Alphabet überzeugt mit guten Quartalszahlen, verschreckt aber einige Anleger mit noch höheren Ausgaben für KI-Rechenzentren
Lohnt sich das für Alphabet?
Anders als mancher andere Tech-Konzern konnte sich Alphabet bei der Vorlage der Q4-Zahlen eine Enttäuschung verkneifen. Die Geschäfte wuchsen munter weiter und die Erwartungen der Wall Street konnten zum Teil überflügelt werden. Insbesondere im immer wichtigeren Cloudsegment wies die Google-Mutter beeindruckende Wachstumszahlen aus.
Google Cloud konnte im vierten Quartal um 39 Prozent wachsen und damit erstmals seit langer Zeit das Wachstumstempo von Microsoft Azure übersteigen. Das hat auch mit dem Thema KI zu tun. Große Erfolge mit Gemini 3 zogen zahlreiche Nutzer an. Mittlerweile soll es 750 Millionen monatlich aktive Nutzer geben.
Dazu kommt ein Abkommen mit Apple, welches für die KI-gestützte Variante von Siri in Zukunft auf Technologie von Google setzt. All das scheint in den Augen von Alphabet (US02079K3059) weitere, massive Investitionen zu rechtfertigen. Die Ausgaben für KI-Rechenzentren sollen sich im laufenden Jahr auf 175 bis 185 Milliarden US-Dollar verdoppeln.
Während Alphabet mit seinen Gewinnen die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte, gilt dies nun auch für die weiteren Investitionspläne. Das verschreckte offenbar den einen oder anderen Anleger. Die Alphabet-Aktie zeigte sich im nachbörslichen Handel uneinheitlich und landete letztlich im roten Bereich, wenn auch nur knapp. Trotz um 17 Prozent auf 113,83 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz und einem auf 2,82 Dollar verdoppelten Gewinn je Aktie scheint die Anleger die Frage umzutreiben, ob sich Google mit seinen KI-Ausgaben nicht doch übernimmt.
Alphabet lässt nicht locker
Letztlich muss Alphabet aber auch mit der Konkurrenz mithalten, die bei Investitionsplänen für KI-Hardware noch immer keine Grenzen kennt. Zugutehalten lässt sich dem Konzern, dass die Investitionen dank sprudelnder Gewinne aus anderen Bereichen zumindest einigermaßen geschultert werden können. Auf ständig neue Investitionsrunden ist man im Gegensatz zu OpenAI nicht angewiesen. Gänzlich ungefährlich sind die schwindelerregenden Ausgabenpläne aber dennoch nicht.
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05.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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