Rheinmetall kündigt die Übernahme der Militär-Sparte der Lürssen-Gruppe an und sichert sich damit den Einstieg in den Marineschiffbau
Rheinmetall zu Lande, zu Luft und nun auch zu Wasser!
Die rasant steigende Nachfrage nach Munition, Panzern und dergleichen mehr scheint Rheinmetall noch immer nicht auszureichen. Das Unternehmen bastelt eifrig am eigenen Wachstum und will dabei immer mehr Sparten bedienen. Nun erfolgt auch der Einstieg in den Marineschiffbau, so die Kartellbehörden nichts dagegen haben.
Am Sonntagabend ließ Rheinmetall (DE0007030009) mitteilen, die Militärsparte der Lürssen-Gruppe aus Bremen übernehmen zu wollen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden wird der Abschluss des Ganzen bereits für Anfang des kommenden Jahres angestrebt.
Rheinmetall würde damit direkt in den Marineschiffbau einsteigen. In diesem Segment ist man zwar auch jetzt schon ein Stück weit aktiv, dies jedoch lediglich als Zulieferer. In Zukunft könnte man nun auch eigene Schiffe herstellen. Die fragliche Tochter Navals Vessels Lürssen beschäftigt derzeit weltweit etwa 2.100 Mitarbeiter und brachte es 2024 auf einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro.
Rheinmetall erwartet sich zusätzlich Synergieeffekte mit der eigenen Panzersparte und ließ wissen, dass Infrastruktur und Know-how von Navals Vessels Lürssen auch bei der Fahrzeugproduktion von Vorteil sein könne. Wie viel der Konzern sich die Übernahme kosten lassen will, wurde nicht mitgeteilt. Das macht es Anlegern schwer, Chancen und Risiken abzuwiegen.
Rheinmetall marschiert weiter
An der Börse scheint aber im Vordergrund zu stehen, dass Rheinmetall generell weiteres Wachstum anstrebt, und das wird mit Kursgewinnen belohnt. In die neue Woche startete die Aktie mit Aufschlägen von 0,8 Prozent, womit auch die 1.900-Euro-Linie zum ersten Mal seit Monaten wieder übertroffen werden konnte. Bei 1.944 Euro winkt bereits das Allzeit-Hoch und jegliche Zweifel der letzten Wochen scheinen wie weggeblasen zu sein.
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15.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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