Aus für die F126 Fregatte - Rheinmetall von Berlin düpiert
Deutsches Verteidigungsministerium fällt Rheinmetall in den Rücken
Kompetenz ist Mangelware in Berlin. Die Bundesregierung zerstört ohne Not ihre Beziehungen zur eigenen Rüstungsindustrie. Gerade zu dem Zeitpunkt, wo man sich am nächsten sein sollte, fällt das Verteidigungsministerium Rheinmetall in den Rücken.
Die Reputation Berlins ist ruiniert. Mit einer fadenscheinigen Begründung kippt das Verteidigungsministerium die Beschaffung der sechs Fregatten F126. Zu teuer, lautet es aus der Hauptstadt. Man wird das Projekt nicht fortführen, für das die niederländische Damen Naval 2020 als Generalunternehmer beauftragt wurde. Doch warum trifft die Absage dann Rheinmetall (DE0007030009) so stark?
Die Fregatten sollten ausschliesslich in deutschen Werften gebaut werden. Die erste F126 Fregatte sollte 2028 an die Marine übergeben werden. Wie bei Staatsaufträgen üblich, bekam jeder etwas vom Kuchen ab. Das Hinterschiff und die Vorausrüstung übernahm die Peene Werft in Wolgast, wo man bereits seit Dezember 2023 baut. Für das Vorschiff und die Zusammenführung der beiden Teile ist die German Naval Yards in Kiel zuständig. Blohm + Voss in Hamburg wiederum ist für die Endausrüstung und die Tests zuständig. Rheinmetalls Anteil? Man hat Ende März 2026 die NVL Group, die den Auftrag in Wolgast und Hamburg umsetzt, extra aufgekauft und soll 1,5 Mrd. Euro bezahlt haben, um sich stärker zu diversifizieren und auch in der Marine ein Schwergewicht zu werden. Der F126 Auftrag war der ausschlaggebende Grund für die Akquisition von NVL (Naval Vessels Lürssen).
Deutsches Verteidigungsministerium fällt Rheinmetall in den Rücken
Das Verteidigungsministerium versteckt sich hinter Rechtfertigungen. Man werde als Ersatzprojekt vier MEKO A-200 Fregatten in Auftrag geben, wovon TKMS (DE000TKMS001) (Thyssenkrupp Marine Systems) profitieren würde. Die Fregatten würden nur ein Drittel kosten und dem Anspruch genügen, den die NATO angeblich gegenüber Deutschland habe. Doch die MEKO A-200 spielt nicht im selben Stadium wie die F126. Nicht einmal in derselben Liga. Die MEKO A-200 ist eine auf U-Boot-Jagd im Nordatlantik spezialisierte kleine Fregatte mit einer Länge von 121 Metern und einer Verdrängung von etwa 4.000 Tonnen.
Die F126 wäre das grösste Kampfschiff der deutschen Marine seit dem 2. Weltkrieg geworden. Mit einer Verdrängung von rund 10.000 Tonnen und einer Länge von 166 Metern ist sie als Mehrzweckkampfschiff für den weltweiten Einsatz konzipiert worden. Flexibel, modular aufgebaut und geeignet für weltraumgestützte Seekriegsführung. Ein völlig neues Konzept, das in der Entwicklung nicht ohne Probleme ist, was die Kosten in die Höhe trieb und mehr Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich geplant. Zwei Defizite, die jedoch bei nahezu jedem militärischen Projekt zu finden sind und mit denen das Verteidigungsministerium umgehen kann und muss. Oder anders gesagt: Die Bundesregierung hat schlicht und einfach entschieden, dass an der Verteidigung gespart werden muss. Ein schwerer strategischer Fehler.
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25.06.2026 - Mikey Fritz

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