Nach einer ansehnlichen Erholung steht die Aktie von BASF bei Analysten wieder höher im Kurs
Langsam scheint BASF sich wieder dem Wachstum zu nähern
Seit Jahren schon hängen der deutsche Chemiesektor und damit auch Marktführer BASF in einer tiefen Krise fest. Zusammen kam eine unglückliche Mischung aus hohen Energiekosten, sinkender Nachfrage und zunehmender Konkurrenz aus China. Das Unternehmen reagierte darauf mit teils rigorosen Sparmaßnahmen und ließ lange Zeit kaum noch Wachstumssignale erkennen.
Noch immer kämpft BASF (DE000BASF111) mit den allgemeinen Marktbedingungen. Doch zumindest die Aussichten sind etwas freundlicher geworden. An der Börse wird unter anderem begrüßt, dass die Politik endlich in Bewegung gekommen ist. Als einer der größten Verbraucher des Landes könnte BASF vom Industriestrompreis mit am stärksten profitieren.
Davon abgesehen wird an den Börsen auch begrüßt, dass Diskussionen über eine verlängerte Ausgabe von kostenlosen Emissionszertifikaten diskutiert wird. Die Bundesregierung hat BASF und Konsorten zudem Unterstützung über das laufende Jahr hinaus in Aussicht gestellt. All das bewirkt zwar noch keine plötzlichen Umsatzsprünge. Es macht BASF das Leben aber deutlich einfacher und stellt spürbare Entlastungen auf der Kostenseite in Aussicht.
Berenberg wird optimistischer
An der Börse konnte die BASF-Aktie bereits vor etwa vier Wochen zu einer Erholung ausholen und seither den eigenen Aktienkurs um gut 15 Prozent bis auf 50,62 Euro zu Handelsschluss am Dienstag steigern. Nun scheinen auch die Analysten ihre vorherigen Einschätzungen zu überdenken. Die Privatbank Berenberg gibt ihre Verkaufsempfehlung auf, stockt das Kursziel auf immerhin 48 Euro auf und wechselt nun in eine neutrale Haltung. Begründet wurde dies explizit mit den jüngsten Entwicklungen auf politischer Ebene.
Bereits im Stahlsektor habe sich gezeigt, wie sehr eine Erholung durch politische Impulse angetrieben werden könne. Nun wird offenbar darauf gesetzt, dass auch der Chemiesektor wieder in angenehmere Gefilde getragen werden kann. Dass es (noch) nicht für eine Kaufempfehlung reicht, dürften die Anteilseigner verschmerzen können. Denn mit der neuen Einschätzung lässt Berenberg mindestens erkennen, dass die jüngste Erholung bei BASF durchaus ihre Berechtigung hat.
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19.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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