Tagesbericht Gold vom 29.01.2026: Entscheidende Phase Goldpreis - Welche Variablen über den weiteren Verlauf bestimmen
Investoren treiben den Goldpreis trotz schwächelnder Schmucknachfrage weiter
Der Goldpreis setzt seinen steilen Aufwärtstrend fort und wird am Donnerstagmorgen mit 5549 US-Dollar je Unze gehandelt – ein Wochenplus von 11,2 Prozent, während die monatliche Veränderung aktuell 28,7 Prozent erreicht. Diese außergewöhnliche Preisbewegung signalisiert eine deutliche Verschiebung der Kräfte am Markt und unterstreicht, wie stark der Goldpreis derzeit von globalen Risiken und strukturellen Kapitalströmen geprägt wird.
Die Nachfrage nach Gold (TVC:GOLD)( wird zunehmend von der Investmentseite bestimmt, während der Schmucksektor empfindlich unter den hohen Preisen leidet. Institutionelle Anleger und private Investoren verlagern große Volumina in physisches Gold und börsengehandelte Produkte, was den Goldpreis stabil nach oben treibt. Laut World Gold Council erreicht die weltweite Gesamtnachfrage Rekordmarken, da Unsicherheiten über Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und die langfristige Rolle des US-Dollar Kapital in sichere Rückzugslager leiten. In Asien dagegen bremst die Preisdynamik den Schmuckkonsum spürbar. Zentralbanken kaufen weiterhin, jedoch mit einer zurückhaltenderen Strategie als im Vorjahr. Die Frage, ob die starke Investmentnachfrage dauerhaft das strukturelle Nachlassen im Schmucksegment und bei offiziellen Käufen ausgleichen kann, wird zur zentralen Variable für den weiteren Verlauf des Goldpreis.
Goldpreis: Markt blickt über Powell hinaus
Die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell konnten die Entwicklung beim Goldpreis kaum beeinflussen. Obwohl Powell die geldpolitische Glaubwürdigkeit der Federal Reserve verteidigte und auf stabile Inflationserwartungen verwies, blieben seine Aussagen zu möglichen Zinsschritten offen. Der Markt wertete das als neutrale Position und verschob den Fokus auf den politischen Ausblick. Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel an der Spitze der Federal Reserve sowie die Erwartung einer künftig lockereren Geldpolitik verschaffen dem Goldpreis zusätzlichen Antrieb. In Kombination mit der fortgesetzten geopolitischen Unsicherheit entsteht ein Umfeld, in dem die Nachfrage nach Gold als strategischem Schutzinstrument weiter zunimmt.
Technische Analyse: Überkauft, aber trendstark
Die technische Lage präsentiert sich eindeutig bullisch. Der kurzfristige 10-Tage-Durchschnitt verläuft klar aufwärts und wird vom aktuellen Kurs übertroffen, während der 50-Tage-Durchschnitt ebenfalls einen stabilen Trend bestätigt. Gleichzeitig liegt der RSI mit 91,4 Punkten deutlich im überkauften Bereich und signalisiert wachsende Vorsicht nach der jüngsten Rallye. Der MACD unterstreicht den Aufwärtsimpuls durch eine Signallinie unterhalb der MACD-Linie, was auf anhaltendes Momentum hinweist. Insgesamt überwiegen weiterhin positive Signale, auch wenn kurzfristige Rücksetzer angesichts des starken Anstiegs jederzeit möglich bleiben.
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29.01.2026 - Andreas Opitz

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