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Die Porsche AG leidet unter einem weiteren Gewinneinbruch, doch die Aktionäre zeigen sich davon weitgehend unbeeindruckt

Porsche gibt im Rahmen der Erwartungen nach

NTG24 - Die Porsche AG leidet unter einem weiteren Gewinneinbruch, doch die Aktionäre zeigen sich davon weitgehend unbeeindruckt

 

Die Märkte hatten an die Porsche AG zuletzt keine allzu großen Erwartungen. Das Unternehmen leidet schwer unter der allgemeinen Krise im Segment, aber auch an mancher eigener Fehlentscheidung aus der Vergangenheit. Für die Zukunft hat man sich jedoch einiges vorgenommen und zumindest Licht am Ende des Tunnels scheint langsam sichtbar zu werden.

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Im ersten Quartal mussten zunächst weitere Rückgänge verkraftet werden. Mit den Umsätzen der Porsche AG (ISINDE000PAG9113) ging es um 5,2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis brach um 22 Prozent auf nur noch 595 Millionen Euro ein. Davon blieb ein Nettogewinn in Höhe von 391 Millionen Euro, rund ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Hauptverantwortlich für die mauen Ergebnisse sind schwache Absatzzahlen. Von Januar bis März konnte Porsche weltweit lediglich 60.991 Fahrzeuge an die Frau oder den Mann bringen. Das entspricht einem Minus von 15 Prozent. In den USA machen dem Unternehmen Zölle zu schaffen, während man in China bei Elektroautos keinen Anschluss findet. Der elektrische Taycan verkaufte sich dort laut „Handelsblatt“ nicht einmal 100 Mal. Porsche selbst führt die Absatzschwäche zudem auf das Produktionsende einiger Modell zurück.

 

 

 

Porsche AG: Erwartete Enttäuschung

 

Für den Moment bleibt die Lage bei Porsche also eher bitter, was auch die Angestellten zu spüren bekommen. Auf Boni werden sie verzichten müssen, nachdem Porsche jahrzehntelang als ein Unternehmen mit besonders hohen Bonuszahlungen galt. Doch trotz aller Rückschläge gab es auch den einen oder anderen Lichtblick zu sehen. So verbesserte sich der Netto-Cashflow im Auto-Segment von 198 auf 514 Millionen Euro. Unter dem Strich landete die Porsche AG mit ihren Ergebnissen im Rahmen der Erwartungen. Weitere Hiobsbotschaften blieben damit letztlich aus.

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Genau das stützt auch den Aktienkurs, der es sich oberhalb der 40-Euro-Marke bequem gemacht hat. In den Handel am Donnerstag startete die Aktie mit leichten Verlusten. Es reichte aber noch für einen Kurs von 40,54 Euro zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels. Das 52-Wochen-Tief bei 35,48 Euro halten die Anteilseigner auf Abstand. Das ist ein recht klares Indiz dafür, dass am Horizont auch wieder Chancen erkannt werden.

Gleichwohl bleibt noch viel zu tun, denn beim Börsengang vor nicht ganz vier Jahren wurde die Porsche-Aktie noch zu mehr als das Doppelte gehandelt. Porsche spricht beim Blick auf 2026 von einem Jahr der Neuausrichtung. Ausstehend ist nun noch der Beweis dafür, dass eben jene Neuausrichtung auch erfolgreich sein wird. In einem herausfordernden und schwierigen Marktumfeld ist das alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

 

Porsche auf Sparkurs

 

Bis es auf fundamentaler Ebene wieder runder läuft, übt sich die Porsche AG auch im Sparen. Letzte Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen sich von seinem Anteil an Bugatti trennt. Zudem soll ein Anteil von 20,6 Prozent an der Rimac Group unter den Hammer kommen. In den Büchern stehen die Beteiligungen mit einem Buchwert von 411 Millionen Euro. Für die Beratungstochter MHP ist ebenfalls ein Verkauf angedacht, doch eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht.

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Werbebanner EMH PM Trade Im eigenen Unternehmen sind derweil Gespräche zwischen dem Management und der Arbeitnehmerseite über ein mögliches neues Sparpaket offenbar wieder angelaufen. Ergebnisse werden erst nach der Vorstellung der nächsten Modellstrategie erwartet. Absehbar ist aber schon jetzt, dass Porsche sich eher auf einen Schrumpfkurs begeben wird, um damit die Rendite stärken zu können. In der Vergangenheit wurden regelmäßig zweistellige Umsatzrenditen erzielt. Im ersten Quartal waren es noch müde 7,1 Prozent. Für das laufende Jahr werden 5,5 bis 7,5 Prozent angepeilt, allerdings noch ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des Irankonflikts.

 

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30.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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