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TUI bleibt optimistisch, Nel ASA wagt sich an kräftige Erholung, auch die Deutsche Bank kann zulegen und Tesla wehrt sich gegen Vorwürfe beim Thema Arbeitsschutz

Die Stimmung an den Märkten scheint endlich wieder zu drehen

NTG24 - TUI bleibt optimistisch, Nel ASA wagt sich an kräftige Erholung, auch die Deutsche Bank kann zulegen und Tesla wehrt sich gegen Vorwürfe beim Thema Arbeitsschutz

 

Zinssorgen hatten die Märkte über Wochen fest im Griff und zuletzt führte die Gewalt in Israel zu weiterer Verunsicherung an den Märkten. Nachdem der Staub sich etwas gelegt hat und es aus Richtung der Fed vorsichtige Signale zu einem Ende der Zinserhöhungen gab, trauen die Bullen sich nun wieder etwas mehr aus der Deckung. Das sorgt für kräftige Aufschläge bei Titeln, die zuvor noch unter die Räder geraten waren.

Klar auf der Seite der Gewinner stand am Dienstag die Aktie von TUI (DE000TUAG505) mit Aufschlägen von ansehnlichen 6,7 Prozent. Nachdem tags zuvor noch neue Allzeit-Tiefs knapp oberhalb von 4,80 Euro ausgelotet wurden, konnten die Käufer nun mit viel Rückenwind wieder den Sprung über die wichtige Marke bei 5 Euro schaffen. Geholfen hat dabei auch das Management, welches weiterhin optimistisch in die Zukunft blickt.

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Werbebanner DegussaCFO Mathias Kiep sagte gegenüber Vertretern der Medien, dass die Kurse derzeit nicht die fundamentale Entwicklung des Unternehmens abbilden würden. Die anhaltende Schwäche an der Börse führt er auf die Kapitalerhöhung aus dem Frühjahr zurück, in deren Rahmen wohl viele Investoren dazugekommen seien, welche nach kurzer Zeit wieder verkauften. Dafür fehlten nun die Anschlusskäufer. Das klingt schon fast nach einer Bestätigung zum Kalkül vieler Anleger, die sic im Netz munter über eine mögliche Unterbewertung der TUI-Aktie austauschen. Die Risiken sind jedoch nicht verschwunden.

 

Nel ASA versucht sich an der Erholung

 

Nach einer schier endlosen Talfahrt wagten sich die Investoren auch bei Nel ASA (NO0010081235) an eine kleine bis mittelprächtige Erholung. Kursgewinne von sieben Prozent beförderten den Titel am Dienstag immerhin auf 0,72 Euro zurück. Charttechnische Widerstände werden damit noch nicht wieder erobert und vom Unternehmen selbst fehlen noch immer frische Signale.

Den Anteilseignern scheint die Hoffnung auf ein Ende der Zinserhöhungen und damit ein Ausbleiben steigender Kapitalkosten aber auszureichen, um wieder neue Zuversicht tanken zu können. Wie gehabt bleibt es bei einer wackeligen Angelegenheit. Die Nervosität an der Börse bleibt hoch und gerade Nel reagierte zuletzt sehr empfindlich auf jeden Anflug von schlechter Stimmung. Dass der große Turnaround schon geschafft wäre, darauf ist bisher absolut kein Verlass.

 

Rückenwind für die Deutsche Bank

 

Im Falle der Deutschen Bank (DE0005140008) wird dieses Narrativ immerhin von Analystenstimmen gestützt. Warburg Research hält in einer neuen Studie an der Kaufempfehlung für das Kreditinstitut fest und erhöht außerdem das Kursziel von 17 Euro auf noch etwas ansehnlichere 17,40 Euro. Begründet wird das Ganze mit leicht höheren Erwartungen für die Erträge in den kommenden zwei Jahren. Die Börsenprofis rechnen mit sehr soliden Ergebnissen im Sektor und damit auch bei der Deutschen Bank.

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Nach einem kurzen Ausflug in Richtung Süden am Montag ging es gestern nun wieder um 2,8 Prozent aufwärts und sehr zur Freude der Investoren schiebt die Deutsche Bank-Aktie sich wieder über die 10-Euro-Marke. 10,22 Euro standen per Handelsschluss auf dem Ticker, womit die Bullen ein deutliches Lebenszeichen aussenden. Zu hoffen ist, dass sie nun noch etwas mehr Gas geben werden, um die Erholung auch zu stabilisieren. In den letzten Monaten gelang das auf vergleichbarem Kursniveau stets mehr schlecht als recht.

 

Tesla wehrt sich gegen Kritik

 

Tesla (US88160R1014) musste sich in den letzten Tagen viel Kritik rund um den Arbeitsschutz in seiner Gigafactory in Grünheide gefallen lassen. Der „Stern“ berichtete über eine verdächtige Häufung von Arbeitsunfällen; das Thema wurde bereits von den Gewerkschaften aufgenommen und auch in der Politik haben einige Akteure Lunte gerochen. Im Brandenburger Landtag sollen die Arbeitsbedingungen bei Tesla in der nächsten Woche nach dem Willen der Linksfraktion zum Thema werden.

Tesla will all das nicht einfach auf sich sitzenlassen und reagierte nun auf die diversen Vorwürfe. Kurz und knapp zusammengefasst sieht der Konzern bei sich keine ungewöhnliche Häufung von Arbeitsunfällen, ohne dazu jedoch genaue Zahlen zu nennen. Ferner beteuert Tesla, hohe Standards einzuhalten und die Sicherheit der Arbeitskräfte an erste Stelle zu setzen. Den Anlegern scheinen diese Worte auszureichen. Die Tesla-Aktie legte am Dienstag um gut fünf Prozent bis auf 252,90 Euro zu.

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Wie geht es weiter?

 

Die teils kräftigen Erholungen aus dem gestrigen Handel waren für die leidgeplagten Aktionäre eine angenehme Abwechslung. Die Hoffnung ist nun natürlich groß, dass daraus noch mehr entstehen könnte. Das ist auch im Bereich des Möglichen, doch allzu große Rückschlüsse sollte niemand aus einem einzigen Handelstag ziehen. Die Lage bleibt angespannt und die jüngsten Zugewinne sind erstmal nur eine Momentaufnahme. Es ist weiterhin viel Aufmerksamkeit gefordert, da gerade die brutale Gewalteskalation in Israel gezeigt hat, wie schnell sich dieser Tage die Dinge ändern können.

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11.10.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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