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Bayer ohne neue Impulse, Palantir bleibt im Höhenrausch, Plug Power holen die Sorgen ein und Tesla schwächelt in Südkorea

Die Börsianer erkennen immer noch Chancen, doch größere Ausbrüche hatten am Mittwoch Seltenheitswert

NTG24 - Bayer ohne neue Impulse, Palantir bleibt im Höhenrausch, Plug Power holen die Sorgen ein und Tesla schwächelt in Südkorea

 

Produktionsdaten aus der deutschen Industrie zeichnen noch immer ein ernüchterndes Bild und die Sorgen um die Konjunktur sind so präsent wie eh und je. An der Börse wird derzeit eine wilde Party gefeiert und der DAX erreichte kürzlich neue Rekordwerte. Am Mittwoch gönnten die Käufer sich zwar eine kleine Verschnaufpause, was den Aufwärtstrend an sich aber noch nicht in Gefahr bringt.

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Wenig bis gar nicht von der Stimmungslage profitieren kann die Aktie von Bayer (DE000BAY0017), die in den letzten Tagen und Wochen so manchen Rückschlag verkraften musste. In den USA nimmt der Gegenwind in Sachen Glyphosat immer weiter zu und die Anleger befürchten, dass noch weitere Schlappen bevorstehen könnten. Eher müde gibt es ab und an Versuche einer Erholung zu sehen.

Solche werden aber leider recht schnell wieder kassiert. So auch am Mittwoch, als die Bayer-Aktie Verluste von 1,73 Prozent verkraften musste und dadurch auf 28,70 Euro zurückfiel. Es bleibt die Hoffnung, dass der Titel sich irgendwo im Kurskeller einen Boden suchen könnte. Geht es um ein nachhaltiges Comeback der abgestürzten Aktie, halten die Anleger sich aber noch sehr stark zurück.

 

Palantir im Party-Modus

 

Jegliche Hemmungen abgelegt haben hingegen die Anleger von Palantir (US69608A1088), nachdem der US-Softwarekonzern kürzlich sehr gute Zahlen präsentieren und die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte. Nun gab es weiteren Rückenwind. Wedbush Securities geht davon aus, dass der Erfolgskurs sich fortsetzen wird und stellen Kurse von bis zu 30 US-Dollar in Aussicht. Sollte dieses Kursziel erreicht werden, würde sich auch jetzt noch massive Kursgewinne ergeben.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeGarantien dafür gibt es natürlich nicht und auch gestandene Analysten können mit ihren Einschätzungen danebenliegen. An der Börse kam die Zuversicht von Wedbush aber gut an und Palantir kletterte um weitere 7,86 Prozent bis auf 23,60 Euro in die Höhe. Auf 5-Tages-Sicht belaufen die Kursgewinne sich nun schon auf fast 50 Prozent. Das Unternehmen freut sich über eine gigantische Nachfrage und reitet im hohen Tempo auf der immer größere KI-Welle.

 

War es das schon wieder bei Plug Power?

 

Bei Plug Power (US72919P2020) hatten sich die Anleger bereits für eine Erholung in Stellung gebracht und diese in den letzten Tagen etwas weiter angetrieben. Wer jedoch auf eine Rückkehr zu alter Stärke gehofft hatte, wird von den Bewegungen am Mittwoch eher enttäuscht gewesen sein. Abschläge von 5,6 Prozent ließen die Plug Power-Aktie bis zum Nachmittag auf 4,23 Dollar purzeln. Die Bären testen damit schon mal vorsichtig, ob es nicht wieder zurück unter 4 Dollar gehen könnte.

So richtig auf dem Sprung scheint Plug Power noch nicht zu sein. Zwar wurde allgemein positiv aufgenommen, dass das Unternehmen in den USA eine neue Anlage in Betrieb genommen hat und einen anderen Standort wiedereröffnete. Doch trotz dieser Entwicklungen bleiben offene Fragen um die weitere Finanzierung. Solange die Verantwortlichen hier nicht endlich für Klarheit und Verlässlichkeit sorgen können, bleibt der Aktie der Weg in höhere Gefilde wohl noch verwehrt.

 

Tesla: Besser als nichts?

 

Nicht gerade auf der Lauer scheinen Autofahrer in Südkorea zu sein, wenn es um Elektroautos von Tesla (US88160R1014) geht. Die Nachfrage in dem asiatischen Land ist laut einem Bericht von „Bloomberg“ auf den niedrigsten Stand seit Juli 2022 gestürzt. Dem Bericht zufolge konnte der US-Konzern tatsächlich nur ein einziges Auto in Südkorea verkaufen.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenZurückgeführt wird die Zurückhaltung auf eine Reihe von Faktoren, darunter die noch immer mangelhafte Ladeinfrastruktur, zunehmende Sicherheitsbedenken aber auch das mittlerweile angeknackste Image der Marke. Die Aktionäre ließen sich von der Meldung am Mittwoch nicht weiter stören. Nach enormen Abwertungen setzen einige darauf, dass eine Erholung an der Zeit wäre und die Kurse legten gestern um 1,7 Prozent bis auf 173,72 Euro. Abseits von charttechnischen Überlegungen spricht aber leider wenig für ein Comeback im ganz großen Stil.

 

Die Lage bleibt schwierig

 

Insgesamt gibt es derzeit für die Börsianer nicht besonders viele Gründe zur Beschwere. Natürlich gibt es auch in guten Zeiten noch genügen Verlierer zu sehe, doch unter dem Strich lässt sich an den Märkten weiterhin viel Zuversicht feststellen. Zu hoffen ist da lediglich, dass Wetten auf eine Erholung der Weltkonjunktur und (schnell) sinkende Zinsen nicht doch noch nach hinten losgehen wird. Für den Moment können Anlegerinnen und Anleger die positive Entwicklung bei DAX und Co. genießen. Risiken sollten aber stets im Hinterkopf behalten werden.

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08.02.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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