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Edelmetall Marktbericht vom 07.02.2026: Gold und Silber - Weshalb Gold Stärke zeigt und Silber deutlich unter Druck gerät

Politische Signale beeinflussen Edelmetalle aktuell stärker als klassische Konjunkturdaten

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 07.02.2026: Gold und Silber - Weshalb Gold Stärke zeigt und Silber deutlich unter Druck gerät

 

Der Goldpreis schloss die Woche bei 4.967 US-Dollar und legte um 1,7 Prozent zu, während Silber bei rund 78 US-Dollar endete und 8,5 Prozent verlor. Damit zeigt sich ein klar divergierendes Marktbild, das stark von politischen Signalen, institutionellen Käufen und strukturellen Engpässen geprägt ist. Gold profitiert von robusten Zentralbankströmen, während Silber empfindlich auf geldpolitische Veränderungen reagiert. Beide Märkte bleiben hochvolatil und verlangen Anlegern erhöhte Aufmerksamkeit ab.

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Der stärkste Treiber im Goldmarkt bleibt die Zentralbank People’s Bank of China, die ihre Bestände erneut ausgeweitet hat. Der Ausbau der Reserven dient der strategischen Diversifizierung und der Verringerung der Abhängigkeit vom US-Dollar. Gleichzeitig verschiebt sich die heimische Nachfrage in China: Schmuck verliert an Bedeutung, während Barren- und Münzenkäufe erheblich zunehmen. Dadurch gewinnt Gold (TVC:GOLD) ein stabileres Fundament. Trotz dieser strukturellen Stärke bleibt die kurzfristige Dynamik schwankungsanfällig, was das jüngste Zusammenspiel aus spekulativem Rekordhoch und abruptem Preisrückgang verdeutlicht.

 

 

 

Goldmarkt zwischen Nervosität und institutioneller Stabilität

 

Die jüngsten Schwankungen im Goldpreis reflektieren eine hohe Marktspannung. Ein politischer Personalwechsel in den USA und eine überdehnte Positionierung vieler Investoren lösten eine schnelle Korrektur aus, die jedoch rasch wieder aufgefangen wurde. Auffällig bleibt, dass weltweit Zentralbanken ihre Bestände weiter erhöhen, um sich gegen geopolitische Risiken und strukturelle Verschuldungsprobleme abzusichern. Dieser kontinuierliche institutionelle Aufbau stützt den Markt nachhaltig. Entsprechend hält sich das mittelfristige Kursziel von 6.400 US-Dollar je Unze weiterhin im Denkraum vieler Marktteilnehmer.

 

Silberpreis unter Druck nach geldpolitischem Schock

 

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Werbebanner EMH PM TradeDer Silbermarkt zeigte zu Jahresbeginn hohe Dynamik, bevor ein deutlicher Rückschlag einsetzte. Auslöser war die Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank, was Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik verstärkte. Der festere US-Dollar und steigende Renditen sorgten für schnellen Kapitalabfluss. Die Korrektur fiel wesentlich stärker aus als bei Gold und legte die zuvor spekulativ überzogene Marktposition offen. Gleichwohl halten Analysten ambitionierte Kursziele aufrecht und verweisen auf die weiterhin robuste strukturelle Nachfrage.

 

Fundamentale Engpässe unterstützen langfristigen Silberbedarf

 

Silber (TVC:SILVER) bleibt trotz der jüngsten Preisverluste strukturell knapp. Die weltweite Förderung stagniert, während neue Kapazitäten kurzfristig kaum realisierbar sind. Der große Produzent Fresnillo hat seine Produktionsziele gesenkt und bestätigt damit die angespannte Angebotslage. Parallel steigt der industrielle Bedarf spürbar, besonders in Elektromobilität, Photovoltaik, Elektronik und Rüstungstechnologie. Diese Sektoren sind auf Silber als unverzichtbaren Hochleistungsleiter angewiesen. Die Kombination aus begrenztem Angebot und hoher Nachfrage verleiht Silber trotz Volatilität ein langfristig relevantes Marktprofil.

 

Technische Analyse zeigt stabilen Trend bei beiden Metallen

 

Aus technischer Perspektive bleibt Gold im klar positiven Terrain. Der Kurs liegt über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt, der kurzfristige Durchschnitt über dem langfristigen. Der ADX-Wert von 54,5 Punkten signalisiert eine deutliche Trendstärke. Silber zeigt ein ähnliches Bild: Der Kurs notiert ebenfalls oberhalb beider gleitender Durchschnitte, und ein ADX von 58,6 Punkten deutet auf starken Trenddruck hin. Die technische Ausgangslage bleibt somit bei beiden Metallen konstruktiv, selbst wenn die Schwankungsbreite weiterhin hoch ist.

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Ausblick auf die kommenden Wochen

 

In den nächsten Wochen dürfte die Entwicklung von Gold und Silber stark von geldpolitischen Entscheidungen und geopolitischen Impulsen geprägt bleiben. Gold profitiert weiterhin von stabilen Zentralbankkäufen, während Silber stärker auf Zins- und Dollarbewegungen reagiert. Zudem könnten strukturelle Engpässe im Silberangebot wieder stärker in den Vordergrund rücken. Für Anleger entsteht ein herausforderndes, aber chancenreiches Umfeld, das selektive Positionierungen begünstigt.

 

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07.02.2026 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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