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Meg O’Neill wird BP vom Kopf auf die Füsse stellen

Kurzer Prozess bei BP - Auchincloss muss Platz für O’Neill machen

NTG24 - Meg O’Neill wird BP vom Kopf auf die Füsse stellen

 

Die neue Chefin von BP wird den britischen Öl-Major vom Kopf auf die Füsse stellen. Meg O’Neill bringt sehr viel Erfahrung von ExxonMobil und Woodside Energy mit, aber die offene Frage ist, ob ihre Strategie auch der Börse gefallen wird. 

BP (GB0007980591) setzt sich selbst unter hohen Druck. Und das ist auch gut so. Dennoch ist der sofortige Rücktritt von Murray Auchincloss überraschend. Nicht, dass er durch Meg O’Neill ersetzt wird, sondern dass die neue Chefin erst am 01. April antritt, aber Auchincloss sofort seinen Posten freigibt und die Leiterin des BP Handels, Carol Howie, das Amt des CEO interimsweise bis April führt. Das ist ein klares Signal, dass es einen akuten Vorfall gab. Entweder erwartet uns im laufenden Quartal eine grosse Enttäuschung bei den Zahlen oder der Stein des Anstosses liegt in der Person von Auchincloss. Da gibt es viele Möglichkeiten und überraschend häufig haben wir in der Vergangenheit erlebt, dass Spitzenmanager wegen kleinerer Lässlichkeiten, wie persönlicher Beziehungen zu Untergebenen, fristlos entlassen wurden. 

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BP Plc.

 

Der Wechsel zu Meg O’Neill verspricht eine Verbesserung für BP zu werden. Zu mindestens auf dem Papier. O’Neill ist seit 2021 CEO der Woodside Energy Group (AU0000224040) - der grösste australische Öl- und Gas-Konzern. Sie steht für eine ausserordentlich offensive Wachstumspolitik, die insbesondere auch über die Akquisitionen von Unternehmen läuft, um das Geschäft von Woodside Energy zu stärken. Was jedoch von noch grösserer Bedeutung für die BP Aktionäre ist, ist, wie O’Neill geprägt wurde. Bevor sie zu Woodside Energy ging, hat sie 23 Jahre für ExxonMobil (US30231G1022) gearbeitet und schaffte es am Ende bis zur Position des Executive Advisor des damaligen CEO Rex Tillerson. Ihre Aufgabe bei ExxonMobil: Das Geschäft zu vereinfachen, schlanker zu machen und vor allem profitabler. O’Neill lebt und atmet also die Kultur von ExxonMobil und das könnte entscheidend für die kommenden Jahre bei BP sein. 

 

Meg O’Neill wird BP vom Kopf auf die Füsse stellen

 

Exxon Mobil ist nicht ohne Grund die Nr. 1 unter den globalen Öl-Majors. Der amerikanische Energieriese ist in der Branche bekannt dafür, dass man seine täglichen Arbeitsabläufe hochdiszipliniert, strukturiert und pünktlich durchführt. BP ist genau für das Gegenteil bekannt. Insofern besteht die Perspektive, dass O’Neill die Kultur von Exxon Mobil bei BP implementiert, was die Gesundheit und die Profitabilität des Konzerns erheblich voranbringen würde.

 

BP Plc. Vergleich Woodside Energy

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWas erwartet der Aufsichtsrat von der neuen Chefin? Eine Restrukturierung des Geschäfts, umfassende Verkäufe von Unternehmensteilen, eine signifikante Reduzierung der Verschuldung und mittelfristig eine erhebliche Steigerung der finanziellen Kennzahlen. Der Verkauf von Castrol ist bereits in der Pipeline, wenngleich für einen deutlich tieferen Preis. Des Weiteren muss BP die restlichen Teile der Looney-Strategie abstossen, um die Verschuldung zu senken und Geschäfte mit einer zu geringen Profitabilität loszuwerden. Zeitgleich wird es jedoch auch ihre Aufgabe sein, attraktive Geschäftsfelder auszuweiten und neue Opportunitäten für den Konzern zu schaffen. Hier hat sich O’Neill in der Vergangenheit bereits bei Woodside Energy hervorgetan, mit der Übernahme des Öl- und Gas-Portfolios von BHP (AU000000BHP4) und der Ausweitung des LNG-Geschäfts aus dem australischen Markt hinaus ins Ausland, insbesondere die Verbindung zum nordamerikanischen Markt.

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19.12.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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