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Wells Fargo, Citigroup steigern Gewinne, EZB führt den digitalen Euro ein

Digitaler Euro als Gegner von Bitcoin und Co.?

NTG24 - Wells Fargo, Citigroup steigern Gewinne, EZB führt den digitalen Euro ein

 

Wells Fargo und die Citigroup führen die Berichtsaison der US-amerikanischen Finanzinstitute weiter. Beide übertreffen die Erwartungen des Marktes und dennoch verliert die Aktie der Citigroup im Handel an Boden. Währenddessen beschließt die EZB die Einführung des digitalen Euros.

Deutlich geringere Risikovorsorge und ein starkes Investmentbanking sorgten für einen Gewinnsprung bei der Großbank Wells Fargo (US9497461015). Davon profitierten heute vor allem die Investoren, da die Aktie von Wells Fargo 2,95 % im Handel dazugewinnt.

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Werbebanner ClaudemusInsgesamt erzielte der Konzern in den letzten 3 Monaten bis zum 30.06.2021 einen Bruttogewinn von 6,0 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum stand durch die hohen Rückstellungen für drohende Kreditausfälle in Folge der Corona-Pandemie noch ein Verlust von 3,8 Milliarden US-Dollar zu Buche. Ein wesentlicher Teil der Rückstellungen wurden in diesem Quartal wieder aufgehoben. Davon konnten die Gewinne profitieren. Auch der Umsatz stieg um 11 % auf 18,3 Milliarden US-Dollar. Gründe für die Steigerung der Erträge sind geringe Kosten durch Restrukturierungsmaßnahmen und ein boomendes Investmentbanking.

Der Aktienkurs von Wells Fargo befindet sich nach der starken Erholung im letzten Jahr mit einer Performance von +78.4 % seit Mitte Mai in einer Seitwärtsbewegung. Die erfreulichen Quartalszahlen könnten nun dafür sorgen den Korridor auf der Oberseite zu durchbrechen und den Kurs weiter Rückenwind geben. Die Tagesperformance von +2,95 % lässt immerhin schon mal hoffen.

 

Citigroup Umsatz sinkt leicht

 

Auch die Citigroup (US1729674242) profitierte davon, dass sie hohe Rückstellungen auflöste, die im Vorjahreszeitraum als Risikovorsorge verbucht wurden. Damit erreichte die Großbank einen Gewinn von 6,2 Milliarden US-Dollar nach einem Gewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt löste die Citigroup Rückstellungen in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar auf. So kann auch der hohe Gewinn nicht drüber hinwegtäuschen, dass der Umsatz um 12 % auf 17,5 Milliarden US-Dollar zurückging.

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Werbebanner ISIN-WatchlistAm stärksten von den veränderten Marktbedingungen war das Anleihengeschäft betroffen. In diesem Segment ging der Umsatz um ganz 43 % auf 3,2 Milliarden US-Dollar zurück. Der Vorstand sprach bei der Veröffentlichung der Bilanz von einer Normalisierung der Marktbedingungen. Allerdings zeichnet sich im Finanzsektor ein klarer Trend ab. Während die Gewinne durch die hohen Auflösungen der Rückstellungen zulegen konnten, nahm der Gewinn aus dem Anleihenhandel stark ab.

Die Aktie der Citigroup verlor im Handel 1,67 % und notiert zur Zeit bei 57,06 € pro Anteil.

 

Digitaler Euro als Gegner für den Bitcoin?

 

Am heutigen Mittwoch beschloss der EZB-Rat die Einführung des digitalen Euros. Die Idee hinter dem Projekt ist relativ simpel. Jeder EU-Bürger erhält eine digitale Geldbörse (Wallet). Dieses Wallet ist mit einem Konto bei der EZB verknüpft, auf dem der Bürger jederzeit zugreifen kann.

Vorteil des ganzen ist, dass der digitale Euro anders als Kreditkarten von jedem Händler akzeptiert werden muss. Dabei soll die digitale Währung nur als Ergänzung zum Bargeld fungieren und dieses nicht ersetzen.

Mit der Einführung eines digitalen Euros will die EZB die Souveränität der Euros Schützen und den Aufschwung der Kryptowährungen einbremsen. Auf das Konto bei der EZB sollen keine Strafzinsen verrichtet werden. Doch das Konto ist auf einem Betrag von 3000 € pro Person gedeckelt.

Eine Entscheidung, ob der digitale Euro wie eine Kryptowährung behandelt werden soll oder die Transaktionen zentral über die EZB ablaufen, wird nach einer Testphase vermutlich erst in den nächsten 2 Jahren getroffen, sodass mit einer Einführung der digitalen Währung nicht vor 2026 zu rechnen ist.

 

14.07.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 

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