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Aufregung bei Novavax, BioNTech testet Drittimpfungen bei Kindern, S&T erholt sich nach Short-Attacke und TeamViewer stellt einen traurigen Rekord auf

Die Anleger haben sich in Stellung begeben

NTG24 - Aufregung bei Novavax, BioNTech testet Drittimpfungen bei Kindern, S&T erholt sich nach Short-Attacke und TeamViewer stellt einen traurigen Rekord auf

 

Noch immer lässt sich kaum über die Ereignisse an den Börsen berichten, ohne die Wörter „Corona“ und „Impfstoff“ in irgendeiner Weise zu erwähnen. Auch am Freitag waren das mal wieder mit die gefragtesten Themen. Das lag vor allem an einer überraschenden Meldung rund um Novavax.

Der Corona-Impfstoff von Novavax (US6700024010) wurde jüngst von der WHO als Notfallaufnahme gelistet und ist damit der neunte Impfstoff, der von der Gesundheitsorganisation für die Bekämpfung von COVID-19 ins Auge gefasst wurde. Das kommt noch nicht ganz einer normalen Zulassung gleich, es ermöglicht aber bereits die Auslieferung des Vakzins in einige Länder. Nicht betroffen davon sind die westlichen Industrienationen, welche nahezu alle über eigene Zulassungsbehörden verfügen.

Dennoch witterten die Börsianer bereits eine große Chance und beförderten die Aktie von Novavax im gestrigen Handel um 13,2 Prozent in die Höhe. Mit 193,98 Euro per Wochenschluss kratzt Novavax nun wieder an der 200-Euro-Marke, die zuletzt im September überschritten werden konnte. Die kommende Woche dürfte spannend bleiben, denn es wird eine Entscheidung über eine Zulassung seitens der EMA erwartet.

 

Impfstoff für alle

 

BioNTech (US09075V1026) beschäftigt sich derweil mit der Entwicklung von Impfstoffen für all jene, die bisher noch nicht das Privileg einer Impfung genießen konnten. Konkret geht es dabei um Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren, für die aktuell noch kein zugelassener Impfstoff vorhanden ist. Bisherige Studien zeigten dazu eher enttäuschende Ergebnisse.

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Werbebanner ClaudemusWie das Mainzer Unternehmen und der US-Partner Pfizer nun aber laut „n-tv“ mitteilten, sollen deshalb nun Drittimpfungen in dieser Altersklasse verabreicht werden mit der Hoffnung darauf, dass die Immunantwort dann stärker ausfallen wird. Die Zulassung dürfte sich damit noch weiter verzögern. Vor dem zweiten Halbjahr 2022 ist damit wohl nicht zu rechnen. An der Börse reagierten die Anleger so gut wie gar nicht auf die Meldung und die Aktie von BioNTech trat kurz vor dem Wochenende mehr oder weniger auf der Stelle.

 

Die Anleger lecken ihre Wunden

 

Sehr viel mehr Bewegung gab es da schon bei S&T (AT0000A0E9W5) zu sehen, wo die Kurse am Freitag um fast zehn Prozent zulegten. Dabei handelte es sich aber nicht um einen plötzlichen Anfall von Euphorie bei den Bullen, sondern schlicht um eine Erholung nach massiven Abschlägen am Vortag. Die wurden bekanntlich ausgelöst durch massive Vorwürfe des sehr bekannten Shortsellers Fraser Perring.

Neue Erkenntnisse haben sich in dieser Hinsicht noch nicht ergeben. Doch während viele Anleger schon das weite gesucht haben, setzten einige auch gezielt darauf, dass Perring sich irrt und die Kurse sich alsbald wieder erholen werden. Die dadurch entstehenden Zukäufe lösten letztlich die jüngsten Gewinne aus, welche die heftigen Verluste vom Donnerstag aber noch nicht ansatzweise wieder ausgleichen können. Auf eine Erholung zu setzen, kann sich lohnen. Es ist aber ein gefährliches Spiel, denn sollten die Vorwürfe sich erhärten oder schlimmstenfalls vollständig bestätigen, könnte uns hier ein neues Wirecard im kleineren Maßstab bevorstehen.

 

Am Boden zerstört

 

Regelrecht deprimierend ist auch die Ausgangslage von TeamViewer (DE000A2YN900). Der Softwarehersteller vergraulte seine Aktionäre im Jahr 2021 nicht nur mit so manch fragwürdiger Entscheidung, sondern vor allem mit dem Kassieren ansehnlicher Prognosen. Letztere fallen mittlerweile mehr als überschaubar aus und von Zuversicht ist an den Märkten kaum noch etwas zu spüren.

Seit Jahresbeginn ging es bereits um rund 75 Prozent abwärts und mit 11,61 Euro am Wochenende notiert TeamViewer weiterhin nicht allzu weit entfernt von den letzten Negativ-Rekorden. Die heftigen Abschläge im laufenden Jahr machen das Unternehmen mit Abstand zum Schlusslicht im DAX auf Jahressicht, wie es dem „Aktionär“ aufgefallen ist. Ein zweifellos wenig schmeichelhafter Titel und mittelfristig die Aussicht darauf, der ersten Börsenliga nicht ewig anzugehören.

 

Alles dreht sich um Corona

 

Es mag dieser Tage etwas weniger offensichtlich sein, doch die Pandemie bestimmt an den Märkten unverändert das Geschehen. Bei den Impfstoffherstellern ist das sehr direkt der Fall, bei anderen Titeln wirkt das Virus sich eher subtil aus. Doch von gestörten Lieferketten über die Chipkrise bis hin zu den Zinsentwicklungen ist letztlich vieles auf Corona zurückzuführen.

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Werbebanner ISIN-WatchlistAuch in der nächsten Woche und darüber hinaus werden die Anleger das leidige Thema kaum loswerden. Deshalb führt auch kein Weg daran vorbei, die weitere Entwicklung der Pandemie genau im Auge zu behalten. Zuletzt gab es zumindest etwas Entspannung beim Infektionsgeschehen zu sehen, Experten warnen mit Blick auf Omikron aber davor, jetzt schon aufzuatmen. Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten in diesem Zusammenhang werden Anleger sich wohl weiterhin auf eine hohe Volatilität in mehr oder weniger allen Sektoren einstellen müssen.

 

18.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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