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Qatar Airways klagt gegen Airbus - Drohen nun erneut Verluste?

Qatar Airways reicht wegen hohem Oberflächenverschleiß Klage in London ein

NTG24 - Qatar Airways klagt gegen Airbus -  Drohen nun erneut Verluste?

 

Wichtiger Kunde Qatar Airways verklagt Airbus vor dem Londoner Gericht. Droht nun die Katastrophe?

Am Montagabend hat die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways Klage gegen den europäischen Flugzeugbauer Airbus (NL0000235190) bei der Abteilung für Technologie und Bauwesen am Londoner High Court eingereicht. Ein Unternehmenssprecher von Qatar Airways äußerte sich folgendermaßen zu der förmlichen Beschwerde: „Leider sind alle unsere Versuche gescheitert, mit Airbus eine konstruktive Lösung im Zusammenhang mit dem beschleunigten Oberflächenverschleiß der Airbus A350-Maschinen zu erreichen.“

Die beiden Parteien streiten bereits seit über einem Jahr über das Problem und sind bislang zu keiner Einigung gekommen. Qatar Airways nutzt die Rechtsbeschwerde, um ein schnelles Ende der Streitigkeiten herbeizuführen. Da der Streit sich schon seit Längerem zieht, war eine Klage bereits im Kurs von Airbus eingepreist. Die Aktie von Airbus gehörte mit einer Tagesperformance von 4,78 % zu den stärksten Werten im DAX und schloss bei 105,87 € pro Aktie.

Nach der Erholung zu Beginn des Jahres die sich bis in den Sommer zog geriet die Aktie zuletzt durch die Unsicherheiten im Zuge der Omikron-Variante stark unter Druck und verlor deutlich. YTD bleibt aber immerhin ein Plus von 15 % bestehen.

Qatar Airways ist einer der größten und damit wichtigsten Kunden von Airbus. Bereits 53 Maschinen der A350 Familie befinden sich im Besitz der Fluggesellschaft. Weitere 23 sollen innerhalb der nächsten 2 Jahre ausgeliefert werden. Seit Juni diesen Jahres hat Qatar Airways aufgrund des Rechtsstreits allerdings einen Abnahmestop verhängt.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie Probleme mit höheren Oberflächenverschleiß sind Airbus bereits seit Längerem bekannt, dennoch gibt es keine unmittelbare Notwendigkeit, die betroffenen Teile völlig auszutauschen. Diese Ansicht erlangte auch die EASA (europäische Flugsicherheitsbehörde) nach einer unabhängigen Prüfung zu Beginn des Jahres. Der Oberflächenverschleiß sei zwar je nach Einsatzort höher als erwartet, aber stellt kein Sicherheitsrisiko dar. Konkret geht es bei den betroffenen Teilen um das metallische Gewebe, das zwischen der Lackschicht und Rumpf befestigt ist, um vor Blitzschlägen zu schützen.

Einige Risse in der Lackschicht sind bereits mehreren Kunden aufgefallen und Airbus tauschte je nach Einzelfall die betroffenen Teile komplett aus oder erneuerte die Lackschicht. Dieses Verfahren scheint dem störrischen Qatar-Chef nicht auszureichen. Doch langfristig scheint Airbus keine juristische Gefahr zu drohen.

 

21.12.2021 - Felix Eisenhauer

Unterschrift - Felix Eisenhauer

 

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