Fed reagiert auf Energieschock, Irak exportiert wieder Öl und Swarmer geht durch die Decke - BÖRSE TO GO
Alle Augen auf die Fed - wie reagiert die Notenbank auf die steigenden Energiepreise?
Wie wird die Fed auf die steigenden Energiepreise reagieren? Am Abend erwartet niemand eine Zinssenkung, aber alle warten auf ein Statement, wie die US-Notenbank auf die steigenden Energiepreise reagieren wird. Der Irak exportiert wieder Öl. Seit Mittwochmorgen darf man die Ceyhan-Pipeline benutzen und verhandelt mit dem Iran über Durchfahrtsrechte in der Straße von Hormus. Swarmer geht durch die Decke. Der Softwarespezialist für Drohnen sah am ersten Handelstag einen Kursanstieg von mehr als 500 %.
Die Käufer sind heute in Asien an den Aktienmarkt zurückgekehrt. Der Nikkei 225 Index kletterte um 3,15 % auf 55.318,00 Punkte und der KOSPI explodierte regelrecht um 5,04 % auf 5.925,03 Punkte, während der Hang Seng Index vor Handelsschluss nur mehr als 0,65 % höher gesehen wird. Auch der Terminmarkt ist ausgesprochen positiv vor Handelseröffnung in Europa gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird 0,60 % höher bei 24.086,50 Punkten gehandelt.
Die Anleger in Frankfurt wurden schon am Dienstag optimistisch. Im Vorfeld der heutigen Fed-Sitzung wurden Short-Positionen aufgelöst und die Käufer kamen zurück. Unterstützt wurde die Bewegung von Gerüchten aus dem Nahen Osten, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird. Am stärksten profitierte am Dienstag der MDAX, der um 1,83 % auf 29.481,75 Punkte kletterte. Besonders viel Zuspruch bekamen die Vorzüge von Sartorius (DE0007165631), die um 7,94 % auf 225,60 Euro sprangen, nachdem der Labor- und Pharmazulieferer eine optimistische Prognose veröffentlicht hatte. Auch der TecDAX verbesserte sich deutlich um 1,14 % auf 3.599,19 Punkte und sogar das Schlusslicht, der DAX, konnte um 0,71 % auf 23.730,92 Punkte steigen.
Der Aktienhandel in New York verlief hingegen deutlich zurückhaltender, wenngleich positiv. Am stärksten performte der Nasdaq 100 Index, der sich um 0,51 % auf 24.780,42 Punkte verbessern konnte. Am stärksten entwickelten sich die Festplattenhersteller Seagate (IE00BKVD2N49) und Western Digital (US9581021055), die um 5,59 % und 9,64 % nach oben sprangen. Der S&P 500 Index stieg hingegen nur um 0,25 % auf 6.716,09 Punkte und der Dow Jones Industrial Index verbesserte sich nur marginal um 0,10 % auf 46.993,26 Punkte.
Wie geht die Fed mit den steigenden Energiepreisen um?
Heute Abend um 19:00 Uhr sind alle Augen auf die Federal Reserve gerichtet. Fed-Chair Jerome Powell wird zum vorletzten Mal die Pressekonferenz leiten und das Augenmerk der Börse liegt vor allem auf den Ankündigungen des Vorsitzenden. Niemand erwartet heute eine Zinssenkung. Der Dollar-Leitzins wird mit hoher Wahrscheinlichkeit unverändert bei 3,75 % bleiben. Die Mehrheit der Wall Street hat sich inzwischen sogar darauf eingestellt, dass wir in diesem Jahr überhaupt keine Zinssenkung mehr im US-Dollar bekommen. Der Joker ist jedoch das Thema Iran und wie sich die US-Notenbank zum erwarteten Anstieg der Inflation aufgrund der abrupt steigenden Energiepreise positioniert. Auf der anderen Seite muss sich Powell auch zum Thema Arbeitsmarkt äußern, der eine immer ausgeprägtere Schwäche zeigt. Da die Federal Reserve ein Duales Mandat hat, muss sie sich nicht nur um die Erhaltung der Kaufkraft des US-Dollar kümmern, sondern auch um eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes.
Irak exportiert wieder Öl
Der Irak hatte es bereits vor zwei Tagen angekündigt. Heute früh bestätigte man, dass man ab sofort wieder Öl exportiert. Dazu hat man eine Vereinbarung mit Kurdistan getroffen, um die Ceyhan-Pipeline nutzen zu dürfen, die dem Irak Öl-Exporte über die Türkei erlaubt. Der Umfang der Exporte ist nicht mit dem zu vergleichen, was normalerweise durch die Straße von Hormus verschifft wird, aber man exportiert ab heute wieder zwischen 150.000 und 200.000 Barrel Rohöl pro Tag durch die Pipeline. Parallel dazu führt der Irak Verhandlungen mit dem Iran, um eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus für die eigenen Tanker zu erreichen.
Swarmer geht durch die Decke
Während alle auf den Iran-Krieg, die Straße von Hormus und die heutige Fed-Sitzung schauen, ist am Dienstag Swarmer (US86989Y1091) in New York an die Börse gegangen und erlebte ein monumentales IPO. Am ersten Handelstag explodierte der Kurs des Softwarehauses um satte 520 % auf 31 US-Dollar. Im Hoch erreichten die Notierungen sogar 40 US-Dollar. In der Nacht ging es im nachbörslichen Handel weiter nach oben. Die Aktien legten noch einmal mehr als 50 % auf 47 US-Dollar zu. Die Aktien wurden zu 5 US-Dollar verkauft und eröffneten bei 12,50 US-Dollar. Swarmer entwickelt Software für Drohnensysteme, was die hohe Nachfrage vonseiten der Anleger erklärt. Die Software kommt unter anderem auch schon im Ukraine-Krieg in Einsatz und sorgt vor allem dafür, dass Drohnen sich in Schwärmen autonom steuern und organisieren. Vor dem Börsengang wurde das Unternehmen unter anderem von Erik Prince unterstützt, der das Söldnerunternehmen Blackwater gegründet und bis 2009 geleitet hatte.
Tagestermine
Nach Börseneröffnung in New York erwarten wir heute um 15:00 Uhr die Auftragseingänge für die amerikanische Industrie im Monat Januar. Im Dezember waren die Auftragseingänge um -0,7 % gefallen und die Ökonomen erwarten für Januar nur einen marginalen Anstieg um 0,1 %.
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18.03.2026 - Mikey Fritz

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