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Rheinmetall pocht auf höhere Rüstungsausgaben, Analysten erwarten deutliche Steigerungen bei Nvidia, Tesla hält an Ausbauplänen in Grünheide fest und die Deutsche Bank will sich verbessern

Darf’s ein bisschen mehr sein?

NTG24 - Rheinmetall pocht auf höhere Rüstungsausgaben, Analysten erwarten deutliche Steigerungen bei Nvidia, Tesla hält an Ausbauplänen in Grünheide fest und die Deutsche Bank will sich verbessern

 

Trotz und zum Teil gerade wegen der hohen Inflation sind die Umsätze vieler börsennotierter Konzerne in der jüngeren Vergangenheit stetig gestiegen und nicht selten ging dies einher mit frischen Rekorden auf der Gewinnseite. Zufrieden geben sich damit die Verantwortlichen freilich ebenso wenig die die Aktionäre. Auch für die Zukunft lautet das Motto, dass es Wachstum geben soll.

Rheinmetall (DE0007030009) nimmt diesbezüglich die Politik in die Pflicht. CEO Armin Papperger sprach mit der „Süddeutschen Zeitung“ über die Zeit nach dem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen. Davon werde ein Großteil bereits an das eigene Unternehmen gehen. Mit 30 bis 40 Milliarden Euro im eigenen Säckel rechnet Rheinmetall, mahnt aber auch an, die Militärausgaben in der Zukunft deutlich zu erhöhen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBis zum Jahr 2026 dürfte das Sondervermögen nach Einschätzung von Papperger aufgebraucht sein. Dann gebe es nur die Möglichkeit, die Bundeswehr mit neuen Schulden weiter aufzupäppeln oder Geld aus dem Haushalt umzuschichten. Eine andere Option gebe es laut dem Rheinmetall-Chef nicht. Die Anleger sind sich schon seit Längerem bewusst darüber, dass durch die Zeitenwende in Europa künftig stattliche Umsätze auf Rheinmetall warten. Der Aktienkurs pendelte sich zum Wochenende bei 535,80 Euro ein. Das sind knapp 500 Prozent mehr als noch vor Beginn des brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

 

Nvidia: Große Erwartungen

 

An ein fulminantes Wachstum bei Nvidia (US67066G1040) haben sich die Anteilseigner mittlerweile schon mehr oder minder gewöhnt. Der KI-Boom bescherte dem Unternehmen schwindelerregende Einnahmen und ließ es, gemessen am Börsenwert, zum drittgrößten Konzern auf dem Planeten anwachsen. Umso höher sind die Erwartungen an die anstehenden Quartalszahlen, mit denen in knapp zwei Wochen gerechnet wird.

Im Schnitt rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 5,60 US-Dollar nach bescheidenen 0,83 Dollar im Jahr zuvor. Beim Umsatz wird mit einem Plus von gut 240 Prozent gerechnet, sodass statt 7,19 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2023 nun 24,57 Milliarden Dollar erzielt werden sollten. In den vergangenen Quartalen gelang es Nvidia, die Prognosen der Experten regelrecht zu sprengen. Das wird allerdings immer herausfordernder und auf neue Rekorde haben sich die Aktionäre erst einmal nicht eingestellt. Die Aktie notiert zum Wochenende knapp unter 900 Dollar und damit ein gutes Stück entfernt vom Allzeit-Hoch bei 974 Dollar.

 

Tesla bleibt stur

 

Absatzprobleme und diverse Preissenkungen machen Tesla (US88160R1014) dieser Tage das Leben etwas schwer. Wachsen will der Elektroauto-Pionier trotzdem, und das unter anderem bei seinem Werk in Grünheide. Trotz harscher Kritik und zuletzt neuen Demonstrationen vor Ort soll eine Erweiterung nach wie vor durchgepeitscht werden. Geplant ist dabei unter anderem der Bau eines Güterbahnhofs. Bisherige Pläne wurden bereits überarbeitet und es soll nun etwas weniger Wald gerodet werden.

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Umweltschützer geben sich damit allerdings nicht zufrieden und fordern ein generelles Verbot für eine Expansion von Teslas Gigafactory. Proteste dazu verliefen am Wochenende weitgehend friedlich. Elon Musk beklagte auf dem Kurznachrichtendienst „X“, dass Tesla der einzige Autobauer sei, der derzeit in Deutschland mit massiven Protesten konfrontiert sei. Die Anleger verfolgen das Ganze eher beiläufig und der vergleichsweise niedrige Aktienkurs von 156,90 Euro ist vordergründig auf bereits erwähnte Absatzschwächen zurückzuführen.

 

Die Deutsche Bank will die Postbank auf Vordermann bringen

 

Bei der Deutschen Bank (DE0005140008) sprudeln die Gewinne wieder so stark wie seit Jahren nicht mehr, doch auch hier erkennt das Management Verbesserungsbedarf. Die Rede von CEO Christian Sewing zur Hauptversammlung ist schon ein paar Tage vorher durchgesickert, wie der Aktionär berichtet. Zur Sprache bringen will Sewing wohl die Tochter Postbank, und wie diese in Zukunft noch besser werden könnte.

Die Servicequalität soll demnach zunehmen, nachdem die gröbsten Probleme vor gar nicht langer Zeit als überstanden erklärt wurden. Schaden würde eine Serviceoffensive wohl nicht. Doch die Postbank könnte weiter für Ärger sorgen. Aufgrund einer laufenden Klage ehemaliger Postbank-Aktionäre bildete die Deutsche Bank zuletzt Rückstellungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Die Anleger reagierten darauf verschnupft und der Aktienkurs bewegte sich vom 52-Wochen-Hoch bei 17,01 Euro bis auf 15,88 Euro an diesem Wochenende zurück.

 

Immer weiter aufwärts

 

In guten wie in schlechten Zeiten streben die Börsenkonzerne stets nach mehr, was aus Anlegersicht auch der richtige Ansatz ist. Schließlich sind ansehnliche Renditen nur möglich, wenn ein Unternehmen immer weiterwächst. Ob dies auch in der Praxis gelingen wird, ist aber nochmal eine andere Frage und letztlich können Anlegerinnen und Anleger stets nur selbst entscheiden, ob sie der Strategie eines Konzern Glauben schenken mögen oder eben nicht.

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12.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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