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Tokio warnt die Spekulanten, schlechte Nachrichten für das Silicon Valley und Gewinneinbruch bei Adesso - BÖRSE TO GO

Tokio warnt die Spekulanten vor einer Yen-Intervention

NTG24 - Tokio warnt die Spekulanten, schlechte Nachrichten für das Silicon Valley und Gewinneinbruch bei Adesso - BÖRSE TO GO

 

Tokio warnt die Spekulanten. Trotz der Zinserhöhung bauen die Hedge Funds ihre Short-Spekulationen gegen den Yen aus. Schlechte Nachrichten für das Silicon Valley. Peking setzt eine Anordnung um, dass amerikanische Prozessoren und Betriebssysteme bei zukünftigen Beschaffungen weitgehend ausgeschlossen werden. Gewinneinbruch bei Adesso. Der Umsatz stieg deutlich, aber das Ergebnis brach um -88 % ein.

Asien sieht am Wochenbeginn rot. Nahezu alle Benchmarks in der Region fallen in der ersten Sitzung der Woche. Besonders betroffen sind die chinesischen Onshore-Indizes und der Nikkei 225 Index, der -1,16 % tiefer bei 40.414,12 Punkten schloss. Auch der Terminmarkt neigt zur Schwäche, aber der DAX-Future (Juni) kann sich vor Eröffnung der europäischen Vorbörse stabil bei 18.493 Punkten halten. 

Der DAX dominierte in der vergangenen Woche den Handel in Frankfurt nicht, konnte aber die psychologisch wichtige Marke von 18.000 Punkten auf Schlusskursbasis nachhaltig knacken. Insgesamt kletterte die deutsche Benchmark um 1,50 % auf 18.205,94 Punkte, obwohl sich am letzten Handelstag nur ein kleines Plus von 0,15 % ergab. Der größte Wochengewinner war der MDAX, der sich deutlicher um 2,14 % auf 26.622,83 Punkte steigerte und auch am Freitag der größte Tagesgewinner war. Der TecDAX schaffte noch ein Wochenplus von 1,28 % auf 3.423,03 Punkte, wobei die Tech-Benchmark am Freitag nur einen Mini-Gewinn von 0,08 % erreichte.  

New York konnte eine sehr positive Wochenperformance erreichen, legte am Freitag aber ein durchwachsenes Bild ab. Der klare Favorit blieb der Tech-Sektor, der den Nasdaq Composite Index um 2,85 % auf 16428,82 Punkte steigen ließ. Die Tech-Benchmark konnte sogar am letzten Handelstag leicht um 0,16 % steigen. Der Dow Jones Industrial Average Index verlor hingegen deutlich um -0,77 % auf 39475,90 Punkte, konnte aber über die gesamte Woche gesehen um 1,97 % steigen. Der S&P 500 Index sah leichte Abgabe von -0,14 %, erreichte aber über die Woche betrachtet dennoch eine Performance von 2,29 % auf 5234,18 Punkte. 

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Tokio warnt die Spekulanten

 

Der Yen ist in diesem Jahr bisher die schwächsten von allen G10 Währungen. Seit Jahresbeginn hat die japanische Währung knapp -7 % gegen den US-Dollar verloren. Und das, obwohl die Bank of Japan ihre Politik negativer Zinsen jüngst aufgab und zum ersten Mal seit 2016 wieder einen positiven Leitzins hat. Doch die Zinswende unterstützte den Yen nicht, sondern führte in der direkten Reaktion zu einer Abwertung gegen US-Dollar und Euro. Worauf am Montagmorgen die japanische Regierung eine klare Warnung gab. Masato Kanda, der Vize-Minister für internationale Angelegenheiten, betonte, dass man angemessene Schritte vornehmen wird, um die in seinen Augen exzessiven Fluktuationen am Devisenmarkt einzudämmen. Kanda unterstrich zudem, dass man sich alle Optionen offenhält. Zum letzten Mal hatte die japanische Regierung offiziell im Jahr 2022 am Devisenmarkt interveniert, als der US-Dollar auf 151,95 Yen stieg. Am vergangenen Freitag stieg der US-Dollar auf 151,86 Yen.

 

US-Dollar in Yen

 

Schlechte Nachrichten für das Silicon Valley

 

Peking hatte es bereits im Dezember angekündigt. Nun setzt die chinesische Regierung ihre Anordnungen im Detail um. Als Antwort auf die umfassenden Sanktionen der Amerikaner im Bereich des Halbleitersektors sollen in Zukunft nur noch in Ausnahmefällen Computer mit Prozessoren von AMD (US0079031078) und Intel (US4581401001) in staatlichen Einrichtungen eingesetzt werden. Damit einher geht auch, dass die Betriebssysteme von Microsoft (US5949181045) ausgetauscht werden. Die Regierung hat eine Liste mit chinesischen Herstellern von Prozessoren und Betriebssystemen veröffentlicht, die in Zukunft gekauft werden dürfen, um die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren. Aufseiten der Prozessorhersteller steht vor allem der Name Huawei (HK0000HWEI11) im Vordergrund. Die verfügbaren Betriebssysteme sind überwiegend Linux Systeme. Eine Open-Source Variante von Unix, die sehr performant und sicherer als die Microsoft Betriebssysteme ist. 

 

Gewinneinbruch bei Adesso

 

Den Umsatz konnte Adesso (DE000A0Z23Q5) im vergangenen Jahr noch einmal deutlich steigern. Die Erlöse kletterten um 26 % von 900 Mio. Euro auf 1,136 Mrd. Euro. Maßgeblich verantwortlich dafür war das starke Geschäft im Inland. Die Profitabilität litt jedoch deutlich im vergangenen Jahr. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) schrumpfte trotz des starken Umsatzwachstums um -14 % von 92,91 Mio. Euro auf 80,03 Mio. Euro. Noch schwierigerer entwickelte sich das Ergebnis, das um -88 % von 28,79 Mio. Euro auf nur noch 3,41 Mio. Euro einbrach. Je Aktie gerechnet ergab sich ein Rückgang von 4,40 Euro auf nur noch 0,49 Euro. Der Vorstand kündigte dennoch an, dass man die Dividende nicht nur hält, sondern von 0,65 Euro auf 0,70 Euro je Aktie erhöht. 

 

Tagestermine

 

Zum Beginn der verkürzten Woche stehen am Montag die neuen Daten zum amerikanischen Immobilienmarkt im Vordergrund. Die Zahl der Baugenehmigungen soll von 1,489 Millionen auf 1,518 Millionen gestiegen sein. Die Zahl der verkauften Häuser im Februar soll bei 675.000 nach 661.000 im Januar gelegen haben. 

 

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25.03.2024 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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