Amazon beteiligt sich kräftig an der jüngsten Finanzierungsrunde von OpenAI, was unter Anlegern für Skepsis sorgt
Die Ausgabenwut von Amazon nagt am Aktienkurs
Nachdem Amazon für das laufende Jahr Investitionen von 200 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellte, machte sich an der Börse nicht gerade Euphorie breit. Die Anleger blicken zunehmend mit Skepsis auf die Ausgabenwut, mit der vor allem weitere KI-Rechenzentren finanziert werden sollen. Davon lassen die Verantwortlichen sich aber nicht weiter aus der Ruhe bringen.
Stattdessen geht Amazon (US0231351067) weiter in die Vollen und beteiligte sich nun im ganz großen Stil an der nächsten Finanzierungsrunde des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. 50 Milliarden Dollar sagte Amazon dafür zu und ist damit in dieser Runde der größte Geldgeber. Im Gegenzug will OpenAI in Zukunft verstärkt auf KI-Chips von Amazon setzen und zudem Cloud-Kapazitäten beim Online-Giganten in Höhe von 100 Milliarden Dollar in den nächsten acht Jahren zukaufen.
Ähnlich wie Nvidia investiert Amazon also gewissermaßen in die eigene Kundschaft. Die wird nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit mittlerweile 730 Milliarden Dollar bewertet, erzielt aber weiterhin keine Gewinne. Vielleicht lässt dieses kleine Detail manchen Anleger dann doch daran zweifeln, ob Amazon von seinem Investment tatsächlich etwas wiedersehen wird. Allgemein sind die KI-Zweifel zuletzt gewachsen.
Skeptiker wie der bekannte Ex-Hedgefonds-Manager Michael Burry warnen davor, dass Big Tech seinen gesamten Cashflow in KI-Investitionen stecke. Bisher können Anstiege bei Umsatz und Gewinn bei diesem Tempo nicht mithalten. Immer mehr entsteht der Eindruck, dass um die künftige Marktführerschaft mit allen Mitteln gekämpft wird. Das könnte einen oder zwei große Gewinner und etliche Verlierer mit sich bringen.
Amazon im Rückwärtsgang
Die Amazon-Aktie wird von neuen KI-Vorhaben schon länger nicht mehr in die Höhe getrieben. Auch am Freitag hielt sich die Begeisterung schwer in Grenzen. Nachdem das Papier im reulären Handel noch um ein Prozent zulegen konnte, rutschte der Kurs nachbörslich schon wieder um 3,2 Prozent in die Tiefe. Es scheint eine Verteidigung der 200-Dollar-Marke bevorzustehen, die seit dem Frühjahr 2025 nicht mehr unterboten wurde.
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02.03.2026 - Matthias Eilenbrock

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