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VW, Tesla, Porsche – Luxus-Segment von Volkswagen enttäuscht

Milliardenschweres Sparprogramm zeigt noch nicht die gehoffte Wirkung

NTG24 - VW, Tesla, Porsche – Luxus-Segment von Volkswagen enttäuscht

 

Volkswagen startet schwach ins Jahr 2024. Während sich die Kernmarke positiv entwickelt hat, schwächeln Audi und Porsche.

Europas größter Autobauer VW (DE0007664005) startet schwach ins Jahr 2024 und bleibt dennoch optimistisch für das Gesamtjahr. Im ersten Quartal sei besonders die schwache Nachfrage primär nach Elektrofahrzeugen dem Konzern zum Verhängnis geworden. Doch bereits im März sei wieder eine Erholung spürbar gewesen, so dass bereits im zweiten Quartal eine deutliche Verbesserung eintreten sollte. Daher hält das Management weiterhin an den Jahreszielen fest und erwartet im Gesamtjahr bei Absatz, Umsatz und Gewinn zulegen zu können.

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Während der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nur um 1 % auf 75,5 Milliarden Euro zurückging, schrumpfte der operative Gewinn sogar um 20 % auf 4,59 Milliarden Euro. Dabei ging der Absatz um 2 % auf rund 2,1 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge zurück. Beim Absatz war besonders bemerkbar, dass Volkswagen weniger Fahrzeuge an die jeweiligen Händler auslieferte, diese aber wiederum mehr Fahrzeuge an die Endkunden verkauften.

Besonders bei den Elektroautos fiel das Neugeschäft deutlich schwächer aus als erwartet. Spürbar war hier der Wegfall der Kaufprämie Ende des Jahres 2023. Dies ließ die Nachfrage deutlich einbrechen. Diese erholte sich nur langsam wieder und der Auftragseingang konnte erst im März wieder an das Jahr 2023 anknüpfen, obwohl den Kunden nun mehr Modelloptionen zur Verfügung stehen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Bestellungen im Elektroauto-Segment in den Monaten März und Februar sogar mehr als verdoppelt.

Aufgrund der schwachen Nachfrage des Gesamtmarktes profitiert VW aktuell primär von dem starken Auftragsbestand. Allein in Europa ist das Order-Buch mit 1,1 Millionen Fahrzeugen prall gefüllt. Dabei entfallen rund 15 % des Auftragsbestandes auf Elektroautos. Dies ist auch unbedingt nötig, damit VW die Vorgaben der EU für den CO2-Ausstoß der Flotte in diesem Jahr endlich erreichen kann. Bereits im nächsten Jahr werden die Vorgaben erneut verschärft, sodass VW auch hier nachbessern muss.

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Audi und Porsche mit schwachem Start

 

Während sich die VW-Kernmarke operativ stark zeigte und sogar die Zielmarge von 5 % fast erreichen konnte, kristallisierten sich die Premium-Marken Audi und Porsche des Konzerns als Sorgenkinder heraus. Hier machte sich besonders der Engpass der V6- und V8-Motoren bemerkbar, die in den renditestarken Top-Modellen verbaut sind. Dadurch brach der Absatz und Gewinn ein, sodass Audi sogar auf Basis der Umsatzrendite hinter der traditionell schwachen Kernmarke zurückfiel.

Das Motorenproblem möchte man bei Audi allerdings schnellstmöglich lösen. Hierzu wird die Produktionskapazität für die größeren Motoren im Werk im Ingolstadt weiter erhöht und Audi plant, neue Zulieferer mit ins Boot zu holen, um die Versorgungssicherheit der Produktionslinie zu gewährleisten.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenUm die Umsatzrendite im Gesamtunternehmen wieder anzuheben, hat CEO Oliver Blume bereits im letzten Jahr ein milliardenschweres Sparprogramm angeordnet. Schon in diesem Jahr will der Autobauer so rund 4 Milliarden Euro einsparen. Aufgrund dessen konnte Volkswagen auch trotz des etwas schwächeren Jahresbeginns die Prognose für das Gesamtjahr bestätigen. Der Umsatz soll im Jahr 2024 um 5 % wachsen und die Umsatzrendite des Konzerns im Zielbereich zwischen 7 und 7,5 % liegen.

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07.05.2024 - Felix Eisenhauer

Unterschrift - Felix Eisenhauer

 

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