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Tesla vor Kurs-Halbierung? Spannung rund um Moderna und Biontech. Millennial Lithium und Rock Tech Lithium weiter explosiv

Moderna reagiert auf Bericht der kalifornischen Gesundheitsbehörden

 

Morgen steht die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden an, und heute äußert sich schon mal seine wahrscheinlich neue Finanzministerin Yellen zu den Herkules-Aufgaben, die (nicht nur) in der US-Finanzpolitik anstehen. Als frühere US-Notenbankvorsitzende dürfte sie die dafür komplementäre Geldpolitik ja gut genug kennen. Interessant für den Markt dürften vor allem Hinweise darauf sein, wie sie bei dem riesigen Finanzierungsbedarf der Biden-Administration die Entwicklung der Zinsen sieht bzw. was sie bereit ist, diesbezüglich zu tolerieren, ein Werteraster aus Handlungsschwellen sozusagen.

Daneben läuft die Corona-Pandemie auch in den USA weiter und inzwischen zeigen sich auch bei den derzeit zugelassenen Impfstoffen erste ,,Reaktionen‘‘. Auf jene, welche bei bestimmten Dosen des Impfstoffes von Moderna (US60770K1079) auftreten, hatten wir ja bereits gestern und heute berichtet. Denn am 17.01.2021 hatte der Chef-Epidemiologe des US-Bundesstaates Kalifornien, Dr. Erica S. Pan, auf der Webseite des ,,California Department of Public Health‘‘ mitgeteilt, dass man die Verwendung des Moderna Corona-Impfstoffes 41L20A aussetzen sollte, um die allergischen Reaktionen darauf genau zu untersuchen.

Heute nun veröffentlichte Moderna um 12:30 Uhr (E.T.) als Reaktion auf diese Meldung eine Stellungnahme, welche in inoffizieller Übersetzung lautet: ,,Moderna bestätigt, einen Bericht des kalifornischen Gesundheitsministeriums (CDPH) erhalten zu haben, wonach mehrere Personen in einem Impfzentrum in San Diego nach der Impfung aus einer Charge des COVID-19-Impfstoffs von Moderna wegen möglicher allergischer Reaktionen behandelt wurden. Das Unternehmen arbeitet bei der Untersuchung dieser gemeldeten unerwünschten Ereignisse uneingeschränkt mit CDPH zusammen.

In Übereinstimmung mit der Aussage von CDPH sind Moderna derzeit keine vergleichbaren Cluster von unerwünschten Ereignissen aus anderen Impfzentren bekannt, die möglicherweise Impfstoffe aus derselben Charge oder aus anderen Moderna-Chargen verabreicht haben.

Moderna bestätigte, dass insgesamt 1.272.200 Dosen in Chargennummer 041L20A hergestellt wurden, wobei fast eine Million Dosen (964.900) bereits an ungefähr 1.700 Impfstellen in 37 Staaten verteilt wurden. Laut CDPH umfasst dies mehr als 330.000 Dosen aus dieser Charge, die an 287 Anbieter im Bundesstaat Kalifornien verteilt werden. Insgesamt verbleiben 307.300 Dosen, welche noch nicht verteilt wurden.

Während Moderna sagte, es wisse nicht, wie viele Dosen in den Armen von Menschen gelandet sein könnten, berichtete es, dass das Los zwischen dem 4. und 8. Januar versandt wurde, und erwartet daher, dass ein erheblicher Teil der verteilten Dosen bereits verwendet wurden. Diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, und Moderna arbeitet eng mit der FDA und der CDC zusammen, um die klinischen Fälle zu verstehen und um festzustellen, ob die lange Pause bei der Verwendung des Loses gerechtfertigt ist.‘‘

Es bleibt also weiter spannend bei der Suche nach einer Erklärung der Häufung allergischer Reaktionen. Der Chef-Epidemiologe des US-Bundesstaates Kalifornien erkennt an, dass wenig Daten über die allergischen Reaktionen auf den Moderna-Impfstoff zur Verfügung stehen, betonte aber, dass es gleichwohl selten für Impfstoffe sei, dass solche ernsten Nebenwirkungen auftreten. Moderna, die CDC und die FDA sind derzeit dabei, die entsprechenden Daten auszuwerten. Die Aktie von Moderna notiert aktuell an der Börse in New York 4,81 % tiefer bei 123,42 Dollar.

Die Impfstoff-Konkurrenten Pfizer (US7170811035) und Biontech (US09075V1026) können aktuell von dieser Entwicklung nicht profitieren. Pfizer notiert derzeit unverändert, und Biontech liegt sogar leicht im Minus.

Derweil läuft auch auf anderen Baustellen der Informationsdraht heiß. Wie ,,Market Watch‘‘ heute mitteilt, macht an der Wall Street die Deutsche Bank den ,,Call oft he day‘‘, der sich um Börsenblasen dreht. Die Deutsche Bank bezieht sich dabei auf die Ergebnisse einer ihrer jüngsten Umfragen, wo die Investoren die ,,Schaum‘‘ dieser Blasen sehen. 89 % der Befragten glauben, dass die Märkte mit Blasen konfrontiert sind, und zwei davon stechen hervor - US-Technologiewerte und Bitcoin. Letzteres nähert sich dem Gebiet der „extremen Blase“.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWenn die Mehrheit der Leser speziell nach dem 12-monatigen Schicksal von Bitcoin und Tesla (US88160R1014) gefragt wird - ein Symbol für eine potenzielle Tech-Blase -, ist sie der Meinung, dass sie sich von diesen Niveaus eher halbieren als verdoppeln, wobei Tesla laut Lesern anfälliger ist. Dies sagte der Chef-Stratege der Deutschen Bank Jim Reid und die Research-Analysten Karthik Nagalingam und Henry Allen. Tesla wird am 27. Januar einen Gewinn für das vierte Quartal ausweisen.

Explosiv ist ungeachtet dessen heute wieder die Kursentwicklung von Millennial Lithium (CA60040W1059). Die Aktien legen derzeit 28,1 % auf 3,3307 Dollar in New York zu. Noch einen drauf setzt die Aktie von Rock Tech Lithium (CA77273P2017) die aktuell 38,78 % auf 5,2481 Dollar hochschnellt.

Es wird wohl weiter spannend bleiben, wie die vielfältigen Warnungen vor zu hohen Bewertungen zu einem realistischen Blick auf die Prognosen der jeweiligen Einzelwerte führen. Warnlampen blinken jedenfalls derzeit genug!

 

19.01.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 









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