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Die EU scheint Alphabets Werbegeschäft unter die Lupe zu nehmen und künstlich erhöhte Werbepreise zu vermuten

Das könnte gefährlich werden für Google und Alphabet

NTG24 - Die EU scheint Alphabets Werbegeschäft unter die Lupe zu nehmen und künstlich erhöhte Werbepreise zu vermuten

 

Eine offizielle Untersuchung kündigte die EU zwar noch nicht an. Doch am Mittwoch berichtete die Nachrichtenagentur Reuters über ein Schreiben der EU-Kommission an Werbekunden von Alphabet, in dem die Befürchtung über erhöhte Werbepreise bei Google ausgesprochen wird. Sollte dieser Verdacht sich erhärten, könnte es für den Digitalkonzern unangenehm werden.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm Raum steht der Verdacht, dass Alphabet (US02079K3059) bzw. Google bei Auktionen für den Verkauf von Werbung den Abrechnungspreis zum eigenen Vorteil in die Höhe getrieben habe. Den angeschriebenen Unternehmen wird nun bis zum 2. März Zeit gegeben, um zum Thema Stellung zu beziehen. Äußern wollte die EU sich gegenüber Medienvertretern zum Thema nicht weiter. Von dort heißt es lediglich, dass möglicherweise wettbewerbswidrige Praktiken beobachtet werden sollen.

Google ließ derweil wissen, dass die Preise für Anzeigen in Echtzeit-Auktionen festgelegt würden, mit denen Nutzern die für sie relevantesten Anzeigen präsentiert werden sollen. Berücksichtig würden dabei unterschiedliche Faktoren, darunter die Qualität einer Anzeige und die Wettbewerbslage. Ein Fehlverhalten auf eigener Seite kann Google freilich nicht erkennen und auch die Konzernmutter Alphabet dürfte in diese Richtung tendieren.

 

Das könnte gefährlich werden für Alphabet

 

Dass Alphabet von der EU kritisch beäugt wird, ist grundsätzlich nichts Neues. Selbst mit Klagen von der EU-Kommission kennt das Unternehmen sich schon bestens aus. Mit einem möglichen Vorgehen im Werbegeschäft würde allerdings ein Angriff auf das Herz des Unternehmens stattfinden. Bis heute erwirtschaftet Alphabet dort einen Großteil seiner Umsätze und Gewinne. Dies ermöglicht dem Konzern auch die aktuellen Investitionen in KI deutlich schmerzbefreitet als bei vielen Konkurrenten.

Sollte die EU noch einen Schritt weitergehen und eine offizielle Untersuchung ankündigen, könnte es für Alphabet daher ziemlich ungemütlich werden, erzielt der Konzern doch schätzungsweise ein Drittel seiner Einnahmen in Europa. Für panische Reaktionen ist es noch zu früh. Doch Anleger behalten das Thema in jedem Fall im Auge und achten darauf, ob es im März weitere Entwicklungen zu sehen geben könnte.

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20.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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