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Amazon startet Alexa.com und geht damit in offene Konkurrenz zu Chatbots wie Gemini und ChatGPT

Mit Amazon wirft der nächste Tech-Gigant seinen Hut bei KI-Chatbots in den Ring

NTG24 - Amazon startet Alexa.com und geht damit in offene Konkurrenz zu Chatbots wie Gemini und ChatGPT

 

Vor gut drei Jahren ließ OpenAI ChatGPT auf die Öffentlichkeit los und lieferte damit den Startfunken für den KI-Hype, der sich bis heute an der Börse hält. Seither hat KI-Tehcnologie etliche neue Bereiche erobert und einen beispiellosen Ausbau von Rechenzentren nach sich gezogen. Doch die Aufmerksamkeit vieler Beobachter richtet sich weiterhin auf die Chatbots und deren Fähigkeiten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Marktlage entwickelt sich recht dynamisch. OpenAI blieb bis zuletzt mit ChatGPT klarer Marktführer, verliert aber ein wenig an Halt. Google sorgt mit Gemini für viel Aufsehen. Gemini 3 gilt in einigen Belangen als Überlegen und die Marktanteile verschoben sich im vergangenen Jahr in Richtung Google. Zusätzlich dazu will Microsoft mit seinem Copiloten ein Wörtchen mitreden und xAI dümpelt mit Grok vor sich hin. Nun kommt ein weiterer namhafter Player mit Amazon (US0231351067) hinzu.

 

 

 

Wie unter anderem „Der Aktionär“ berichtete, startete Amazon kürzlich die Webseite Alexa.com und startete damit eine neue Ära seines Sprachassistenten. Bisher war jener auf die mobile App beschränkt und in Smart-Home-Geräte integriert. Nun ermöglicht der Internetkonzern die plattformübergreifende Nutzung nach dem Vorbild anderer Chatbots. Versprochen wird dabei, mehr als nur eine Chat-Oberfläche zu bieten. Alexa+ soll in der Lage sein, auch relativ komplexe Aufgaben zu erfüllen.

 

Amazon verfügt schon jetzt über eine gigantische Nutzerbasis

 

Als Beispiel nennt der Konzern die Erstellung von Inhalten oder Aufgaben wie eine Reiseplanung. Auch das Smart Home soll Alexa+ verwalten können und durch eine tiefe Integration in weitere Amazon-Dienste beim Planen des eigenen Kalenders helfen oder selbständig Reservierungen vornehmen. Chats und Vorlieben speichert der Konzern selbstredend in der eigenen Cloud, sodass die Vorlieben und Chats von Nutzern über sämtliche Geräte hinweg gespeichert werden.

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Werbebanner EMH PM TradeAuf den ersten Blick startet Amazon mit der Webseite nur einen weiteren von vielen Chatbots. Der Konzern verfügt jedoch über einen entscheidenden Vorteil. Alexa.com geht mit einer bereits enorm großen Nutzerbasis an den Start. Die Premium-Variante, für die im Einzelabo monatlich rund 20 US-Dollar aufgerufen werden, ist im Prime-Abo bereits enthalten. Damit verfügt Amazon schon jetzt über etliche Millionen Premium-Kunden. Beobachter sehen zudem das Ökosystem mit mehr als 600 Millionen Alexa-fähigen Endgeräten als einen klaren Vorteil an.

So Alexa+ mit der Konkurrenz wenigstens ansatzweise mithalten kann, besteht für Prime-Abonnenten kaum ein nachvollziehbarer Grund, für Gemini, ChatGPT, Claude oder andere Dienste noch zusätzliche monatliche Ausgaben zu tätigen. Genau darin könnte sich ein handfester Vorteil verbergen und gleichzeitig gewinnt das für Amazon wichtige Prime-Modell an Bedeutung. Wie sich der KI-Service auf die Abonnentenzahlen auswirken mag, wird aber wohl ein Geheimnis bleiben. Schon seit einigen Jahren nennt Amazon keine konkreten Zahlen mehr zu seinem Dienst.

 

Amazon ist angriffslustig

 

Die Aktionäre begrüßen den Vorstoß von Amazon und die Aktie wurde dafür am Montag mit Kursgewinnen von 2,9 Prozent belohnt. Schließlich bleibt KI eines der beherrschenden Themen an den Börsen und Amazon werden gute Chancen zugesprochen, mit seinem Chatbot für Aufsehen zu sorgen und Marktanteile ein wenig umherzuwirbeln. Die Basis dafür könnte besser kaum sein. Der Cloud-Dienst AWS gilt als marktführend und bildet schon heute die Grundlage für zahlreiche andere KI-Dienste.

Gleichwohl bleibt noch abzuwarten, wie Amazons Chatbot im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet und wie das Angebot von den Nutzern angenommen werden mag. Vollkommen im Dunkeln liegt zudem, ob Amazon mit dem Dienst auch Geld verdienen kann. KI-Anfragen sind keine günstige Angelegenheit. Die Komplexität ist deutlich höher als bei einer einfachen Suchanfrage. Einige Experten gehen davon aus, dass der Betrieb selbst für OpenAI mit 20-Dollar-Abos ein Verlustgeschäft sein dürfte. Google hingegen profitiert von gigantischen Werbeeinnahmen, was sich vom Geschäftsmodell Amazons fundamental unterscheidet.

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06.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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