Swarmers Software begeistert die Anleger
Swarmer steigt am ersten Handelstag um 520 % - geht die Rallye weiter?
Jede Aktie, die am ersten Handelstag um mehr als 500 % steigt, hat die Aufmerksamkeit der Anleger. Dass Swarmer so viel Interesse auf sich zieht, ist kein Wunder. Man sorgt dafür, dass Drohnen in Schwärmen zu intelligenten Waffen werden, und das Start-up kann sehr viel Praxiserfahrung vorweisen.
Die Kernkompetenz von Swarmer (US86989Y1091) besteht in der AI-Drohnen-Software. Mittels dieser Software können ganze Schwärme von Drohnen gesteuert werden, was für die Betreiber den erheblichen Vorteil hat, dass selbst beim Ausfall einzelner Drohnen das Missionsziel weiterhin erreicht wird und die Drohnen sich untereinander abstimmen, kommunizieren und autonom steuern können. Wichtig: Die Software hat die Beta-Phase schon lange hinter sich gelassen. Nach Angaben von Swarmer wurde die Software seit 2023 bereits bei mehr als 86.000 Missionen im Ukraine-Krieg eingesetzt. Zu den wichtigsten Fähigkeiten zählt, dass die Software sich auch ohne GPS im Einsatzgebiet zurechtfinden kann, bis zu 690 Drohnen von einem einzigen Operator ferngesteuert werden können, die Drohnen auch völlig autonom agieren und sogar feindliche Drohnen attackieren können.
Der nächste Expansionsschritt ist, die Software auf alle unbemannten mobilen Geräte zu übertragen. Seien es Flugzeuge, Schiffe oder Landfahrzeuge. Das ist selbstverständlich ein sehr weites und wachstumsträchtiges Geschäftsfeld. Kann Swarmer seine Technologie und Kernkompetenzen auf andere autonome agierende mobile Geräte übertragen, erweitert sich der mögliche Bewertungshorizont der Aktien nicht linear, sondern exponentiell. Aktuell hat sich die Börse aber schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Swarmer macht Drohnen zur intelligenten Waffe
Die Bewertung ist jetzt schon jenseits von Gut und Böse. Nach dem ersten Handelstag bewertet die Börse das Unternehmen mit rund 350 Mio. US-Dollar. Und das vor einem Jahresumsatz von 309.920 US-Dollar für 2025, was obendrein einem Rückgang um -5,9 % im Jahresvergleich zu 2024 entspricht. Swarmer hat allerdings einen Auftragsbestand von 16,3 Mio. US-Dollar in der Tasche für zukünftige Softwarelizenzen, Auslieferungen und Integrationsdienstleistungen. Obendrein spricht das Management von „erwarteten“ Aufträgen in Höhe von 16,8 Mio. US-Dollar, die aber noch nicht gebucht wurden.
Das IPO war ausgesprochen klein. Man hat 3 Millionen Aktien für einen Preis von 5 US-Dollar verkauft, also 15 Mio. US-Dollar Bruttoerlös. Das ist selbst für deutsche Verhältnisse sehr klein und für die Amerikaner quasi nur ein Mikro-IPO. Es ist aber natürlich angemessen für die Grösse des Geschäftsmodells von Swarmer. Die Frage, die aber auch gestellt werden muss, ist, warum Swarmer überhaupt an die Börse gegangen ist. Vor 20 Jahren wäre dieser Weg völlig normal gewesen, doch seit der grossen Finanzkrise hat es sich eingebürgert, dass zukunftsträchtige Unternehmen so lange wie möglich privat gehalten werden und durch Venture Capital und Private Equity Finanzierungsrunden mit genügend Kapital ausgestattet werden, um die attraktiven Bewertungssteigerungen nur einem kleinen Kreis von Investoren vorzubehalten, anstatt sie dem gesamten Kapitalmarkt zur Verwertung zu geben. Die Antwort kann nur sein, dass die privaten Investoren sich Swarmer genau angesehen und kein Interesse an dem Unternehmen haben.
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19.03.2026 - Mikey Fritz

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