BHP wird reich durch Kupfer, Brüssel erschwert EV-Subventionen und DKSH erhöht Dividende - BÖRSE TO GO
BHP wird reich dank Kupfer - mehr als 50 % Anteil am Gewinn
BHP wird reich dank Kupfer. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte verdient der Minenkonzern mit Kupfer mehr als die Hälfte seines Gewinns. Brüssel bringt mit dem Industrial Accelerator Act ein neues Bürokratiemonster auf den Weg. Das neue Gesetzespaket wird zur Folge haben, dass Elektrofahrzeuge in Zukunft weniger Subventionen aus Steuergeldern erhalten werden. DKSH erhöht die Dividende trotz einer Stagnation in 2025.
Der Handel in Asien bleibt auch am Dienstag sehr dünn, was im Kern daran liegt, dass heute nicht nur die Festlandsbörsen in China geschlossen bleiben aufgrund des Neujahrsfests, sondern auch die wichtige Börse Hongkong. Hinzu kommt, dass Singapur und Indonesien ebenfalls das Neujahrsfest feiern und nicht handeln, sowie in Seoul der Handel ruht. Im Kern hat nur Tokio geöffnet und der Nikkei 225 Index schloss bei 56.538,00 Punkten. Ein Minus von -0,47 %. Der Terminmarkt ist ebenfalls vor Eröffnung der europäischen Vorbörse negativ gestimmt. Der DAX-Future (März) wird -0,40 % tiefer bei 24.771,00 Punkten gehandelt.
Die Börse Frankfurt neigte schon am Montag leicht zur Schwäche. Am stärksten traf es den MDAX, der um -0,46 % auf 24.800,91 Punkte sank und damit die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten erneut nicht nehmen konnte. Am stärksten unter Druck kam im Blue Chip Index die Aktie von Brenntag (DE000A1DAHH0), die nach Gewinnmitnahmen um -2,13 % auf 56,98 Euro abgab. Auch der SDAX sank leicht um -0,24 % auf 17.797,63 Punkte und der TecDAX schloss fast unverändert bei 3.654,00 Punkten (-0,04 %). Einzig und allein der MDAX setzte sich positiv ab und stieg leicht um 0,21 % auf 31.364,56 Punkte. Der größte Gewinner war hier Redcare Pharmacy (NL0012044747), deren Kurs um 2,47 % auf 70,40 Euro stieg.
Der Handel in New York blieb am Montag aufgrund des Presidents’ Day geschlossen.
Kupfer macht BHP reich
Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte verdient BHP (AU000000BHP4) mit Kupfer mehr als die Hälfte seines Gewinns. Für das 1. Fiskalhalbjahr (31.12.2025) legte man am Morgen den Bericht vor und konnte den Umsatz insgesamt um 11 % auf 27,9 Mrd. US-Dollar steigern. Der Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter kletterte sogar um 28 % auf 5,6 Mrd. US-Dollar. Das lag deutlich über den Erwartungen der Analysten und auch der Anleger. Die Aktien eröffneten im Handel in Australien 7,5 % höher. Zum Erfolg beigetragen hat vor allem Kupfer. Zum ersten Mal konnte BHP mit Kupfer 51 % seines bereinigten Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erzielen. Der Minenkonzern wird auch die Aktionäre an dem Erfolg beteiligen und kündigte eine Ausschüttungsquote von 60 % für die Zwischendividende an. Das entspricht einer Ausschüttung von 0,73 US-Dollar je Aktie bzw. 3,7 Mrd. US-Dollar. Der Ex-Tag an der New York Stock Exchange ist für den 06. März angesetzt.
Brüssel schränkt EV-Subventionen ein
Brüssel plant das nächste bürokratische Monster für die heimische Automobilbranche. Die in Arbeit befindliche Gesetzesvorlage zielt darauf ab, dass Käufer von Elektroautos nur dann Subventionen aus Steuergeldern bekommen dürfen, wenn mindestens 70 % der Komponenten in der Europäischen Union hergestellt wurden. Der Ansatz ist, dass man ausländische Hersteller, die Elektrofahrzeuge in die Europäische Union importieren, benachteiligen möchte. Das Problem ist jedoch, dass die Automobilhersteller einen enormen bürokratischen Aufwand betreiben werden müssen, um beweisen zu können, dass die Anforderungen Brüssels erfüllt werden. Es reicht nicht, ein Werk in der Europäischen Union zu haben, sondern die Europäische Kommission plant, spezifische Vorgaben zu machen, welche Prozentsätze der Vorprodukte in Europa gefertigt wurden. So sollen beispielsweise die Autohersteller nachweisen, dass mindestens 25 % des eingesetzten Aluminiums und mindestens 30 % des eingesetzten Kunststoffs in der Europäischen Union gefertigt wurden. Das ganze Bürokratiemonster trägt den Namen Industrial Accelerator Act und soll am 25. Februar veröffentlicht werden. Folgt man den bisher bekanntgewordenen Forderungen Brüssels, handelt es sich dabei aber eher um ein Gesetz zur Steigerung der Ineffizienz und zur Verhinderung von Subventionen für Elektrofahrzeuge.
DKSH erhöht Dividende trotz Stagnation
Die Geschäftszahlen für 2025 strahlen alles andere als Wachstum aus. Im vergangenen Jahr konnte DKSH (CH0126673539) einen Umsatz von 11,07 Mrd. Franken erreichen, was einer Stagnation mit leichter negativer Tendenz im Jahresvergleich entsprach. Die Geschäftsführung betonte, dass man auf „bereinigter“ Basis ein Wachstum vor Inflation von 2,9 % erreichen konnte. Auf Ebene des operativen Ergebnisses ergab sich ebenfalls mit 335,4 Mio. Franken eine Stagnation, und nach Steuern sank der Gewinn um -4,5 % auf 210,9 Mio. Franken. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der freie Cashflow um -16 % auf 215,5 Mio. Franken sank. Dennoch wird es die Aktionäre sehr erfreuen zu hören, dass das Schweizer Unternehmen die Dividende um 6,4 % auf 2,50 Franken je Aktie erhöhen will.
Tagestermine
Am Vormittag um 11:00 Uhr erwarten wir die Veröffentlichung des deutschen ZEW-Konjunkturindex für den Monat Februar. Der Stimmungsindikator der Börsianer soll den Prognosen zufolge von 59,6 auf 65,2 Punkte gestiegen sein. Beim Index der Einschätzung der aktuellen Lage wird eine Verbesserung von -72,7 auf -65,7 Punkte erwartet.
Der Fokus der Anleger liegt aber auch auf dem Mittwochabend, wo um 20:00 Uhr das Sitzungsprotokoll des letzten FOMC-Treffens veröffentlicht werden wird.
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17.02.2026 - Mikey Fritz

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