Tagesbericht Gold vom 18.09.2025: Aktuelle Entwicklung beim Goldpreis - US-Notenbank bleibt vage bei weiteren Zinsschritten
Morgan Stanley will den Goldpreis strategisch höher gewichten
Der Goldpreis zeigte sich am Mittwoch schwächer und schloss bei 3659 US-Dollar, was einem Tagesverlust entspricht. Trotz dieses Rückgangs liegt das Edelmetall seit Wochenbeginn mit 0,29 Prozent leicht im Plus. Die Kursbewegung folgt auf die erwartete Zinssenkung durch die US-Notenbank, die allerdings ohne ein klares Bekenntnis zu weiteren geldpolitischen Lockerungen blieb. Die restriktive Rhetorik stärkte den US-Dollar und setzte den Goldpreis unter Druck – vor allem für Käufer außerhalb der Vereinigten Staaten, für die Gold damit teurer wurde.
Die Fed erklärte den Zinsschritt als vorsorglich, angesichts eines schwächelnden US-Arbeitsmarkts. Doch der Markt reagierte enttäuscht auf das Fehlen konkreter Hinweise auf eine lockere Zinspolitik. Der Dollar wertete auf – traditionell ein negativer Faktor für Gold (TVC:GOLD). Damit verschlechterte sich das Umfeld für kurzfristige Gewinne, auch wenn die makroökonomischen Rahmenbedingungen mittelfristig weiterhin unterstützend wirken. Der Goldpreis bleibt somit abhängig von geldpolitischen Signalen und deren Einfluss auf die globale Liquidität.
Gold als strategische Antwort auf Marktunsicherheiten
Morgan Stanley bringt frischen Schwung in die strategische Diskussion um Gold. CIO Mike Wilson plädiert für ein neues Portfolio-Modell, das dem Edelmetall einen festen Platz einräumt. Statt der klassischen 60/40-Aufteilung schlägt er eine 60/20/20-Struktur vor, in der Gold ein Gegengewicht zu wachstumsorientierten Aktien bildet. Insbesondere angesichts begrenzter Ertragserwartungen bei US-Aktien und steigender Renditeanforderungen an Anleihen wird Gold zunehmend als stabilisierendes Element wahrgenommen. Fallende Realzinsen und politische Unsicherheiten liefern zusätzlich Argumente für die erhöhte Gewichtung.
Deutsche Bank bleibt optimistisch – Technisches Bild freundlich
Auch die Deutsche Bank sieht weiteres Aufwärtspotenzial. Trotz einer derzeit hohen Bewertung im Vergleich zum fairen Wert werde der Goldpreis vor allem durch die anhaltend starke offizielle Nachfrage gestützt. Diese fundamentale Stärke, gepaart mit einem günstigen Zinsumfeld und unterstützenden Wechselkursentwicklungen, lässt auf eine nachhaltige Entwicklung schließen. Auch charttechnisch bleibt das Bild freundlich: Der Goldpreis liegt über dem GD-10, was als positives Signal gewertet werden kann. Die Bullen bestimmen aktuell klar das Geschehen.
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18.09.2025 - Andreas Opitz

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