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Bayer-Aktie bereitet ein eindrucksvolles Comeback vor

Altlasten werden abgearbeitet

NTG24 - Bayer-Aktie bereitet ein eindrucksvolles Comeback vor

 

Die Aktie des Traditionskonzerns Bayer (ISIN: DE000BAY0017; WKN: BAY001) befindet sich seit Oktober 2017 in einem relativ steilen Abwärtstrend, der in der Spitze zu einem Kursverlust von 65 % geführt hat. Nachdem die Leverkusener aber im vergangenen Jahr umfangreiche Bilanzbereinigungen vorgenommen haben und ein finaler Vergleich bei den US-Prozessen rund um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat jetzt wahrscheinlich ist, bestehen nun gute Chancen, dass das Papier, welches seit Ende Oktober 2020 schon wieder etwas gestiegen ist, in einen langfristig nachhaltigen Aufwärtstrend überwechselt.

 

 

Sicherlich bestehen kaum realistische Aussichten, dass sich der Kaufpreis von rund 60 Milliarden Euro für Monsanto von Bayer amortisieren lässt. Zudem wirken die negativen Reputationseffekte, die mit dem Deal verbunden sind, noch einige Zeit nach. Allerdings dürfte Bayer sich aus wirtschaftlicher Sicht zunehmend von dem gravierenden Fehleinkauf des CEOs Werner Baumann, der zudem auch noch zu Schadensersatzaufwendungen von rund 10 Milliarden Euro führt, jetzt wieder sukzessive erholen.

 

 

 

Aussichten für 2021 sind vergleichsweise positiv

 

 

Nachdem Bayer im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von knapp 4 % bei einem Nettoverlust von 10,6 Milliarden Euro verzeichnet haben dürfte, was auch auf die Sonderabschreibung zurückzuführen ist, sollte für das laufende und kommende Jahr nach unseren Schätzungen ein kleines Umsatzplus von jeweils 1 % bis 4 % realistisch sein. Entscheidend ist aber, dass Bayer gute Chancen hat, ab diesem Jahr wieder profitabel zu arbeiten, da nun ein wesentlicher Teil der Altlasten bereinigt sein dürfte. Aktuell rechnen die Brokerhäuser mit einem 2021er- und 2022er-Nettogewinn von jeweils 3,37 Euro bzw. 4,31 Euro je Aktie, was zwar deutlich unterhalb des Spitzenwertes von 8,41 Euro aus dem Jahr 2017 liegt, dennoch dürfte die Firma, die stark im Pharma-Geschäft und in der Sparte Consumer Healthcare unterwegs ist, sich auch über das Jahr 2022 hinaus wieder an dieses Niveau heranpirschen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNachdem das Management viele Investoren massiv verärgert hat, müssen sich die NRWler nun überlegen, wie sie den Kapitalmarkt mit einer Langfriststrategie wieder besser überzeugen können. Da sich das Anlegervertrauen ohnehin auf einem niedrigen Niveau befindet, kann Vorstandschef Werner Baumann auf der anstehenden Bilanzpressekonferenz am 25. Februar eigentlich kaum noch nennenswert überraschen. Zudem wird Bayer am 10. und 11. März zwei virtuelle Kapitalmarkttage veranstalten und hierbei detaillierte Einblicke in die zukünftige Planung ermöglichen.

 

Fazit:

 

Mit einem geschätzten 2021er-KGV von 17 und einem 2022er-KGV von 13 wird Bayer nicht mit einem sonderlich starken Bewertungsabschlag gegenüber anderen Branchenplayern gehandelt. Da aber über das Jahr 2023 noch deutliche Nettogewinnsteigerungen möglich sind, bestehen gute Aussichten, dass sich der seit gut drei Monaten anhaltende Aufwärtstrend weiter verfestigt und Bayer den DAX nach langer Zeit wieder über einen etwas längeren Zeitraum outperformen kann.

 

08.02.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 

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