Logitech: The mouse build this house
Logitech im Abseits - der Peripheriegerätespezialist wird zum Opfer der Speicherchip-Krise
Logitech im Abseits. Die Anleger fürchten sich davor, dass der Spezialist für PC-Peripheriegeräte in die Speicherchip-Krise hineingezogen wird. Das ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, aber die Börse schiesst hier zuerst und stellt dann später die richtigen Fragen.
Logitech (CH0025751329) wird mit in die Speicherchip-Krise hereingezogen. Das Unternehmen selbst ist von den steigenden Speicherchippreisen direkt nur am Rande betroffen. Die wenigsten Peripheriegeräte benötigen nennenswerte Mengen an Speicherchips. Im Bereich der hochleistungsfähigen Speicherchips ist Logitech überhaupt nicht positioniert. Einzig allein im Bereich der Videokonferenzsysteme hat sich der Bedarf ergeben, die Endkundenpreise anzupassen. CEO Hanneke Faber betonte zudem erst kürzlich, dass man auf der Einkaufsseite den Engpass bei den Speicherchips hat kommen sehen und für das laufende Quartal sowie die beiden kommenden Quartale mit Speicherchips abgedeckt ist.
Das Problem für Logitech ist dagegen ein indirektes. Denn die hohen Speicherchippreise dämpfen selbstverständlich die Kauflust im PC-Markt. Wer sich aktuell mit dem Gedanken trägt, einen neuen PC zu kaufen, der neigt im Zweifel dazu, den Kaufzeitpunkt nach hinten zu verschieben. Damit einhergeht aber natürlich auch ein Rattenschwanz an Zusatzkäufen, die nach hinten verschoben werden. Und das kann sich durchaus in den Absatzzahlen bei Logitech bemerkbar machen. Das Unternehmen betonte zwar, dass man sich eine starke Nachfrage aus dem Stamm der bereits vorhandenen PC-Benutzer erhofft, die statt eines neuen PCs neue Peripheriegeräte kaufen würden, aber das ist im Zweifel Wunschdenken der Geschäftsführung.
„The mouse build this house"
Auch in Zeiten von AI ist es die Maus, die das Geschäft bei Logitech hochhält. Man hat sich eine treue und grosse Gemeinde an Fans erarbeitet, die auf die Produkte des Schweizer Unternehmens schwören. Der Sitz ist zwar in Lausanne, aber die USA sind mit rund 30 % der weltweit grösste Absatzmarkt für Logitech. Insgesamt bedient man mehr als 150 Länder weltweit mit seinen PC-Peripherieprodukten. Man bilanziert auch nicht in Franken, sondern US-Dollar, was in der aktuellen Lage durchaus etwas hilft, und hat eine Chefin aus Detroit, die das Unternehmen führt.
Die Zahlen zum 3. Fiskalquartal 2025 (31. Dezember) waren gut, aber nicht aufregend. Man erreichte einen Umsatz von 1,42 Mrd. US-Dollar und ein operatives Ergebnis von 286 Mio. US-Dollar, was zu den besten in der Unternehmensgeschichte zählt. Nach Steuern wuchs der Gewinn immerhin um 25 % auf 251 Mio. US-Dollar bei einem Umsatzwachstum von nur 6 %. Was die Börse jedoch sehen will, ist mehr Umsatzwachstum, und da sind die Analysten skeptisch. Man prognostiziert zwar ein starkes Abschlussquartal mit einem Wachstum von mehr als 7 %, aber sieht für das kommende Fiskaljahr 2026 nur ein Mini-Wachstum von weniger als 2 %.
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06.03.2026 - Mikey Fritz

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