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Edelmetall Marktbericht vom 04.02.2026: Gold, Silber, Platin und Palladium - Geopolitik, Politikentscheidungen und technische Signale treiben die Preise

Strategisches Kapital sucht in Edelmetalle gezielt Schutz vor zunehmenden Unsicherheiten

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 04.02.2026: Gold, Silber, Platin und Palladium - Geopolitik, Politikentscheidungen und technische Signale treiben die Preise

 

Die Edelmetallmärkte bewegen sich zur Wochenmitte kraftvoll nach oben. Der Goldpreis steht bei 5077 US-Dollar, während Silber mit rund 88 US-Dollar ebenfalls deutlich fester handelt. Platin klettert auf 2283 US-Dollar, und Palladium steigt auf 1777 US-Dollar. Diese breite Aufwärtsbewegung wird durch geopolitische Spannungen, impulsgebende politische Entscheidungen sowie technische Faktoren gespeist. Die Dynamik verdeutlicht, wie empfindlich die Märkte aktuell auf Risiken reagieren, aber auch, wie gezielt Kapital in strategisch relevante Rohstoffe fließt.

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Der Goldpreis bleibt der dominierende Profiteur der jüngsten geopolitischen Verwerfungen. Nach dem Abschuss einer iranischen Drohne durch das US-Militär im Arabischen Meer steigt die Risikoprämie deutlich an. Gold (TVC:GOLD) wird verstärkt als Absicherungsinstrument gesucht und hebt sich spürbar von klassischen Risikoanlagen ab. Auch die politische Einigung in den USA über den zuvor festgefahrenen Haushaltsstreit bringt zusätzliche Marktbewegung mit sich. Parallel richtet sich der Blick auf anstehende Daten aus den USA, insbesondere den Arbeitsmarkt. Kurzfristig werden Kursregionen um 5100 US-Dollar wichtiger, mittelfristig rücken 5600 US-Dollar ins Zentrum der Erwartungen. Selbst ein Goldpreis von 6000 US-Dollar wird vereinzelt nicht ausgeschlossen.

 

Silberpreis: Stabilisierung nach politisch ausgelöstem Kursrutsch

 

Der Silbermarkt zeigt nach einer abrupten und ungewöhnlich scharfen Korrektur eine deutliche Erholung. Belastet wurde der Silberpreis unter anderem von der überraschend starken Reaktion auf die mögliche Ernennung von Kevin Warsh, dem Wunschkandidaten von Donald Trump, für den Vorsitz der US-Notenbank. Die Personalie wurde als Signal für eine restriktivere Geldpolitik interpretiert und löste einen raschen Abbau spekulativer Engagements aus. Gleichzeitig wird die Erholung durch strukturelle Angebotsdefizite gestützt, die dem Markt schon zuvor Auftrieb verliehen hatten. Dass Silber (TVC:SILVER) nach dem Einbruch zügig Käufer findet, zeigt die hohe Reagibilität spekulativen Kapitals, aber auch die weiterhin robuste Nachfragebasis in einem engen Angebotsumfeld.

 

 

 

Platinpreis: Technische Gegenbewegung nach markantem Rücksetzer

 

Der Platinpreis zieht nach einer kräftigen, technisch getriebenen Abwärtsphase wieder an. Der vorangegangene Bruch zentraler Unterstützungen hatte automatisierte Verkaufsorders und Gewinnmitnahmen ausgelöst. In einer charttechnisch relevanten Zone stoppte der Abgabedruck jedoch spürbar. Von dort setzte eine Gegenbewegung ein, unterstützt durch klar überverkaufte Indikatoren. Die aktuelle Erholung verbessert das kurzfristige Bild, dennoch bleibt Platin (TVC:PLATINUM) unterhalb wichtiger Widerstände anfällig. Erst die Rückkehr über das ausgerufene Kursziel von 2150 US-Dollar könnte das korrektive Szenario entkräften und den Weg in eine stabilere Trendphase öffnen.

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Palladiumpreis: Strategische US-Initiative verleiht Markt neue Bedeutung

 

Nicht nur Palladium (TVC:PALLADIUM) steht durch eine neue US-Initiative im Mittelpunkt der Rohstoffdebatte. Die Regierung unter Präsident Donald Trump plant mit dem Rohstofflager „Project Vault“ eine umfassende staatliche Erfassung aller als kritisch eingestuften Mineralien. Besonders relevant ist, dass der U.S. Geological Survey – United States Geological Survey (USGS) – Palladium zu den Metallen zählt, die für Rüstung, Energie, Elektronik und Mobilität von hoher industrieller Bedeutung sind. Diese Einstufung erhöht die politische Priorität deutlich. Staatliche Lagerhaltung, Beteiligungen an Projekten sowie die Absicherung strategischer Lieferketten stärken die Nachfrage langfristig. Für den Palladiumpreis entsteht damit eine strukturelle Unterstützung, die über kurzfristige Marktschwankungen hinausreicht.

 

Technische Analyse der Edelmetalle

 

Gold notiert klar oberhalb seines 50- und 200-Tage-Durchschnitts und bestätigt damit einen intakten Aufwärtstrend. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt über dem 200-Tage-Wert, was ein positives Trendbild unterstreicht. Mit einem ADX von 58,2 Punkten weist Gold zudem eine starke Trendintensität auf. Auch Silber zeigt ein vergleichbares Muster: Der Kurs liegt oberhalb beider gleitenden Durchschnitte, der Trend ist ausgeprägt und mit einem ADX von 66,3 Punkten besonders dynamisch. Platin und Palladium folgen mit ähnlichen technisch konstruktiven Strukturen. Beide Metalle bewegen sich oberhalb ihrer zentralen Durchschnittslinien und zeigen Trendstärke, gestützt durch ADX-Werte von 42,3 beziehungsweise 41,0 Punkten. Rücksetzer treffen in allen vier Märkten regelmäßig auf Käufer, was die aktuelle Stabilität des Sektors untermauert.

 

Ausblick

 

Die kommenden Wochen versprechen erhöhte Spannung. Geopolitische Entwicklungen, geldpolitische Signale und industriepolitische Maßnahmen werden die Richtung im Edelmetallsektor maßgeblich bestimmen. Gold bleibt sensibel für jede Verschärfung im Verhältnis zwischen den USA und Iran. Silber dürfte stark auf politische und spekulative Impulse reagieren. Platin benötigt eine Bestätigung der jüngsten Erholung, während Palladium nachhaltig von strategischer Nachfrage profitieren kann. Sollte sich das Marktumfeld weiter verengen, könnten die aktuellen Trends zusätzliche Stärke entfalten.

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04.02.2026 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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