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Airbus verkündet neuen Auftrag – USA gewährt Europa Zoll-Aufschub

Airbus kann den Abstand zu Boeing weiter ausbauen

NTG24 - Airbus verkündet neuen Auftrag – USA gewährt Europa Zoll-Aufschub

 

Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus sichert sich neuen Auftrag von vietnamesischer Privatfluggesellschaft Vietjet. Start der US-Zölle auf europäische Waren wird verschoben.

Airbus (NL0000235190) geht mit weiterem Rückenwind durch das zweite Quartal des Jahres. Aufgrund der Tatsache, dass die US-amerikanischen Airlines auch politisch getrieben nahezu nur Boeing-Maschinen abnehmen, ist der Einfluss des US-Handelstreits bislang ohne große Verwerfungen an Airbus vorbeigezogen. Zwar sorgen die Unsicherheiten für einen weiteren Stresstest der Lieferketten, doch bislang scheinen die den Stresstest ohne großes Problem zu bestehen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAuch mit Blick auf die Auftragseingänge kann das Management auf starke fünf Monate im Jahr 2025 zurückblicken. Auch am Wochenende konnte der europäische Flugzeughersteller wieder einen neuen Auftrag aus dem asiatischen Raum vermelden. Dabei handelt es sich um die vietnamesische Privatfluggesellschaft Vietjet, die 20 Großraumflugzeuge, des Types A330-900 bestellt hat. Hiermit möchte Vietjet die Positionierung im Heimatmarkt festigen und auch zur weiteren Expansion nutzen. Insgesamt hat Vietjet für die nächsten 10 Jahre insgesamt 40 A330 neo bei Airbus bestellt und plant weitere Aufträge, sollten sich die gewünschten Erfolge einstellen.

 

Die USA gewährt Europa Aufschub

 

Eigentlich sollten die US-Zölle von 50 % auf europäische Waren schon zu Beginn des Monats Juni in Kraft treten. Obwohl US-Präsident Trump und auch Handelsminister Bessent öffentlich verkündeten, dass die Europäische Union als einziges nicht auf die USA im Zollstreit zugegangen ist, soll der Start der Importzölle um einen Monat auf den 9. Juli verschoben werden. Dies hat US-Präsident Trump nach einem Gespräch mit der EU-Kommissionspräsidenten von der Leyen auf den sozialen Medien verkündet.

Eigentlich hatte der US-Präsident der Europäischen Union und anderen Ländern eine Zollpause von rund 90 Tagen gewährt, überraschenderweise zeigte Trump dann in der letzten Woche aufgrund der festgefahrenen Verhandlungen mit der EU wenig Kompromissbereitschaft und hat mit Importzöllen in Höhe von 50 % ab dem 1. Juni gedroht. Dies würde zu einer umfassenden Verteuerung von europäischen Produkten auf den US-Markt führen, der für die europäischen Firmen einer der Hauptabsatzplätze ist.

Die makroökonomische Lage ist weiterhin von Unsicherheiten aufgrund der Sprunghaftigkeit von US-Präsident Trump dominiert. Trump hatte schon zu Beginn seiner Amtszeit mit hohen Strafzöllen gedroht, da die USA seiner Meinung nach im globalen Handel deutlich benachteiligt wird. Kurze Zeit später folgte dann allerdings immer eine Kehrtwende, was auch zu großen Verwerfungen am Finanzmarkt führt. Kurzfristig ist hier auch mit keiner Beruhigung der volatilen Lage zu rechnen.

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Werbebanner DegussaRyanair steht mit einem Bestellvolumen von rund 30 Milliarden US-Dollar in den Auftragsbüchern von Boeing. Ryanair-Chef Micheal O’Leary kündigte an, dass man bei einer Beeinflussung der Exportpreise der Maschinen durch Zölle die Auftragspositionen neu bewerten und auch die Aufträge potenziell anderweitig vergeben werde. Dabei ist der Spielraum für Ryanair allerdings nicht sonderlich breit, denn Airbus ist bis zum Ende des Jahrzehnts völlig ausverkauft und der chinesische Hersteller COMAC ist in Europa noch nicht zugelassen. O’Leary geht allerdings von einer Zulassung in den nächsten Jahren aus, sodass Ryanair nicht behindern sollte. Wenn O’Leary seine Drohungen wahr werden lassen sollte, dann könnte dies für Ryanair ungemütlich werden, denn COMAC soll enge Verbindungen zum US-Militär besitzen, was zu rechtlichen Problemen führen würde.

 

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07.05.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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