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Rettungsversuche laufen ins Leere und die US-Airline Spirit wirft nun endgültig das Handtuch

Auch die US-Regierung konnte Spirit nicht retten

NTG24 - Rettungsversuche laufen ins Leere und die US-Airline Spirit wirft nun endgültig das Handtuch

 

Bereits seit dem vergangenen Jahr befindet sich die US-amerikanische Airline Spirit in der Insolvenz. Eigentlich wollte man in diesem Jahr mit deutlich geringerem Schuldenstand dastehen, doch dieser Plan ging nicht auf. Torpediert wurde das Vorhaben nicht zuletzt durch den Irankrieg und explodierende Kerosinpreise. Zuletzt gab es noch Berichte über einen Rettungsversuch der US-Regierung. Doch jener scheint nicht in die Tat umgesetzt werden zu können.

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Stattdessen ließ Spirit (US8485771021) mitteilen, den Betrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Begonnen habe man mit einer geordneten Einstellung des Flugbetriebs. Sämtliche Flüge wurden gestrichen und der Kundenservice ersatzlos eingestellt. Damit kommt es auch nicht zu einem Einstieg des Staates. US-Präsident Donald Trump stellte vor wenigen Tagen noch einen Kredit im Austausch für Unternehmensanteile in Aussicht. Medienberichten zufolge wäre es wohl um 500 Millionen US-Dollar und bis zu 90 Prozent der Unternehmensanteile gegangen. Dass es dazu letztlich nicht kam, ist wohl auf andere Geldgeber zurückzuführen, die mit den Konditionen nicht einverstanden waren.

Spirit-CEO Dave Davis teilte mit, dass der „plötzliche und anhaltende Anstieg“ von Kerosinpreisen dem Unternehmen keine Wahl gelassen habe. Andere Airlines sichern sich zwar mit Maßnahmen wie Hedging gegen Preisschwankungen ab. Das kostet allerdings Geld, welches Spirit zuletzt nicht hatte. Die Airline war daher von den massiven Preissteigerungen bei Kerosin sehr viel härter getroffen als die meisten Mitbewerber. Kritiker sehen allerdings schon seit Längerem strukturelle Probleme.

 

Spirit streicht die Segel

 

Bereits im Jahre 2022 wurde eine Übernahme durch den Mitbewerber 2022 angestrebt, was seinerzeit durch die Regierung unter Joe Biden verhindert wurde. Das ist eine willkommene Steilvorlage für die aktuelle US-Administration. Die sieht für das Aus von Spirit freilich nicht ihren Krieg im Nahen Osten als ausschlaggebend an, durch den die Straße von Hormus gesperrt wurde und die Ölpreise explodierten. Stattdessen wird die Schuld Joe Biden und dessen Widerstand bei der damaligen Fusion zugeschoben.

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Was auch immer nun der ausschlaggebende Grund gewesen sein mag: die Verlierer sind vor allem die Kunden von Spirit. Deren Tickets sind nun recht nutzlos geworden und durch US-Medien gingen bereits Bilder von hunderten gestrandeten Fluggästen. Immerhin kündigten Airlines wie United an, für Abhilfe sorgen zu wollen. Passagiere mit Spirit-Ticket erhalten demnach wohl spezielle Tarife. Inwieweit damit für Abhilfe gesorgt werden konnte, ist nicht überliefert.

Krachend in die Tiefe geht es natürlich an der Börse. Dort löste sich die Hoffnung auf eine Rettung in Luft auf und der Kurs fiel am Freitag um gut 25 Prozent auf 1,05 Dollar zurück. Auf Jahressicht ist ein Minus von knapp 90 Prozent zu verdauen. Zwar ist noch ein wenig vom Kurssprung aus dem Vormonat zu sehen. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dies verblasst.

 

Es droht der Totalverlust

 

Der innere Wert der Spirit-Aktie geht gegen Null. Das Unternehmen blickte zuletzt auf Vermögenswerte von schätzungsweise sechs Milliarden Dollar bei Verbindlichkeiten von über acht Milliarden Dollar. Das Eigenkapital ist also im tiefroten Bereich und die Hoffnung auf eine Rettung ist versiegt. Im Zuge der Abwicklung droht Anteilseignern der Totalverlust. So nicht noch ein kleines Wunder geschieht, dürften Anteile früher oder später aus den Depots der Anteilseigner ausgebucht werden.

Bis zuletzt war der Handel mit Anteilsscheinen noch möglich und es gibt keine Information darüber, wann sich daran etwas ändern mag. Letztlich blicken die Aktionäre aber auf den ungünstigsten Ausgang der Krise. Wer davon betroffen ist, kann Verluste wohl nur als Lehrgeld abschreiben und sie immerhin noch steuerlich geltend machen. Ansonsten geht hier aber nun endgültig das Licht aus.

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04.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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