Bei SAP steht KI noch mehr als zuvor im Mittelpunkt, womit der Konzern auf Kritik und Sorgen an den Kapitalmärkten reagiert
SAP setzt voll und ganz auf KI-Agenten
Die Aktien der großen Software-Unternehmen gerieten in der jüngeren Vergangenheit schwer unter die Räder. An den Märkten machten sich Zweifel an der Beständigkeit kompletter Geschäftsmodelle breit, da KI-Agenten auf viele Plattformen gar nicht erst angewiesen ist. Auch SAP bekam Verkaufsdruck zu spüren, versucht sich nun aber an einer Gegenbewegung.
Statt sich wegzuducken und Risiken kleinzureden, wählt SAP (DE0007164600) den umgekehrten Weg. In einer internen E-Mail kündigte Konzernchef Christian Klein eine konsequente Ausrichtung auf Künstliche Intelligenz an. Das Produktportfolio müsse grundlegend angepasst werden und künftig „voll auf KI setzen“. Außerdem wurden einige Veränderungen im Vorstand angekündigt.
Der bisherige Produktvorstand Muhammad Alam wird seinen noch bis März 2027 laufenden Vertrag nicht verlängern, was auf persönliche Gründe zurückgeführt wird. Derweil wird die Vertriebsleitung in die Zuständigkeit von Thomas Saueressig fallen, der bisher mit After Sales und Support bei der Implementierung von Software beauftragt war.
Beobachter erkennen in diesen Schritten einen klaren Strategiewechsel. KI soll bei SAP in Zukunft nicht nur ein „nice to have“ sein, sondern im Mittelpunkt stehen. Um Erfolge feiern zu können, werden die KI-Agenten des Unternehmens technologisch überzeugen müssen. Gleichzeitig ist ein Lizenzmodell gefragt, welches den Kunden den Umstieg auf KI schmackhaft machen kann. Das ist herausfordernd, aber nicht unmöglich.
Die SAP-Aktie schlägt sich wacker
Für eine spontane Erholung bei der SAP-Aktie reichte es in dieser Woche noch nicht. Das Papier konnte Abschläge in einem denkbar schwachen Marktumfeld aber begrenzen und sich besser als viele andere Titel schlagen. Mit einem Kurs von 169 Euro am Mittwochmorgen lassen sich im Wochenvergleich sogar dezente Kursgewinne feststellen. Allerdings werden viele Anleger noch abwarten, ob die neue Strategie auch erste Früchte tragen wird. Gänzlich verschwunden ist die befürchtete Bedrohung durch KI-Agenten anderer Anbieter noch nicht.
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04.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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