Tagesbericht Gold vom 08.09.2025: Schwache US-Arbeitsmarktdaten befeuern Spekulation auf baldige Fed-Zinssenkung - Goldpreis reagiert mit relativer Stärke
Anhaltende Käufe der chinesischen Zentralbank stärken das fundamentale Momentum beim Goldpreis
Der Goldpreis zeigt sich zum Wochenstart erneut robust und notiert nahe seinem Rekordhoch. Angesichts schwacher US-Arbeitsmarktdaten wächst an den Märkten die Erwartung, dass die US-Notenbank in Kürze die Zinsen senken könnte – ein Umfeld, das dem Goldpreis traditionell Rückenwind verleiht. Aktuell liegt der Preis für eine Feinunze Gold bei 3584 US-Dollar und damit leicht um -0,17 % unter dem Schlusskurs vom Freitag bei 3590 US-Dollar.
Die Aussicht auf eine baldige geldpolitische Wende in den USA rückt den Goldpreis verstärkt in den Blick institutioneller Anleger. Die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA – insbesondere die geringeren Neueinstellungen außerhalb der Landwirtschaft – deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Lage abschwächt. Eine mögliche Reaktion der Fed in Form einer Leitzinssenkung könnte das zinslose Edelmetall im relativen Vorteil zeigen. Gold (TVC:GOLD) profitiert regelmäßig von einem nachlassenden Realzinsumfeld, da die Opportunitätskosten sinken. Entsprechend positionieren sich Marktteilnehmer zunehmend in physischen Goldanlagen sowie in börsengehandelten Goldprodukten.
China bleibt der größte Einzelkäufer am Markt
Auch von geopolitischer Seite erhält der Goldpreis Unterstützung. Die chinesische Zentralbank hat ihre Goldkäufe im August weiter ausgeweitet und damit ihre strategisch motivierte Kaufserie auf zehn Monate in Folge verlängert. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines schrittweisen Rückzugs aus US-Dollar-Positionen zugunsten realer Vermögenswerte. Durch den kontinuierlichen Aufbau physischer Goldreserven signalisiert Peking ein wachsendes Bedürfnis nach sicherem Vermögen, das von geopolitischen Risiken unabhängiger ist. Diese strukturelle Nachfrage wirkt preisstabilisierend und verleiht dem Markt eine zusätzliche Grundstärke – insbesondere in einem Umfeld multipler Unsicherheiten im globalen Finanzsystem.
Technische Analyse: Widerstand bei 3600 US-Dollar im Blick
Aus technischer Sicht präsentiert sich der Goldpreis ebenfalls in einem positiven Licht. Der kurzfristige Trend ist steigend, was sich sowohl im Verlauf oberhalb des 10-Tage-Durchschnitts (GD10) als auch durch das Überwinden früherer Zwischenhochs zeigt. Der nächste markante Widerstandsbereich liegt bei 3600 US-Dollar – ein psychologisch wie charttechnisch relevanter Punkt, dessen Überwindung weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen könnte. Auf der Unterseite gilt die Zone um 3351 US-Dollar als tragfähige Unterstützung. Zudem liegt der Goldkurs aktuell auch über dem 200-Tage-Durchschnitt (GD200), was langfristig orientierten Investoren ein weiteres bullisches Signal liefert.
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08.09.2025 - Andreas Opitz

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