Nach der jüngsten Fabrikeröffnung nimmt Rheinmetall schon wieder das nächste Projekt ins Visier
Rheinmetall gönnt sich keine Zeit zum Ausruhen
Just heute steht bei Rheinmetall die Eröffnung einer neuen Munitionsfabrik in Unterlüß an, welche im Laufe der nächsten zwei Jahre zum größten Munitionswerk Europas avancieren soll. Doch das scheint noch lange nicht zu reichen, um den wachsenden Bedarf europäischer Streitkräfte decken zu können. Rheinmetall plant schon wieder mit neuen Projekten.
Am Dienstag teilte Rheinmetall (DE0007030009) mit, eine Munitionsfabrik in Bulgarien errichten zu wollen. Einzelheiten dazu sollen erst nach der Unterzeichnung der entsprechenden Verträge mitgeteilt werden. Doch der Konzern bedankte sich schon mal für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach, ein ebenso zuverlässiger wie leistungsstarker Partner zu sein.
Der Chef der bulgarischen Regierungsparte GERB, Boyko Borissow, verkündete bereits zuvor, sich in Düsseldorf mit Rheinmetall-Chef Armin Papperger zu treffen, um Pläne für ein Munitionswerkt für 155-Millimeter-NATO-Munition zu erörtern. Dabei sprach er von einem Investitionsvolumen in Höhe von einer Milliarde Euro. Wer genau dies zu welchen Teilen tragen mag, wurde nicht näher erörtert.
Bei Rheinmetall setzt sich der Expansionskurs letztlich fort und die Bestrebungen von Bulgarien sind nur einer von zahllosen Belegen dafür, dass europäische Streitkräfte noch immer viel nachholen müssen. An der Börse scheint man allerdings davon auszugehen, dass dies mittlerweile als eingepreist gelten darf. Die Rheinmetall-Aktie reagierte kaum weiter und blieb etwas oberhalb von 1.600 Euro hängen. Am Mittwochmorgen standen 1.632,50 Euro auf dem Ticker.
Rheinmetall wächst ungebremst
Zuletzt stand die Rheinmetall-Aktie auch aufgrund von Friedenshoffnungen rund um die Ukraine unter Druck. Solche haben sich aber leider schon wieder weitgehend in Wohlgefallen aufgelöst. Das hat zwar keine Auswirkungen auf das Geschäft von Rheinmetall, dürfte aber die Stimmung an den Märkten beeinflussen. Wie immer kann es keine Garantien geben, doch die allermeisten Indizien sprechen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends und selbst neue Kursrekorde jenseits von 1.900 Euro sind in Zukunft alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit.
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27.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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