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Hoffnung bei Siemens Energy, Plug Power enttäuscht gnadenlos, SMA Solar unentschlossen und JinkoSolar weiter im Aufwärtstrend

Erneuerbare Energien erhitzen weiterhin die Gemüter

NTG24 - Hoffnung bei Siemens Energy, Plug Power enttäuscht gnadenlos, SMA Solar unentschlossen und JinkoSolar weiter im Aufwärtstrend

 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein namhaftes Unternehmen oder mindestens ein ranghoher Politiker auf die Bedeutung erneuerbarer Energien aufmerksam machen würde. Jene sollen in Zukunft nicht nur dabei helfen, die Auswirkungen des Klimawandels zu dämpfen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht werden große Chancen erwartet. Von Letzterem ist bisher aber in der Praxis leider zu wenig zu sehen.

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Gegenwind bekommt schon seit einer Weile Siemens Energy (DE000ENER6Y0) zu spüren. Zwar fällt die Auftragslage hier gar nicht so schlecht aus, wie es der Aktienkurs vielleicht vermuten lassen würde. Die endlosen Probleme bei der Windkraft-Tochter Gamesa haben den Anlegern aber schon längst die Stimmung verdorben. Nun sollen Mutterkonzern und Bund einspringen, um die Finanzen abzusichern, unter anderem mit Garantien in Milliardenhöhe.

Das ist schon seit einigen Tagen bekannt, doch Insider wollen in Erfahrung gebracht haben, dass es kürzlich auch eine grundsätzliche Einigung mit der Bundesregierung gegeben habe. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus. Dennoch ging es mit der Aktie von Siemens Energy am Donnerstag um respektable 6,3 Prozent bis auf 9,68 Euro in die Höhe. Die Anteilseignern dürsten geradezu nach erfreulichen Neuigkeiten und klammern sich an jeden Strohhalm, den sie finden können.

 

Plug Power im freien Fall

 

Gute Neuigkeiten sind auch bei Plug Power (US72919P2020) spärlich gesät. Am Donnerstag versuchten die Anleger sich zeitweise noch darin, so etwas Ähnliches wie Vorfreude zu entwickeln und mit den Kursen ging es zeitweise nach oben. Im späten Handel an der Wall Street kam aber bereits Ernüchterung auf und letztlich musste die Aktie Abschläge von 1,5 Prozent wegstecken. Nach Handelsschluss kam dann nicht weniger als ein Beben auf.

Wieder einmal enttäuschte Plug Power mit Quartalszahlen auf ganzer Linie. Zwar ging es mit den Umsätzen im Jahresvergleich dezent aufwärts. Die Verluste stiegen aber bis auf 0,47 US-Dollar je Aktie an und lagen damit weit über der Analystenschätzung, welche einen Verlust von 0,305 Dollar vorhersagte. Das Unternehmen hält an der eigenen Prognose noch fest, welche von einigen Beobachtern aber bereits als unerreichbar angesehen wird. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Verlusten von rund 25 Prozent und zu den hiesigen Morgenstunden stand sie bei nur noch 4,41 Dollar. Das jüngste Jahrestief wird damit überdeutlich unterschritten.

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SMA Solar schwächelt beim Auftragseingang

 

Nicht ganz so schlimm erwischt hat es SMA Solar (DE000A0DJ6J9), doch auch hier zeigte sich phasenweise Unmut über die jüngsten Ergebnisse. Umsatz und Gewinn lagen mehr oder weniger innerhalb der Erwartungen und die Prognose blieb auch hier unangetastet. Für Verunsicherung sorgte aber der Auftragseingang, welcher im Jahresvergleich um 83 Prozent auf nur noch 109 Millionen Euro nachgab.

Zwar war mit einem Rückgang zu rechnen. In dieser Höhe war er für einige Marktakteure aber doch eine Überraschung. Mit dem Aktienkurs ging es im frühen Handel um fast sieben Prozent abwärts, bevor die Bullen erfolgreich eine Gegenbewegung einleiten konnten. Nach einigen Schwankungen pendelte das Papier sich bei 54,55 Euro ein und ging mit einem Plus von 2,8 Prozent aus dem Handel. Trotz des kaum zu übersehenden Gegenwinds scheinen die Investoren weiterhin Hoffnungen zu haben.

 

JinkoSolar wagt sich in Richtung Norden

 

Klar bevorzugt wird im Sektor aber momentan die Aktie des chinesischen Konkurrenten JinkoSolar (US47759T1007), welche ihre Erholungsbewegung gestern im hohen Tempo fortsetzen konnte. Mit einem Plus von 5,53 Prozent schwang der Titel sich hierzulande bis auf 33,40 Euro in die Höhe. Im historischen Vergleich ist das noch immer überschaubar und vom 52-Wochen-Hoch bei 56,55 Euro brauchen die Anleger weiterhin nicht einmal träumen. Der Chart zeigt dennoch manches hoffnungsvolle Signal.

Der Kurs klettert auf den höchsten Stand seit rund drei Monaten und lässt damit auch manchen gleitenden Durchschnitt hinter sich. Das erfüllt alle Voraussetzungen für eine anhaltende Trendwende. Wie weit jene die Kurse tragen kann, bleibt in der noch immer sehr nervösen Ausgangslage offen. Für den Moment ist es aber angenehm, in dem eher schwächelnden Sektor rund um Erneuerbare Energien auch mal vorsichtige Anzeichen guter Laune zu sehen.

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Die Zweifel bleiben

 

Es bleibt bei einem gemischten Bild beim Blick auf Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Die Bedeutung von Wasserstoff und Solartechnologie für die Zukunft dürfte niemand mehr ernsthaft bestreiten. Es bleibt aber die große Frage im Raum, ob sich damit in absehbarer Zeit auch tatsächlich Geld verdienen und somit eine Rendite einbringen lässt. Viele Unternehmen lieferten darauf zuletzt keine zufriedenstellenden Antworten mehr und so bleiben die Bullen weiterhin eher in Deckung.

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10.11.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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