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BYD setzt weiter auf Lösungen aus erster Hand und nimmt nun den Lithiumsektor weiter ins Visier

Neue Kauflaune kann der Konzern leider nicht erzeugen

NTG24 - BYD setzt weiter auf Lösungen aus erster Hand und nimmt nun den Lithiumsektor weiter ins Visier

 

Viele europäische Autobauer verfolgen derzeit vor allem einen Sparkurs, wozu sie sich aufgrund enormer makroökonomischer Herausforderungen mehr oder minder gezwungen sehen. Steigende Kosten bei einer gleichzeitig bröckelnden Nachfrage hinterlassen ihre Spuren. Kaum ein Thema scheinen Investitionsbremsen allerdings beim chinesischen Konzern BYD zu sein. Dort wird noch immer kräftig Geld in die Hand genommen, um die weitere Expansion voranzutreiben.

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Dabei ist BYD (CNE1000062P8) rund um den Globus schwer am Werkeln. In Europa sicherte man sich einen Platz als Sponsor für die Fußball-Europameisterschaft, was die Sichtbarkeit der Marke deutlich erhöhen dürfte. In Südamerika sollen derweil neue Lithiumquellen erschlossen werden. Laut einem Bericht der „Financial Times“ befindet sich BYD in Gesprächen mit dem brasilianischen Lithiumproduzenten Sigma Lithium. Schon im Dezember soll ein entsprechendes Gespräch stattgefunden haben.

Den Medienberichten zufolge wird wohl eine Partnerschaft angestrebt, auch wenn Details darüber bisher noch fehlen. Viele Beobachter halten ein solches Szenario aber grundsätzlich für schlüssig. Schließlich betreibt BYD bereits eine Fabrik in Brasilien und würde von kurzen Lieferwegen für Lithium profitieren. Das Metall ist das wahrscheinlich wichtigste Material für die Fertigung von Batterien für Elektroautos und damit elementar für den Autokonzern, der bereits seit März 2022 ausschließlich NEV, also Elektroautos und Hybridfahrzeuge herstellt.

 

BYD auf dem richtigen Weg

 

BYD würde mit einem solchen Schritt auch konsequent seinen Weg weitergehen, möglichst viele Bauteile und Materialien aus erster oder zumindest zweiter Hand einzubringen. Dies hat sich bereits als Erfolgsmodell erwiesen. In der Vergangenheit bescherte BYD dieser Ansatz fürstliche Margen. Zudem litt der Konzern kaum bis gar nicht unter der Chipkrise während der Pandemiejahre. In Zeiten von Inflation und Preiskämpfen erweist sich das Ganze ebenfalls als Glücksgriff, da bei notwendigen Rabatten einiges an Luft nach unten vorhanden ist. Über diesen Luxus verfügt längst nicht jeder Konkurrent.

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Die neue Partnerschaft ist daher aus Anlegersicht positiv zu werten. Selbst mit viel Fantasie ergibt sich kaum ein Szenario, bei dem der Konzern davon nicht profitieren könnte. Die Sorgen der Anleger rund um nachlassende Margen und mögliche Nachfrageprobleme im wichtigen chinesischen Heimatmarkt bleiben aber bestehen. Aufgrund fehlender (finanzieller) Details um den möglichen Deal fällt es den Anlegern aber schwer, sich konkrete neue Chancen auszurechnen.

Unter dem Strich reicht das nicht aus, um der BYD-Aktie den nächsten Höhenflug zu bescheren und so ging es am Dienstag in einem äußerst schwachen Marktumfeld um weitere 24,11 Euro in die Tiefe. Trotz vieler guter Neuigkeiten und dem Sprung an die Spitze der weltweiten Auslieferungen von Elektroautos wird BYD von den Börsianern weiter abgestraft. Das lässt aufhorchen und vielleicht eine dezente Unterbewertung vermuten.

 

Was soll da schiefgehen?

 

Es ist kaum daran zu rütteln, dass BYD sehr vieles richtig gemacht hat und sich den Weg geebnet hat, um in Zukunft neben China auch viele andere Märkte zu erobern. Natürlich gibt es diverse Risiken wie politischen Gegenwind aus dem Westen oder noch immer ernüchternde Konjunkturzahlen. Doch nachdem die Aktie nun in den letzten beiden Monaten schon um über 15 Prozent in die Tiefe rauschte, stellt sich ein wenig die Frage, ob die negativen Faktoren an den Märkten nicht vielleicht etwas überbewertet werden.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAuf fundamentaler Seite ist bei BYD in jedem Fall einiges an Potenzial vorhanden, weshalb Anleger nichts damit verkehrt machen, den Titel weiter im Auge zu behalten. Die große Erholungsrallye ist beim aktuellen Stimmungsbild wohl eher nicht drin. Doch für mutige Anleger ergeben sich mittlerweile bei einem nicht allzu kurz gefassten Anlagehorizont nicht uninteressant Einstiegskurse. Wie immer lassen sich Erfolge an der Börse nie garantieren. Im Falle von BYD spricht aber einiges dafür, dass wird die höchsten Kurse noch lange nicht zu Gesicht bekommen haben.

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17.01.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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