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Laut einer neuen Studie verlassen sich KI-Zusammenfassungen der Alphabet-Tochter Google schon heute häufig auf KI-generierte Quellen

Bei Alphabet scheint die KI sich selbst zu füttern

NTG24 - Laut einer neuen Studie verlassen sich KI-Zusammenfassungen der Alphabet-Tochter Google schon heute häufig auf KI-generierte Quellen

 

Seit einigen Monaten gehört die KI-Übersicht bei der Google-Suche zum Standard. Seither prangert das Ganze bei Suchanfragen prominent am Anfang der Suchergebnisse. Dazu geliefert werden auch entsprechende Quellen, doch die Flut an KI-generierten Inhalten scheint bereits erste Spuren zu hinterlassen.

Darauf weist eine Studie des Unternehmens Originality.ai hin. Das Unternehmen beschäftigt sich in der Hauptsache damit, Tools zu entwickeln, welche von KI erstellte Inhalte von menschlichem Content unterscheiden können. Alphabet (US02079K3059) weist immer wieder darauf hin, dass solche Ansätze fehlerbehaftet seien und tatsächlich ist davon auszugehen, dass sie nicht zu 100 Prozent präzise arbeiten. Die Ergebnisse sind aber gut genug, dass namhafte Partner wie Reuters oder die New York Times das Ganze einsetzen.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinFestgestellt wurde bei der aktuellen Erhebung, dass die Google-KI in rund zehn Prozent der Fälle Quellen zitiert, die ihrerseits sehr wahrscheinlich von einer KI erstellt wurden. Untersucht wurden dabei nach Angaben von Originality.ai 29.000 zufällige Suchanfragen von Bing-Nutzern zum sensiblen Thema „Your Money Your Life“ (YMYL). Weitere 15 Prozent der Anfragen waren nicht klar zuweisbar und nur bei drei Viertel der Quellen waren die Forscher sich sicher, dass sie aus der Feder eines Menschen stammten.

 

 

 

Das könnte zu einem Problem für Alphabet werden

 

Das Fazit lautet letztlich, dass eines von zehn Zitaten der Google-KI-Zusammenfassungen KI-generiert sei. Das könnte sich zum Problem entwickeln, wenn der Anteil in Zukunft weiter zunimmt und da das Netz derzeit von KI-Inhalten regelrecht geflutet wird, ist genau davon auszugehen. Künstliche Intelligenz macht jedoch Fehler, die sich durch die immer neue Zitierung weiter verstärken könnten. Problematisch ist dabei auch, dass heutige Modelle nicht tatsächlich denken und daher richtig und falsch weder intuitiv, noch gestützt durch Fachwissen erkennen können.

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Experten sprechen bei diesem Phänomen auch gerne von „Digital Inzest“. Perspektivisch könnte es immer weiter zunehmen, da durch den Siegeszug der KI menschliche Inhalte seltener werden. Betroffen sind davon heute vor allem Ratgebertexte, welche schon in der Vergangenheit nicht unbedingt immer mit der allerhöchsten Qualität aufwarteten. Es scheint aber, als würde es momentan immer weiter abwärtsgehen.

Das Portal „The Register“ legt nach und zitiert eine Forschungsarbeit, welche sich mit dem Zusammenbruch von KI-Systemen beschäftigt, wenn diese immer wieder mit rekursiv generierten Daten gefüllt wird. Es muss aber nicht zum totalen Zusammenbruch kommen, ehe das Ganze für Google und andere Anbieter zum Problem wird. Auch vorher schon könnte es zu massiven Problemen mit der Glaubwürdigkeit kommen und das Internet ist bereits ein Ort, an dem Fakten häufig in den Hintergrund treten.

 

Zukunftssorgen

 

Für den Moment entstehen bei Alphabet keine akuten Probleme durch die Erhebungen der Forscher. Allerdings zeichnet sich ab, wohin die Reise gehen wird und welche Herausforderungen damit auf die KI-Betreiber zukommen. Es besteht das Risiko, dass KI in Zukunft immer mehr falsche Informationen durch KI verbreitet wird, wenn auch ohne böse Absicht. Halluzinationen bleiben ein großes Problem, da Chatbots lieber irgendetwas antworten, als sich schlicht einzugestehen, dass sie keine passende Antwort auf Lager haben.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNoch mögen Alphabet und Google das Ganze kleinreden können und sich über die positiven Effekte auf das eigene Geschäft von KI freuen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Problematik im Laufe der Jahre nur größer werden dürfte und es würde nicht schaden, schon heute nach Lösungen zu suchen. Ansonsten steuern Google sowie andere auf eine Glaubwürdigkeitskrise zu, was die Nachfrage nach KI-Lösungen nicht unbedingt ankurbeln würde und auch für die Aktionäre zum Risiko anwachsen könnte. Für den Moment geraten Anleger nicht in Panik und die Alphabet-Aktie reagierte auf die Meldung nicht weiter. Im Auge behalten werden sollte das Ganze aber in jedem Fall, gerade beim mit Abstand wichtigsten Produkt von Alphabet in Form der Google-Suche.

 

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09.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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