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Christina Stahrs einzigartiger Kunstausdruck

Materialität und starke Symbolik

 

Es war einer der glücklichen Zufälle, als ich vor 10 Jahren die so charmante wie beeindruckende Künstlerin im Museum of Modern Art kennenlernte. Ihre strahlende aufrechte Haltung, ihr umwerfendes Charisma, ihre hoch interessanten Betrachtungen über Kunst und unzählige andere Themen haben mich vom ersten Augenblick an begeistert.

Christina Stahr wurde in Kanada in eine aus Deutschland stammende Familie geboren. 1980 führte ihr Weg in die Kunstmetropole New York, wo sie ihr Studium an der Columbia University als Professorin der Kunstgeschichte abschloss. Durch die vielfältigen Eindrücke im Kunst-Mecca New York fand Christina Inspiration und entwickelte schließlich ihren ganz eigenen und sehr erfolgreichen Stil und Kunstausdruck.

Allein der Familienname “Stahr” schien symbolisch auf ein erfolgreiches Leben hinzuweisen. Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen Christina Stahr vorzustellen. Ihre so eindrucksvollen Werke wie herzliche Persönlichkeit rufen einfach "Kunst"!

 

Statement der Künstlerin:

 

Meiner Arbeit liegen die Konzepte und Techniken der Collage zugrunde. Durch die Verbindung von Fragmenten kultureller und historischer Signifikanz mit Segmenten von persönlicher Bedeutung kreiere ich Collagen auf Papier, gespannter Leinwand und frei hängenden Stoffen. Des Weiteren habe ich auch große Wandcollagen, begehbare Labyrinthe und Stoff-Wandbehänge für ortsspezifische Projekte installiert.

Als Künstlerin und Forscherin inspiriert mich vor allem die Kunstgeschichte, die Architektur sowie biologische und ökologische Studien. Mit meiner Kunst versuche ich die materiellen, die symbolischen und ökologischen Zusammenhänge sichtbar zu machen.

In meiner Arbeit beschäftigte ich mich zunehmend mit gefundenen und wiederverwerteten Materialien. Meine jüngsten Arbeiten beziehen sich direkt auf den ökologischen Zerfall unseres Planeten wie auch auf die Gefahr des die Umwelt betreffenden und sozialen Zusammenbruchs.

 

Rosarium I, II, II, IV, 2011

40” x 30” (102 x 76 cm) Framed

Gold leaf, Aluminum leaf on synthetic silk roses on aluminum leafed canvas

(# 4025, 4026, 4027, 4028)

 

Diese Gruppe von vier Collagen deutet auf Rosen, die ungebunden in einen unbestimmten Raum fallen. Begonnen im Sommer 2011, als sich der zehnte Jahrestag der Angriffe auf die New Yorker Twin Towers näherte, reagierte ich intuitiv auf unsere gemeinsamen Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse des 11. September und das folgende Chaos und die Verwirrung. So schön sie auch sein mögen, ungebundene Blumen, die ungeschehen fallen und eine düstere Endgültigkeit verleihen.

 

 

Das Gefühl der Abwärtsbewegung, das sowohl eine wörtliche als auch eine emotionale Schwerkraft vermittelt, ist für die Zusammensetzung jedes Panels von wesentlicher Bedeutung. Die formale Ersparnis dieser Kompositionen erhöht den Kontrast zwischen der Sinnlichkeit der hoch-reliefierten goldblättrigen Seidenrosen und der Kühle des aluminiumblättrigen Hintergrunds, der gleichzeitig flach ist und dennoch reflektierende Tiefe aufweist.

Unter den bekanntesten Blumen der Welt werden Rosen sowohl zum Feiern als auch zum Trauern angeboten und haben eine reiche symbolische und ikonografische Geschichte.

Diese Collagen erinnern an barocke Gemälde von Engeln, die Märtyrer im Moment ihres größten Leidens vor dem Tod - dem Moment der „Leidenschaft“ - mit Rosen vom Himmel überschütten. Selbst ein Jahrzehnt später konnte ich mir den Schrecken derer, die aus den Türmen sprangen, nur schlecht vorstellen und ihre Erinnerungen feierlich ehren.

 

 

09.05.2021 - Guenter Maislinger - 99@newyork5000.com

 






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