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Korea schockt mit AI-Steuer, Siemens Energy erhöht Prognose und Thyssenkrupp bleibt im Rückwärtsgang - BÖRSE TO GO

Südkorea schockt die Börse mit einer sozialistischen AI-Steuer

NTG24 - Korea schockt mit AI-Steuer, Siemens Energy erhöht Prognose und Thyssenkrupp bleibt im Rückwärtsgang - BÖRSE TO GO

 

Südkorea schockt die Börse mit einer sozialistischen AI-Steuer. Der Boom bei den Speicherchipherstellern zieht Neid auf sich und weckt die Gier der südkoreanischen Regierung. Siemens Energy kann sich vor Aufträgen nicht retten und zieht die Prognose für das laufende Fiskaljahr deutlich nach oben. Das Aktienrückkaufprogramm wird zudem aufgestockt. Thyssenkrupp blieb auch im 2. Fiskalquartal im Rückwärtsgang. Der Umsatz sank und die Jahresprognose musste nach unten angepasst werden. 

Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am Dienstagmorgen sehr durchwachsen. Während sich der Nikkei 225 Index im Plus halten kann, pendelt Hongkong um den Schlusskurs vom Montag herum und der KOSPI erlitt mitten im Handel einen Herzinfarkt, der die Benchmark Intraday um mehr als -7 % in die Tiefe drückte. Tiefrot auch der Terminmarkt vor Börseneröffnung in Europa. Der DAX-Future (Juni) wird -0,72 % tiefer bei 24.237,50 Punkten gehandelt.

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Der Montag war bereits ein trüber Auftakt in die neue Woche. Die Börse Frankfurt kam nicht richtig vom Fleck. Im Vorfeld der Zahlen wichtiger deutscher Blue Chips verharrte der DAX erneut nahezu unverändert bei 24.350,28 Punkten (+0,05 %). Erst am Mittwoch wird es wieder richtig losgehen. Gewinnmitnahmen sahen wir beim TecDAX, der nach der starken Performance in der vergangenen Woche um -0,35 % auf 3.766,36 Punkte sank. Hier belastete unter anderem Elmos Semiconductor (DE0005677108), die um -13,79 % auf 177,60 Euro zurückfielen, nachdem zwei Großaktionäre Verkaufspläne offenlegten. Sehr positiv entwickelte sich hingegen der MDAX, der um 0,86 % auf 31.448,76 Punkte kletterte. Hier stachen die Aktien von Delivery Hero (DE000A2E4K43) heraus, deren Kurs um 15,46 % auf 23,08 Euro sprang, nachdem ein Aktienpaket in Höhe von 5 % des Kapitals zu 22 Euro über den Tisch ging. 

Auffällig ruhig entwickelte sich der Handel in New York am Montag. Der S&P 500 Index und der Nasdaq 100 Index setzten zwar neue Allzeithochs, aber die Benchmarks bewegten sich nur marginal. Der S&P 500 Index verbesserte sich leicht um 0,19 % auf 7.412,84 Punkte und der Technologie-Index stieg um 0,29 % auf 29.320,66 Punkte. Am besten performte hier Qualcomm (US7475251036), die um 8,42 % auf 237,53 US-Dollar sprangen. 

 

Südkorea schockt mit sozialistischer AI-Steuer

 

Der KOSPI steht derzeit wie kein anderer Index für die Euphorie im Speicherchipsegment. Eine Monsterrallye, ausgelöst durch den Speicherhunger der AI-Rechenzentren, die den Index in den letzten 12 Monaten um fast 200 % in die Höhe gedrückt hat. Am Dienstagmorgen meldete sich nun die Regierung zu Wort und verlangt eine „Citizen Dividend“ von den Unternehmen, die vom AI-Boom profitieren. Eine freundliche Umschreibung für eine neue Umverteilungssteuer aus der Mottenkiste des Sozialismus. Gerade für die Speicherchiphersteller, die in einem Boom & Bust Marktumfeld operieren, muss sich das wie ein zynischer Hohn anhören, und sie haben sicherlich nur die Rufe nach einer Umverteilung der Gehälter der Bürger zu den Speicherchipunternehmen überhört, als sie in der Vergangenheit jahrelang Verluste geschrieben haben. Der Aufruf zu mehr Neid wurde direkt an der Börse Seoul mit einem scharfen Sell-off beantwortet. Innerhalb von nur 97 Minuten lösten sich Unternehmenswerte in Höhe von rund 300 Mrd. US-Dollar in Luft auf. Kapital ist und bleibt ein scheues Reh. 

 

Siemens Energy erhöht Prognose

 

Das Geschäft bei Siemens Energy (DE000ENER6Y0) entwickelt sich weiterhin sehr gut. Der Stromhunger, den der AI-Boom weltweit ausgelöst hat, führt zu anhaltend hoher Nachfrage beim Ausbau von Stromnetzen und der Erhöhung von grundlastfähiger Stromproduktion. Beides kann Siemens Energy mit den Sparten Grid Technologies und Gas Services bedienen, was zu einem sehr hohen Auftragseingang, Umsatz- und Gewinnwachstum führt. Der Auftragseingang erreichte im 2. Fiskalquartal sogar einen neuen Rekordstand von 17,75 Mrd. Euro (+29,5 %). Den Umsatz konnte man um 9 % auf 10,3 Mrd. Euro und den Gewinn nach Steuern um 67 % auf 835 Mio. Euro steigern. Sehr erfreulich auch die Entwicklung des freien Cashflows vor Steuern, der um 42 % auf 1,98 Mrd. Euro kletterte. Das führte alles dazu, dass man die Jahresprognose heute früh angehoben hat. Die Spanne für das „bereinigte“ Umsatzwachstum wurde von 11 % bis 13 % auf 14 % bis 16 % angehoben, und den Gewinn sieht man nun bei rund 4 Mrd. Euro nach zuvor „3 bis 4 Mrd. Euro“. Die Auftragsflut spiegelt sich im freien Cashflow wider, der nun rund 8 Mrd. Euro (zuvor 4 bis 5 Mrd. Euro) erreichen soll. Man will auch die Aktionäre weiterhin am Erfolg beteiligen und kündigte die Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms im laufenden Fiskaljahr um 50 % an. Konkret will man zusätzlich 1 Mrd. Euro investieren, um eigene Aktien zurückzukaufen. 

 

 

Thyssenkrupp bleibt im Rückwärtsgang

 

Die Kennzahlen bei Thyssenkrupp (DE0007500001) blieben auch im 2. Fiskalquartal durchwachsen. Das Highlight des Morgens ist ohne Zweifel der Auftragseingang, der sich im Jahresvergleich um 32 % auf 10,6 Mrd. Euro steigern konnte. Dahinter stehen allerdings außerordentliche Großaufträge im Bereich Marine Systems (U-Boote Klasse 212CD). Der Umsatz schrumpfte leicht von 8,6 Mrd. Euro auf 8,4 Mrd. Euro und aus einem Gewinn von 167 Mio. Euro wurde ein Verlust nach Steuern von -11 Mio. Euro. Die Prognose für das Fiskaljahr bestätigte der Vorstand im Wesentlichen, wird aber vorsichtiger beim Umsatz, der nun bis zu -3 % fallen soll.

 

Tagestermine

 

Am Vormittag erwarten wir um 11:00 Uhr den ZEW Konjunkturindex für den Monat Mai. Bei den Konjunkturerwartungen wird ein Rückgang von zuvor -17,2 auf -19,1 Punkte prognostiziert. Die Einschätzung der aktuellen Lage soll noch tiefer von -73,7 auf -77,5 Punkte gefallen sein. 

 

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12.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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