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Rheinmetall freut sich über ein wahres Stakkato an frischen Aufträgen, was sich an der Börse bisher aber kaum bemerkbar macht

Die Auftragsbücher von Rheinmetall füllen sich weiter

NTG24 - Rheinmetall freut sich über ein wahres Stakkato an frischen Aufträgen, was sich an der Börse bisher aber kaum bemerkbar macht

 

In der vergangenen Woche konnte Rheinmetall in einem atemberaubenden Tempo frische Aufträge an Land ziehen. Nahezu täglich liefen entsprechende Meldungen über den Ticker und erinnerten die Anleger daran, wie gefragt der Rüstungskonzern derzeit ist. Noch macht sich dies beim Aktienkurs nicht weiter bemerkbar. Doch die Aussichten bleiben auch unweit entfernt des Rekordhochs weiterhin ausgesprochen sonnig, und das längst nicht nur mit Blick auf die dominierende Rüstungssparte.

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Am Mittwoch meldete Rheinmetall (DE0007030009) auch in seiner Automotive-Sparte einen neuen Großauftrag von einem nicht näher spezifizierten Bestandskunden. Jener soll ab dem Jahr 2027 mit Hochdruckventilen versorgt werden. Bis zum Jahr 2030 soll eine sechststellige Anzahl der Komponenten ausgeliefert werden. Zudem ist die Lieferung von Ersatzteilen vorgesehen. Das Volumen soll sich im niedrigen dreistelligen Millionenbereich abspielen.

Tags darauf rückte wieder die Rüstungssparte in den Fokus, als Rheinmetall einen neuen Auftrag aus Schweden meldete. Dort interessiert man sich für Militärfahrzeuge, die als Träger für Artilleriesysteme zum Einsatz kommen sollen. Geschlossen wurde der Vertrag laut Medienberichten bereits im März. Der Beginn der Auslieferung ist für das dritte Quartal des laufenden Jahres vorgesehen. Im Jahr 2027 soll die Order vollumfänglich erfüllt werden. Erwartet werde Einnahmen von rund 71 Millionen Euro. Als wären das nicht schon genug positive Neuigkeiten, legte Rheinmetall am Freitag noch einmal nach und unterstrich eindrucksvoll, wie hoch das Interesse der Kundschaft dieser Tage ausfällt.

 

Rheinmetall liefert Munition

 

Ein NATO-Kunde hat Rheinmetall mit der Lieferung weiterer Artilleriegeschosse beauftrag, wie übereinstimmenden Medienberichten zu entnehmen ist. Um wen genau es sich bei dem Abnehmer handelt, wurde nicht kommuniziert. Es sollen aber rund 300 Millionen Euro fließen, um mehrere zehntausend Artilleriegeschosse und hunderttausende Triebladungsmodule zu erhalten. Die Lieferung ist für den Zeitraum zwischen 2024 und 2028 vorgesehen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas Munitionsgeschäft erfährt an den Märkten besondere Aufmerksamkeit, da Rheinmetall sich hier mit die höchsten Margen sichern kann. Unabhängig davon untermauert die Frequenz an neuen Aufträgen, dass Rheinmetall derzeit mit einem Nachfrageproblem nicht zu kämpfen hat. Stattdessen scheinen die Umsätze einzig und allein durch vorhandene Produktionskapazitäten begrenzt zu werden. Für die Aktionäre ist das ein echtes Luxusproblem und damit eine sehr bequeme Ausgangslage.

Die Rheinmetall-Aktie reagierte bisher nicht mit spontanen Kurssprüngen. Am Freitag gab es sogar dezente Abschläge zu sehen. Mit einem Schlusskurs von 530,80 Euro blieb es aber bei einem sehr ansehnlichen Niveau und das Rekordhoch bei 571,80 Euro ist durchaus noch in Schlagweite. Die Anleger gehen aber nicht zu Unrecht davon aus, dass viele der kürzlich angekündigten und künftigen Aufträge bereits eingepreist sind. Sehr wahrscheinlich ist mithin, dass Rheinmetall zumindest einige Order in den eigenen Prognosen bereits berücksichtigt hat.

 

Rheinmetall auf Wachstumskurs

 

Selbst damit im Hinterkopf bleibt die Rheinmetall-Aktie aber auf lange Sicht hochinteressant. Bewiesen wurde in der letzten Woche sehr eindrucksvoll, dass das Unternehmen sich auf einem sehr beeindruckenden Wachstumspfad befindet, bei dem ein Ende momentan nicht einmal ansatzweise in Sicht ist. Dafür sorgen sowohl der anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine als auch die Hochrüstung in westlichen Nationen. Dass die Automotive-Sparte ebenfalls brummt, ist gewissermaßen die Kirsche auf der Torte.

Behält Rheinmetall das beeindruckende Tempo bei der Meldung neuer Aufträge bei, wird der Aktienkurs diesem Beispiel früher oder später folgen. Spätestens, wenn Quartalszahlen die Erwartungen der Märkte überflügeln und Prognosen in die Höhe geschraubt werden, ist an den Märkten mit einer Reaktion zu rechnen. Zwar lassen sich solche Szenarien nie mit letzter Sicherheit vorhersagen. Sie sind aber bei Rheinmetall momentan als einigermaßen wahrscheinlich anzusehen und trotz Seitwärtstendenz in den letzten Wochen zeigen sich auch im Chart keinerlei Schwächeanzeichen.

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27.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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