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Tesla wird bei der Bezeichnung seines Fahrassistenten sichtlich vorsichtiger

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NTG24 - Tesla wird bei der Bezeichnung seines Fahrassistenten sichtlich vorsichtiger

 

Seit Jahren schon verspricht Elon Musk mit autonomen Fahrfunktionen die ganz große Revolution im Autosektor und im vergangenen Jahr machte er sogar die Zukunft von Tesla abhängig von Erfolgen in diesem Segment. Es wäre falsch, zu behaupten, dass sich bisher gar nichts getan hätte. Doch das Unternehmen ist weit entfernt von der Vision, welche der Chef bereits im letzten Jahrzehnt in Aussicht stellte.

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Gesprochen wurde immer wieder gerne darüber, wie Fahrer sich in einem Tesla (US88160R1014) künftig zurücklehnen und statt auf den Straßenverkehr zu achten einen Film ansehen oder anderen Tätigkeiten nachgehen könnten. Zahlreiche Unfälle in den vergangenen Jahren, bei denen der Autopilot entweder mutmaßlich oder gesichert ein Faktor war, zeigten jedoch, dass bis heute stets die Aufmerksamkeit des Fahrers gefordert ist.

Dennoch vermarktete Tesla das System fröhlich weiter als „Full Self-Driving“ und weckte damit sehr wahrscheinlich bei dem einen oder anderen Nutzer falsche Erwartungen. Nun rudert das Unternehmen ein wenig zurück, wie „Der Standard“ berichtet. Full Self-Driving soll zwar als Marke erhalten bleiben. Das Ganze erhält aber einen wichtigen und äußerst vielsagenden Zusatz.

 

Tesla wird zurückhaltender

 

Künftig wird das Feature als „Supervised Full Self-Driving“ vermarktet, was übersetzt „Überwachtem, vollem Selbstfahren“ entspricht. Damit verankert Tesla nun auch im Namen, dass bei der Lösung jederzeit die Aufmerksamkeit des Fahrers gefordert ist. In Gerichtsprozessen argumentierte das Unternehmen immer wieder damit, dass Fahrer den Blick nicht von der Straße und die Hände nicht vom Lenkrad lassen sollten. Das Auftreten in der Werbung suggerierte nach Ansicht der Kritiker aber häufig etwas anderes. Eben solchen Vorwürfen tritt Tesla nun ein Stück weit entgegen, wenngleich sich ansonsten nicht viel ändert.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenBei Software und Hardware bleibt alles beim Alten. Seit einer Weile spart sich Tesla bei neuen Fahrzeugen zusätzliche Sensoren und verwirklicht seine autonomen Fahrsysteme einzig und allein durch Kameras. Nach Ansicht der meisten Experten ging es seitdem mit der Zuverlässigkeit des Systems noch weiter bergab. Nach heutigem Stand handelt es sich um kaum mehr als recht ausgeklügelte Fahrassistenzsysteme. Der Traum vom Elektroauto mit integriertem Chauffeur ist aber noch lange nicht wahr geworden und tatsächlich sind andere in dieser Hinsicht schon weiter. So konnte sich etwa Mercedes-Benz letztes Jahr als erster Autobauer eine Zertifizierung für ein autonomes Level-3-System sichern, womit es in bestimmten Situationen tatsächlich gestattet ist, die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Geschockt zeigen die Anleger sich von alledem nicht, erfreut ist man an der Börse aber auch nicht. Die Tesla-Aktie gab am Montag leicht um 0,3 Prozent nach und verlor nachbörslich um ein weiteres Prozent an Wert. Der ohnehin angeschlagene Aktienkurs sank bis auf 173,52 US-Dollar und es fehlt noch immer an Zeichen für eine nachhaltige Trendwende. Woran es nicht fehlt, dass ist hingegen Gegenwind für Tesla und Elon Musk.

 

Tesla: Der Druck steigt

 

Besonders der chinesische Markt macht Tesla zu schaffen und der allem Anschein nach recht erfolgreiche Start für Vorbestellungen des SU7 von Xiaomi schreckte die Anteilseigner in der vergangenen Woche weiter ab. In der Volksrepublik hat das Interesse an neuen E-Autos spürbar nachgelassen, worauf die Hersteller mit einem teilweise schon fast ruinösen Preiskampf reagierten. Tesla kündigte zuletzt zwar an, die Preise in einigen Teilen der Welt wieder erhöhen zu wollen. Das ist bisher aber kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

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Es braucht dringend neue Impulse, um die Tesla-Aktie wieder in höhere Gefilde befördern zu können. Doch die letzten Monate brachten vordergründig Enttäuschungen mit sich. Die Produktpalette wirkt etwas angestaubt und das letzte neue Modell in Form des Cybertruck löste an der Börse nur wenig Begeisterung aus. Heiß erwartet werden günstigere Fahrzeuge, mit denen der Kundenstamm potenziell erweitert werden könnte. Doch selbst im besten Fall werden solche erst 2025 das Licht der Welt erblicken; es könnte aber gut und gerne auch 2026 werden. Bis dahin spricht leider vieles für ein Fortsetzung des eher unschönen Chartverlaufs.

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02.04.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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