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Kein Zeichen der Erholung bei Varta, BASF kämpft gegen den drohenden Absturz, selbst Tesla kann nicht überzeugen und auch für Bayer geht es in die Tiefe

Die Trendwende lässt auf sich warten

NTG24 - Kein Zeichen der Erholung bei Varta, BASF kämpft gegen den drohenden Absturz, selbst Tesla kann nicht überzeugen und auch für Bayer geht es in die Tiefe

 

Die Anleger haben gerade erst eine der schlimmsten Handelswochen seit langer Zeit hinter sich gebracht. Wer nun auf eine schnelle Erholung hofft, könnte bitter enttäuscht werden. Denn im außerbörslichen Handel am Wochenende zeigten sich nur wenige bis gar keine Anzeichen dafür, dass es mit den Kursen aufwärts gehen könnte. DAX Futures notierten am Sonntagabend wieder einmal im roten Bereich.

Besonders miese Stimmung herrschte zuletzt bei Varta (DE000A0TGJ55), nachdem der Konzern seine Prognose für das laufende Jahr zurückziehen musste. Einen neuen Ausblick wird es erst nach den nächsten Zahlen geben. Es ist also Geduld gefragt. Allerdings ist jetzt schon klar, dass steigende Kosten für Energie und Rohstoffe für nicht eben rosige Ergebnisse sorgen werden. Die Anleger haben sich schon mal in Stellung gebracht und ließen das Papier am Freitag um gut 34 Prozent auf 38,61 Euro fallen.

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Erstmals seit über drei Jahren ging es damit unter die Linie von 40 Euro. Die scheinen die Bullen so schnell auch nicht wieder erobern zu wollen. Beim Broker Lang & Schwarz ging es am Wochenende zwar dezent in Richtung Norden. Das reichte aber zu keinem Zeitpunkt aus, um die psychologisch wichtige Marke zu erreichen oder in anderer Weise ein Ausrufezeichen zu hinterlassen.

 

Schwere Zeiten für BASF

 

Recht ähnlich sah es für die Anteilsscheine von BASF (DE000BASF111) aus. Auch hier steht die 40-Euro-Marke derzeit charttechnisch im Mittelpunkt. Allerdings hat das Papier keinen spontanen Absturz hinter sich und die besagte Linie konnte am Wochenende im außerbörslichen Handel das eine oder andere Mal knapp überschritten werden. Es könnte also schlechter laufen für die Anteilseigner.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEin Grund zur Entwarnung ist das aber noch lange nicht, denn das 52-Wochen-Tief bleibt für die BASF-Aktie in Schlagweite. Zudem könnten die Herausforderungen für den Konzern größer kaum sein. Von der aktuellen Gaskrise bis hin zu Inflation, steigenden Zinsen und Rezessionsängsten gibt es mehr als genug Gründe, um derzeit extrem vorsichtig zu agieren. Es ist davon auszugehen, dass viele Börsianer genau das tun werden und der BASF-Aktie damit keine spontane Erholungsrallye gönnen.

 

Auch Tesla kann nicht bestehen

 

Wenn es an der Börse mal schlecht bis katastrophal lief, war Tesla (US88160R1014) für viele Anleger im laufenden Jahr eine Art Rettungsanker. Die Aktie des nicht unumstrittenen Autobauers blickt auch jetzt noch auf eine ansehnliche Performance. Das Bild des unantastbaren Papiers erhielt vor dem Wochenende aber auch Risse. Denn auch Tesla konnte sich der allgemein mehr als schlechten Laune nicht entziehen und musste Abschläge von 3,33 Prozent am Freitag wegstecken.

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Werbebanner WikifolioDas reichte aus, um den Kurs ein gutes Stück von der 300-Euro-Linie wegzubewegen. Am Wochenende standen nur noch 285,85 Euro auf dem Titel. Auch hier waren Zinsen und Inflation mit die größten Themen. Es hilft aber kaum weiter, dass Nachrichten rund um das Unternehmen zuletzt vorwiegend negativ ausfielen. So gab es etwa Berichte über einen neuerlichen Rückruf in den USA. Dem gegenüber stehen vor allem gute Hoffnungen, aber wenige handfeste Indizien für das baldige Anvisieren neuer Kursrekorde.

 

Bayer in neuen Tiefen

 

Bei Bayer (DE000BAY0017) sprachen die Analysten zuletzt von guten Chancen auf ein Comeback und gleich mehrere Experten sprachen dem Titel eine Kaufempfehlung mitsamt Kurszielen von teils über 80 Euro aus. Bisher ist von der Erholung aber nichts zu sehen. Wie bei den meisten Aktien ging es am Freitag stattdessen weiter in die Tiefe, und das nicht zu knapp.

Um gleich 3,74 Prozent verlor die Bayer-Aktie an Wert und rutschte damit wieder unter die Linie von 50 Euro. Die konnte im März, kurz nach Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs in der Ukraine, noch verteidigt werden. Dass es jetzt unter diese Supportzone geht, spricht Bände darüber, wie schlecht die Laune der Käufer momentan ausfällt. Für die Einschätzung der Analysten interessieren sich viele kaum noch, während allerorten die nackte Panik zu herrschen scheint.

 

Unverhofft kommt oft

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistSchon seit Tage versuche ich enttäuschte Anleger damit zu trösten, dass es auch mit Sicherheit wieder bessere Tage geben wird. Das ist für den Moment ein schwacher Trost und es wird die durchaus legitimen Ängste rund um eine drohende Rezession kaum lindern können. Dennoch bleibt mir auch an dieser Stelle kaum mehr zu sagen, als dass die Börse bisher noch jede große Krise über kurz oder lang verdaut hat. Freilich ist es aber absolut im Bereich des Möglichen, dass es jetzt noch schlimmer kommt, bevor sich irgendwann Besserung einstellt.

 

26.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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