Rheinmetall schreibt wieder Rekorde, BYD setzt auf Luxus, gute Neuigkeiten für Novo Nordisk und auch Oracle marschiert wieder gen Norden
Nach einem kleinen Durchhänger macht sich wieder Kauflaune an den Märkten breit
Der September gilt gemeinhin als schwacher Börsenmonat und tatsächlich starteten die Märkte auch mit teils deutlichen Abschlägen in den laufenden Monat. Doch die schlechte Stimmung scheint recht schnell wieder nachzulassen. Mancher Einzeltitel kann sogar schon wieder neue Rekorde ausweisen und die Zuversicht scheint zurückzukehren.
Für besonders gute Stimmung sorgte am Montag Rheinmetall (DE0007030009). Nach der Ankündigung über die geplante Übernahme von Naval Vessels Lürssen mutiert der Rüstungskonzern im Marinebereich zum Vollanbieter, so die Kartellbehörden das Ganze noch absegnen mögen. Daraus ergeben sich freilich allerlei neue Chancen, die an der Börse schon mal munter eingepreist werden. Da gleichzeitig auch die latenten Zweifel der letzten Wochen sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, schreibt die Aktie schon wieder Kursrekorde.
Dafür reichte am gestrigen Montag ein Kursplus von 2,8 Prozent, welches die Rheinmetall-Aktie bis auf 1.950 Euro katapultierte. Sämtliche Korrekturen der letzten Wochen sind damit ausgeglichen und im Chart steht ein sattes Plus von 223 Prozent seit Jahresbeginn. Unverändert blickt Rheinmetall einer sehr sonnigen Zukunft entgegen, denn der Hunger nach militärischem Gerät in Europa dürfte so schnell kaum zu stillen sein. Daher bleibt auch jetzt noch genügend Aufwärtspotenzial. Allerdings zeigte sich zuletzt auch, dass die Börsianer zuweilen recht nervös agieren können. Ausschließen lässt sich daher nicht, dass die Rallye nicht zwischenzeitlich wieder unterbrochen wird.
BYD im Luxusfieber
Mit neuen Kursrekorden kann BYD (CNE100000296) derzeit nicht dienen, doch die Stimmung hellte sich auch hier am Montag auf und die Aktie konnte um 3,6 Prozent bis auf 11,86 Euro an den hiesigen Handelsplätzen zulegen. Mit dafür verantwortlich dürfte das neue Luxus-SUV U8L Dingshi Edition sein, welches sich nun offiziell vorbestellen lässt. Überrascht hat BYD mit dem Preis, der bei umgerechnet etwa 150.000 Euro liegt und damit etwas geringer ausfällt als ursprünglich angekündigt.
Zeitgleich bereitet sich BYD auch in Europa auf eine Luxusoffensive vor, die mit der Marke Denza gelingen soll. Geplant ist ein direkter Angriff auf etablierte Marken wie Audi und Porsche. Wenigstens sechs Modelle sollen innerhalb der nächsten 18 Monate an den Start gehen. Der Konzern hat dabei vor allem Kunden im Visier, deren Markentreuer eher gering ausgeprägt ist.
Endlich gute Neuigkeiten für Novo Nordisk
Novo Nordisk (DK0062498333) hatte jüngst mit etlichen negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Die Absatzzahlen von Abnehmspritzen in den USA lassen zu wünschen übrig und dazu gesellten sich auch noch maue Studienergebnisse zu Wirkstoffen aus der Pipeline. Zuletzt kündigte das Unternehmen einen massiven Stellenabbau an, was die Aktionäre nur noch weiter verunsicherte. Wachstumsimpulse schienen vollständig in den Hintergrund zu treten.
Immerhin erhielt Novo Nordisk nun durch die Europäische Arzneimittel-Agentur die Genehmigung zur Aktualisierung von Produktinformationen für das Diabetes-Medikament Rybelsus. Damit darf nun auch auf kardiovaskuläre Vorteile für Patienten mit Typ-2-Diabetes hingewiesen werden. Medienberichten zufolge handelt es sich um das bisher einzige in der EU zugelassene orale Medikament dieser Art mit diesen Eigenschaften. Das wird die Umsätze von Novo Nordisk kaum explodieren lassen, dennoch schöpfen einige Investoren wieder etwas Mut. Der Aktienkurs legte gestern um knappe zwei Prozent bis auf 47,58 Euro zu.
Oracle wieder im Vorwärtsgang
Die Erfolgsgeschichte von Oracle (US68389X1054) setzte sich am Montag mit Zugewinnen von 3,4 Prozent fort und der Kurs stieg wieder über die Marke von 300 US-Dollar. Nachbörslich ging es weiter aufwärts bis auf etwa 309 Dollar. Die Korrektur nach der Kursexplosion aus der vergangenen Woche scheint damit schon wieder überwunden zu sein. Rückenwind gibt es von Seiten der Analysten, die noch sehr viel mehr Potenzial erkennen.
Das US-Analysehaus Jefferies bekräftigte die Kaufempfehlung für Oracle nochmal und ließ das Kursziel unverändert bei 360 Dollar stehen. Das Unternehmen wird nach den fulminanten Zahlen und dem schwindelerregenden Ausblick als „neue Kraft“ im Cloud- und KI-Bereich angesehen. Gerechnet wird mit einer deutlichen Erhöhung der Langfristziele beim anstehen Kapitalmarkttag, was sich freilich auch beim Aktienkurs bemerkbar machen dürfte.
Stimmungswende?
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Stimmung an den Märkten insgesamt und bei Einzeltiteln sich drehen kann. Selbst die größten Sorgen können schnell wieder Hoffnungen auf Kurssteigerungen weichen. Allerdings funktioniert das Ganze natürlich auch in die andere Richtung. Anleger können leider nie genau wissen, wann die Börsen das nächste Mal durcheinandergewirbelt werden. Daher ist auch an guten Tagen zur Aufmerksamkeit zu raten.
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16.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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