konnte im ersten Quartal das insgesamt 100.000 Auto ausliefern. Ein Meilenstein, zu dem sogar der Tesla-Gründer (US88160R1014) Elon Musk per Twitter gratulierte. Auch wenn im ersten Quartal erneut ein Nettoverlust von 68,8 Millionen US-Dollar Bestehen bleibt, konnte der Umsatz um 482 % auf 1,22 Milliarden US-Dollar gesteigert werden.

Ab Semester 2021 will das Unternehmen ihr SUV-Modell in Norwegen ausliefern und damit den nächsten Schritt wagen. Norwegen ist damit das erste Land außerhalb Chinas, in dem NIO ein Fahrzeug zum Verkauf anbietet. Das skandinavische Land ist aus strategischer Sicht die beste Wahl, um einen Einstieg in den europäischen Markt zu wagen. So wurden bereits im Jahr 2020 mehr Elektrofahrzeuge als Verbrenner in Norwegen zu gelassen. Der Kurs von NIO schloss heute um 1 % fester bei 30,52 € pro Anteil.

 

07.05.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 









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