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JPMorgan präsentiert für das erste Quartal sensationell hohen Nettogewinn

Beste Rahmenbedingungen

 

Mit der Verkündung der Q1-Zahlen seitens der US-Grossbank JPMorgan Chase & Co. (US46625H1005) hat die Bilanzberichtssaison in der Wall Street nun endgültig an Fahrt aufgenommen. Hatten im Vorfeld die Analysten mit einem Nettogewinn von 3.10 US-Dollar je Anteilschein gerechnet, was bereits erheblich über dem Vorjahreswert von 0.78 US-Dollar lag, so gab die Bank jetzt in ihrem Q1-Bericht ein Nettoergebnis von stattlichen 4.50 US-Dollar je Anteilschein bekannt. Somit wurden die Expertenschätzungen um stattliche 45 % geschlagen.

In einer ersten Marktreaktion reagierte der Titel im US-Handel kaum auf die Meldung, da viele Investoren bereits insgeheim gehofft hatten, dass die in New York City ansässige Bank die Markterwartungen deutlich schlägt, was dem Institut bereits in den drei Quartalen zuvor eindrucksvoll gelang. Zudem legte die Notierung der JPMorgan-Aktie bereits seit Ende Oktober 2020 signifikant im Rahmen eines recht steilen Aufwärtstrends zu, womit bereits schon eine grosse Portion an Optimismus bei der Aktienkursentwicklung vorweggenommen wurde.

 

JPMorgan profitiert von mehreren Faktoren

 

Aktuell ist das Umfeld für die wertvollste US-Bank nahezu zu ideal. So kommt den Amerikanern nicht nur das anhaltend positive Kapitalmarktumfeld zugute. Vielmehr zeigten auch viele Kunden in Zeiten der Covid-19-Pandemie einen hohen Beratungsbedarf, was letztendlich auch zum Kerngeschäft eines Geldhauses führt. Gleichzeitig zogen die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen im ersten Quartal deutlich an, was allgemein gut für Banken ist, da somit eine Fristentransformation profitabler wird. Demnach können sich Banken recht günstig am Kapitalmarkt kurzfristig zu niedrigen Zinsen finanzieren und die Einlagen zugleich bei höheren Renditen langfristig anlegen.

 

 

Mittelfristig bleiben die Aussichten für JPMorgan unverändert gut, auch wenn die Gefahr besteht, dass eine vergleichsweise hohe Zahl an Kunden nach der Corona-Krise Probleme haben dürfte, ihre Kredite zurückzuzahlen. Im Gegenzug sollte die Gesellschaft aber vom Konjunkturboom in den Vereinigten Staaten profitieren, da dieser grundsätzlich ein starkes Kreditgeschäft im Firmenkundengeschäft erwarten lässt, welche im Aufschwung tendenzieller eher bereit sind, fremdfinanzierte Erweiterungsfinanzierungen zu tätigen. Auch sind aktuell keine Anzeichen erkennbar, dass sich das Kapitalmarktumfeld unerwartet schnell eintrübt.

 

Das Fazit:

 

Am 24. Februar 2021 (ZT: 08/2021) haben wir die Aktie von JPM Morgan zum Kauf bis 149.50 US-Dollar empfohlen. Leser, die noch nicht investiert sind, können weiterhin einsteigen, wobei wir das Kauflimit auf 155.25 US-Dollar anpassen. So bietet der Titel mit einem von uns geschätzten 2021er-KGV von 13 noch weiteres Aufwärtspotenzial, auch wenn dieses nach der Rallye zuvor deutlich kleiner geworden ist.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

15.04.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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